Wieder einmal erstelle ich diese schöne Liste. Letztes Jahr war ja der Discosong Sax von Fleur East von mir auf die 1 gesetzt worden. Auch dieses Jahr ist ein breiter Stilmix dabei. 2017 schien das Jahr der Comebacks zu sein, Kasabian, MGMT und Franz Ferdinand melden sich zurück, Blondie ist auch nach 40 Jahren mit starken Songs unterwegs und Depeche Mode ist auch nicht totzukriegen. Den Platz an der Sonne belegt jedoch jemand anders, jemand auf den ich am Anfang des Jahres nicht gesetzt hätte. Genug der Vorrede hier sind die 50 platzierten Songs:

Platz 50: Martin Solveig feat. ALMA – All Stars

Heutzutage ist Dancemusik im Mainstream eingebettet. „All Stars“ ist ein Beispiel dafür, dass das funktionieren kann.

Platz 49: Depeche Mode – Where’s the Revolution

Irgendwie klingen Depeche Mode immer gleich und irgendwie nicht. Diese Downtemponummer hätte so oder ähnlich auch schon 1987 erscheinen können.

Platz 48: Bausa – Was du Liebe nennst

Ich bin wirklich kein Fan der Deutschen Rap & Hip-Hop Szene. Aber der Song ist gut, vielleicht ein bisschen zu kitschig.

Platz 47: Alan Walker – The Spectre

Wenn Alan Walker weniger nach Mainstream klingen will, klingt er so. Die Übergänge sind drastischer, die einzelnen Teile nicht auf Pop getrimmt. Der Stil bleibt aber erhalten.

Platz 46: MGMT – Little Dark Age

Immer noch kehren MGMT nicht zu ihren Wurzeln der Smashsongs „Kids“ und „Time to Pretend“ zurück. Little Dark Age klingt inspiriert von Depeche Mode dunkel, aber immerhin nach 80ern.

Platz 45: Alice Merton – No Roots

Obligatorisch taucht ein Vodafone-Werbesong in dieser Hitliste auf. Popsong am Puls der Zeit, international klingend.

Platz 44: Shania Twain – Life’s about to get good

Bei ihrem Comeback klingt Shania Twain fröhlicher als je zuvor, obwohl sie Schicksalsschläge zu verdauen hatte. Ihre Comebacksingle ist vor allem ein Ohrwurm.

Platz 43: Ofenbach – Be Mine

Lange Zeit dachte ich, hierbei handelt es sich um eine Milky Chance Single. Naja, wie die französischen Milky Chance klingt das Duo Ofenbach hier schon.

Platz 42: Beth Ditto – Fire

Einer dieser Kritikerlieblinge dieser Liste. Interessanter Mix aus Rock, Soul und Dittos Stimme, die hier so klingt wie man sie aus den Gossipsongs kennt.

Platz 41: Zayn & Taylor Swift – I don’t wanna live Forever

Für den Fifty Shades Film genutzte Ballade. Allerdings mit modernen Elementen, ich würde auf Dub tippen, angereichert. Diese Mischung aus Ballade und Electronic lässt ihn hier auftauchen.

Platz 40: U2 – You’re the best thing about me

Wenn U2 eine Single auf den Markt schmeißt, muss sie in diese Liste. Natürlich gab es bessere Songs der Iren, aber immer noch ist das gute Musik.

Platz 39: Sean Paul feat. Dua Lipa – No Lie

Das beste an dem Baywatchfilm war vielleicht sogar dieser Song, der dreimal erklingen durfte. Cleverer Popsong nach modernen Standards.

Platz 38: Gestört aber GEIL feat. Lea – Wohin willst du?

Deutschsprachige Musik ist wieder in Mode, so stark wie zuletzt in den 80ern. Hier ein Beispiel solider Dancepopmusik aus Deutschland. Gibt man der Nummer nen englischen Text, würde man die deutsche Herkunft nicht anmerken.

Platz 37: Zayn & Sia – Dusk till dawn

Im Vergleich zu der Kollaboration mit Taylor Swift die klassischere Ballade. Sia ist im Vergleich zu Miss Swift natürlich auch eine gesangliche Aufwertung.

Platz 36: Rag n Bone Man – Skin

Der zweite Hit wird nie so gut wie der erste. Rag n Bone Man beweist das. Skinheads fehlt das letzte bisschen um so gut zu sein wie Human. Wäre Skinheads zuerst erschienen, wäre der Rag n Bone Man wohl auch weniger erfolgreich.

