Vor kurzem ging auf Twitter ein Video viral, dass Fleetwood Macs Musik total öde sei und man darauf nicht mal tanzen kann. Folglich stieg der angespielte Song Dreams auf Platz 14 der Billboardcharts ein. Heute dann die Meldung, dass Fleetwood Mac ihren Gitarristen und Mastermind Lindsey Buckingham entlassen haben. Grund genug, um ihnen einen Artikel in dieser Rubrik zu widmen.

Die Bandgeschichte von Fleetwood Mac ist bewegt. Sie beginnen als britische Bluesband mit drei Gitarristen. Alle drei hängen an entweder Alkohol, LSD oder Sekten. Nachdem man mit Oh Well und Black Magic Woman (von Santana gecovert) erste Hits gehabt hat, wurde das Line-Up radikal verändert. Einzig die Namensväter Mick Fleetwood (Drummer) und Bassist John McVie blieben erhalten. McVies Ehefrau Christine McVie sowie das Folkrockduo Lindsey Buckingham und seine Lebenspartnerin Stevie Nicks komplettieren das neue Fleetwood Mac. Der Sound der Band wandelt sich zum Pop-Rock, die Ballade Rhiannon wird zum ersten Hit, doch in der Folge kracht es. Während der Aufnahme zum Nachfolgealbum Rumours (deutsch: Gerüchte) kommt es zum Eklat. Ehepaar McVie lässt sich scheiden und Nicks trennt sich von Buckingham um mit Mick Fleetwood anzubandeln. Alle Verquickungen aufzuzählen würde den Rahmen des Artikels sprengen, doch das Album profitiert davon. Rumours gilt bis heute als eines der besten Rockalben der Musikgeschichte. Superhits wie The Chain (kürzlich in Guardians of the Galaxy 2 eingesetzt), Don’t Stop (Bill Clintons Wahlkampfsong), das eben erwähnte Dreams sowie Go your own Way sind Teil des Magnum Opus.

Das folgende Album Tusk ist ein Liebhaberstück mit dem Erfolgssong Sara. In den Achtzigern wird die Musik poppiger, die erfolgreichsten Stücke aus dieser Zeit sind Gypsy (1982) sowie Little Lies (1987).

Doch was ist mein Lieblingssong? Es ist schwer aus der Fülle von Hits zu wählen, doch besonders der zornige Trennungshit Go your own way hat es mir besonders angetan. Auch wenn Stevie Nicks den Song als gemein betrachtet, ist er ein Meisterstück. Ebenso ist er ein Lehrbeispiel wie auch negative Gefühle wie Wut, Eifersucht und Zorn das Songwriting positiv beeinflussen. Man hört auf der Albumaufnahme wie Buckingham die Akustikgitarre massakriert, was den Song ein einzigartiges Opening gibt. Dazu singt Buckingham auf keinen Song annähernd so gut wie bei Go your own Way. Schade, dass er es auf der nächsten Tour nicht mit seiner Band machen kann…

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