2008 war die drittletzte ESC-Pleite der Schweden. 2010 im Semifinale gescheitert und 2013 nur im Mittelfeld, wurde man 2008 nur 21., obwohl man im Vorfeld Mitfavorit war. Auf dem Papier stimmte alles, der Song war ein starker zeitgemäßer Dancepopsong, Charlotte Perelli hatte unter ihrem Mädchennamen 1999 den bis dahin letzten schwedischen Gewinn eingetütet und es wurde ein schneller Siegertitel erwartet.

Selten war ein Eurovision Song Contest so durch Diaspora geprägt wie 2008, selten hat Schweden leichtfertig eine so gute Chance sausen gelassen. Perelli sah inzwischen mehr wie ein Alien aus, die Bühnenshow war skurril und die Sängerin traf auch kaum die Töne. Ein sicherer Top Five Song wurde zum Fiasko. Als Aufnahme ist Hero einer meiner liebsten ESC Songs, aber selbst Gina G hat ihren Auftritt nicht dermaßen versenkt, wie die ehemalige Siegerin Perelli. Der Song ist ein dreiminütiger optimaler Kompromiss aus Disco, House und Popmusik mit starkem Rhythmusbetonten Refrain sowie charakteristischen Intro. In meiner bescheidenen Ansicht ist Hero 2008 einer dee besten drei Songs gewesen und sicherlich einer der besseren schwedischen Beiträge, wäre nicht alles in der Finalwoche verkorst gewesen.

Perelli ist übrigens die Tante des diesjährigen schwedischen Teilnehmers Benjamin Ingrosso.

6 Kommentare zu „ESC Perlen (19) – Schweden 2008 Charlotte Perelli „Hero“

  1. Ich habe den Liveauftritt auch in meiner Playlist. Das bedeutet, mir muss das Lied beim „Casten“ der Schnelldurchläufe älterer Conteste (von 2005 bis 2008) gefallen haben 😂 Konkret daran erinnern kann ich mich gerade nicht 😂 Mehr Inhaltliches dazu beitragen kann ich heute leider auch mal nicht.
    Darf ich noch eine Off-Topic Frage stellen: Was macht der Nebenjob im Kino?

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  2. @eccehomo42
    Ich bin einfach zu selten auf deiner Page. Eigentlich schade. Ich gelobe Besserung.
    Ich war damals ziemlich sauer, dass Charlotte Perelli überhaupt zum ESC von den Jurys beim Mello gelassen wurde. Dadurch ist eine der schönsten Balladen des Mello aller Zeiten Europa entgangen, nämlich „Empty Room“ von Sanna Nielsen. Nur ganz knapp musste Sanna sich geschlagen geben. Den Mißerfolg von „Hero“hatte ich geahnt.
    Hier „Empty Room“:

    Live ohne Fehl und Tadel beim Mello👍😢😚

    Gefällt 2 Personen

    1. Bin jetzt extra aus ner Party rausgegangen, um den Kommentar zu lesen, kann aber jetzt den Song nicht hören. Allerdings muss ich sagen, dass ich nicht verstehen kann, dass sie gewählt wurde, wenn sie beim Mello ähnlich gesungen hat.

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