Platz 35: Sunshine Project – Hey Mamma

Beim Eurovision Song Contest der Moldawische Beitrag. Der Dance-Pop Song war einer der besten Beiträge. Das Saxophon gibt den Song noch einen eigenen Touch.

Platz 34: J Balvin feat. Willy William – Mi Gente

Ein klarer Fall für die Kategorie Schräg, aber gut. Manche nervt der Sound bestimmt, aber irgendwie hat der Song was und normalerweise kann ich mit dieser Art von Musik nichts anfangen.

Platz 33: Justin Bieber feat. Bloodpop – Friends

Irgendwann hat Justin Bieber beschlossen, gute Popmusik zu machen und nicht mehr nur Teenpopsternchen zu sein. Friends ist einer seiner besten Songs. Unterstützt wird er hierbei wie bei seinem großen Hit Sorry vom Produzenten Bloodpop.

Platz 32: Ofenbach vs. Nick Waterhouse – Katchi

Der Titel ist Programm. Wer bei diesem Song nicht gute Laune bekommt, sih sofort bewegen will und den auch noch lässig findet, hat eine Abneigung gegen elektronische Musik. Ofenbachs zweiter Song steht erstaunlicherweise dennoch im Schatten von Be Mine.

Platz 31: Blanche – City Lights

Belgien schickt ja seit Jahren qualitativ hochwertige Beiträge zum ESC. Dieses mal eine kühle Elektronummer, inspiriert von den 80ern und doch am Puls der Zeit. Dazu passend der emotionslose Gesang von der jungen Blanche.

Platz 30: Ed Sheeran – Castle on the Hill

Inzwischen kann man bei Ed Sheeran eine große Musikalische Vielfältigkeit bei seinen Hits ausmachen. Castle on the Hill ist ein poppigeres Äquivalent zu Bryan Adams „Summer of 69“. Ein starker Song.

Platz 29: Macklemore feat. Skylar Grey – Glorious

Nach dem Macklemore vor vier Jahren wie Phönix aus der Asche zur großen Hip-Hop Hoffnung aufstieg, so verschwand er kurz darauf. Glorious ist sein kommerziell enttäuschendes Comeback. Doch die Kollaboration mit Skylar Grey hält qualitativ mit den ersten Hits mit.

Platz 28: 30 Seconds to Mars – Walk on Water

Jared Leto möchte mit seiner Band Erfolg haben, weil sie gute Musik machen. Bisher ist das eher semigut gelungen. Walk in Water ist allerdings ihr bisher bester Song, der geschickt Elemente von Pop, Rock und Alternative verwendet.

Platz 27: Kygo feat. Selena Gomez – It ain’t me

Bisher war ich kein Kygofan. Doch die Kollaboration ist seine bisher gelungenste Single. Eine gute Popnummer, die sich ins Ohr einprägt.

Platz 26: Martin Jensen – Solo Dance 

Ganz selten löst elektronische Tanzmusik auch melancholische Gefühle aus. Solo Dance ist so ein Fall, der gefühlvolle Beginn leitet zu einer euphorischen Dance-Pop Nummer hin.

Platz 25: The Killers – The Man

Die Killers sind nun 15 Jahre im Geschäft. Jetzt klingen sie als wollen sie den Sound von T.Rex mit den Maßstäben heutiger Musik vereinbaren. Der Versuch klappt in The Man trotz geringen Tempo.

Platz 24: Blondie – FUN

Blondie waren schon erfolgreich als die meisten anderen Musiker hier noch flüssig waren. FUN klingt dennoch nicht altbacken, eher inspiriert von DNCE. Funkig, Poppig und immer noch Spitzenklasse. Das schafft nicht jeder nach 40 Jahren.

Platz 23: Burak Yeter feat. Danielle Sandoval – Tuesday

Natürlich ist der Song monoton und repetitiv, aber das ist im Grunde die Essenz von Popmusik. Im Bereich des Downtempo gab es kaum eine so gute Nummer, als die hier mit dem dröhnenden Bass.

Platz 22: Felix Jaehn, Hight & Alex Aiono – Hot 2 Touch

Ich bin kein Fan der neuen DJ-Generation. Doch mit Hot 2 Touch hat Felix Jaehn es geschafft, einen Song der mich sowohl als Popohrwurm als auch als Dancefloorhymne packt. So können die üblichen Zutaten funktionieren.

