Es gibt Momente in meinem Leben, da suhle ich mich im Selbstmitleid und denke mir, so schlimm kann ich gar nicht sein, dass das Schicksal mir immer übel mitspielt. Ja, ich mache Fehler, verhalte mich nicht immer richtig, aber hab ich das alles verdient? Letzte Woche wurden diese Gedanken ganz schön oft gedacht…

Letzte Woche hatte ich meinen Probetag beim Cineplex und während man mir am Abend selbst eine mündliche Zusage gab, wurde mir am Samstag die Mail geschickt, dass man mich leider nicht nehmen könne. Beim Nachhaken hat sich ergeben, dass man am Folgetag dem Theaterleiter andere Informationen als mir gab. Eine Woche lang hat das an mir geknabbert, eigentlich wollte ich ab Montag neue Bewerbungen schreiben. Geschafft habe ich es erst Freitag, eine Sache die ich an mir gerade kritikfähig finde, auch wenn ich diesmal nicht in eines meiner typischen Löcher gefallen bin.

Normalerweise würde mir das wenig ausmachen, aber da der Job im Kino irgendwie etwas romantisch verklärtes für mich hatte und daran auch weitere Schritte hin zu einem Auszug standen, hat mich das ganze mehr mitgenommen als ich eigentlich wollte. Jetzt muss ich meine Pläne überdenken oder Schritte verschieben und einen anderen Job suchen, finden und dann auch bekommen, damit ich beruhigt in mein Studium starten kann.

Da kam es mir ganz gelegen, dass meine Freunde mich Freitag gefragt haben, ob ich nicht mit ihnen in die Disco fahren möchte. Auch wenn meine Kasse mau ist, wollte ich mir das nicht entgehen lassen, da ich irgendwie Ablenkung brauchte und mein Vater seltsamerweise dafür mehr Geld gibt als für alles andere.

Zu Pass kam mir, dass ich aus irgendwelchen Gründen keinen Eintritt bezahlen musste, obwohl eigentlich nur Damen freien Eintritt hatten. Da war mir dann auch fast egal, dass wir ausgerechnet auf die Black Music Party gegangen sind, was zu mehr Getränkekonsum führte. Immerhin kann ich jetzt den Cocktail Cuba Libre sowie niederländisches Bier in grünen Flaschen empfehlen.

Neben einem Sieg im Risiko und dem allabendlichen Trash TV auf SAT 1 hat der Abend mir die Woche gerettet, um nächste Woche die Jobsuche mit frischem Wind anzugehen. Die nächste Discoparty sollte nur eine mit mir besser liegender Musik sein…

10 Kommentare zu „Die Absage, die Folgen…

  1. Wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich eine andere.
    Und auch ich kenne dieses Gefühl, dass man denkt, „was habe ich eigentlich verbrochen, dass mir das Schicksal so übel mitspielt“. Glaub mir, ich kenne das richtig gut und du bist auch nicht allein mit deinen negativen Erfahrungen.
    Wandle die negative Energie in positive um und zeig den Leuten, wo es langgeht…
    PS: Bei PBB (darauf spielst du doch an) musst du bestimmt nicht mitmachen, aber es hat Unterhaltungswert. Man glaubt mir allerdings nie, dass ich das nur wegen Jochen Schropp und seinen Sprüchen gucke 😉

    Gefällt mir

      1. Tja, dann schauen wir beide es halt wegen der sexy Männer 😉 Obwohl, soviel ist da dieses Jahr nicht. Meinen Namensvetter Johannes fand ich schon bei der Bachelorette unerträglich und dieser Sportler ist auch ein wenig unsympathisch…

        Gefällt mir

  2. Ich finde diese Ironie mit dem Eintritt genial. Und ich muss dir echt Recht geben, dass die Musik echt grenzwertig war. Weswegen ich ganz bestimmten Leuten ihr fehlendes Rhythmus Gefühl verzeihe. Wir müssen unbedingt nochmal raus gehen. Ich habe Spaß dran gefunden 😇

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s