Platz 21: Arcade Fire – Everything Now

Die mit Abstand kitschigste Nummer des Jahres. Irgendwie trieft das nach 80er, nach Klischee und klingt nicht nach Arcade Fire, doch es funktioniert.

Platz 20: Robin Schulz feat. James Blunt – Ok

Ich war nie Robin Schulz Fan und werde nie einer sein. Seine Musik gefällt mir selten. Die Kollaboration mit James Blunt ist da eine der Ausnahmen. Ein klasse Pop-Song, der auch für den Dancefloor taugt.

Platz 19: Ed Sheeran – Perfect

Balladen sind schon schön. Die hier von Ed Sheeran ist eine der besten des Jahres. Langsam baut sich diese Liebeserklärung auf. Geht bestimmt jeden ans Herz.

Platz 18: Blondie – Long Time

Als Blondie vor 40 Jahren anfingen, hätten sie sicher nicht gedacht heute noch Songs zu produzieren. Aber die Truppe um Debbie Harry kann immer noch tolle Songs produzieren. Long Time ist ein Popsong, der zwar den typischen Blondiegeist, der erfolgreichen Hits atmet, aber dennoch modern klingt.

Platz 17: Jax Jones feat. Demi Lovato – Instruction

Alle Mann auf die Tanzfläche. Bei diesen mitreißenden Dancesong kann es keinen halten. Kein Meisterwerk, aber verglichen mit einigen anderen eine Wohltat. Führt den Sound von „You don’t know me“ weiter.

Platz 16: Robin Bengtsson – I can’t go on

Ein typischer Schwedenpopsong. Am Puls der Zeit mit Fokussierung auf den Refrain. Guter Gesang, innovative Auftrittsform passend zum Song. Obendrauf der Ohrwurmfaktor. Eigentlich ein sicherer ESC-Gewinner.

Platz 15: Shawn Mendes – There’s nothing holding me back

Shawn Mendes wird als kommender Megastar gehandelt. Seine zweite Erfolgssingle ist zwar nicht so popschnulzig, aber dennoch auf das Justin Bieber Zielpublikum ausgerichtet. Ein tanzbarer Popsong mit einprägsamer Hook. Würde man auf Hits wetten, die Gewinnquote wäre nicht hoch.

Platz 14: Ed Sheeran – Shape of You

Monatelang Platz 1 in den Charts. Irgendwie verfängt sich dieser Mischmasch aus Pop, Hip-Hop und Ed Sheeran im Ohr. Klasse produziert, ein guter Popsong 2017. Allerdings ein bisschen zu sehr auf Nummer sicher produziert, um in die Topregionen vorzudringen.

Platz 13: Harry Styles – Kiwi

Man kann es nicht glauben, aber One Direction Schnuckel Harry Styles macht auf seinem ersten Soloalbum erstklassigen Pop mit rockigen Einschlag. Vor allem Kiwi ist ein klassischer Rocksong, aber was für einer. Da brennt es so richtig, am besten sehr laut hören.

Platz 12: Alan Walker – Alone

Alan Walkers Erfolg lässt nach seinem kometenhaften Aufstieg etwas nach. Dennoch hält Alone mit seinen Tophits mit. Die üblichen Mittel leicht verändert und doch vertraut, der Bruch zwischen Strophe und Refrain sowie der Ohrwurmeffekt sind wieder Bestandteil.

Platz 11: Imagine Dragons – Thunder

Irgendwann wird man diesem Song dann doch überdrüssig. Das Time-Magazine sagte über die Band aus Las Vegas, dass sie die aktuell wichtigste Rockband der Welt sei. Nach Verkaufszahlen geguckt stimmt das, aber der Riesensong, der fehlt, um irgendwann zur Rockelite zu gehören. Thunder ist es nicht, ein guter Song ist er trotzdem.

Platz 10: Jax Jones feat. RAYE – You don’t know me

Der erste Hit von DJ Jax Jones ist der noch etwas bessere. Nicht nur wegen dem coolen Musikvideo sondern auch wegen der Fokussierung auf den Rhythmus, den durchdringenden Bass und der idealen Mischung aus House und Popmusik.

Platz 9: Franz Ferdinand – Always Ascending

Sie klingen jetzt leicht anders. Die Intros waren immer eigenwillig, doch eins in New Order-Länge in einer Art und Weise die an Frenchtronica erinnert, hatten die vier Schotten noch nicht. Dennoch bleiben sie großartig und die vielleicht letzte echte britische Rockband mit Niveau und Plattenverkäufen.

Platz 8: Take That – Giants

Ich mache keinen Hell darum, dass ich inzwischen großen Respekt vor der ehemaligen Boygroup habe. Giants ist ein Klasse Popsong. Ein klassischer Ohrwurm. Eingängig, verträglich und vor allem ohne Nervfaktor. Auch zu dritt haben Take That noch genug Power, um Klasse Songs zu machen.

Platz 7: Charlie Puth – Attention

Er kann nicht nur Schmusesongs. Charlie Puth hat dies zwar als Steckenpferd, doch er kann auch anders. Darin ähnelt er, auch wenn der Vergleich hoch gesteckt ist Elton John. Auch der hat seine Schmachtfetzen mit Popsongs am Puls der Zeit gemischt. So ist Attention ein klassischer Ohrwurm mit dem Charakteristikum der eigenwilligen, dominierenden Basslinie. 

Platz 6: Pink – What about us

Ein großer Pinkfan war ich nie. Aber einige Songs sind richtig gut. Es ist zu vermuten, dass auch hinter What about us Mastermind Max Martin steckt. Der Song funktioniert als Popballade in 2017 perfekt. Am Puls der Zeit, emotional, einprägsam. Einer der besten Songs von Pink.

Platz 5: Kasabian – You’re in love with a Psycho

Irgendwie klingen Kasabian in „You’re in love with a psycho“ nach einer Mischung aus Franz Ferdinand und Pulps „Disco 2000“. Deswegen ist der Rocksong, der ähnlich wie die Vorbilder auch tanztauglich. Die Wurzeln der Band aus Leicester bleiben dennoch bestehen, sodass die Single sowohl nicht nach Kasabian klingt, als auch voll nach den typisch eingängigen Melodien und Riffs. Dafür steht ja auch Franz Ferdinand.

Platz 4: Welshly Arms – Legendary

Der Bass dröhnt, der Song ist episch. Wahrscheinlich das mit Abstand beste am Power Rangers Film. Welshly Arms machen Blues-Rock. Die Nummer hätte zumindest mit weniger dröhnenden Bass auch 1967 erscheinen können. So nutzen Welshly Arms die modernen Möglichkeiten, um ihren Song zu verfeinern und ihn ohne Qualitätsverlust dem Zeitgeist anzupassen. Nebenbei ist Legendary einfach ein riesiger Ohrwurm.

Platz 3: Lorde – Green Light

Als 17-Jährige erschütterte Lorde die Popwelt mit Royals, einem der besten Songs der letzten 10 Jahre. Was soll ich sagen? Die inzwischen 21-Jährige hat mit Green Light nachgelegt. Einmal las ich „Lordes Green Light klingt so, wie man sich Coldplay gerne wünscht“. Wenn Coldplay sich der Popmusik annähert, dann bitte so. Das kann ich nur unterschreiben, ein Klasse Song mit Gespür für Refrain, Gefühl und Timing.

Platz 2: Kaleo – Way down we go

Das die Isländer den Fußball aufmischen und eine Jubelrevolution ähnlich der Laola 1970 in Mexiko angezettelt haben, ist inzwischen normal. Doch das die neben Of Monsters and Men weitere Musiker mit internationalen Erfolg hervorbringen ist neu. Kaleos „Way down we go“ war ursprünglich auf isländisch. Als die Band eine englischsprachige Version enterte sie europaweit die Charts. Völlig zurecht ist diese Mischung aus Ballade, Soul und Folk ein Hit geworden. Ein wunderschöner Song.

Platz 1: Harry Styles – Sign of the Times

Niemals hätte ich damit gerechnet einen Ex-OneDirection Mann auf die Eins der Jahrescharts zu setzen. Aber „Sign of the Times“ ist die beste Ballade seit Jahren. Dieser Song klingt als seien seine Vorbilder die ganz großen Balladen. Ob mit Kopfstimme oder Reibeisen, Styles singt besser als in jeder OD-Popnummer. Da spürt man das Herzblut, diese Ballade, die am Klavier beginnt und sich langsam steigert nimmt jeden mit. Deswegen ist er der beste Pop-Song des Jahres.


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Ein Kommentar zu „Die besten Songs 2017

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