Inhalt

Bei einer Spezialmission in Berlin scheitert IMF-Agent Ethan Hunt (Tom Cruise) mit seinem Team an der Mission Plutonium zu erlangen. Als Folge dessen, wird ihm der Bewacher August Walker (Henry Cavill) von CIA-Chefin Sloan (Angela Bassett) zur Seite gestellt. In Paris trifft Ethans Team (Ving Rhames als Luther und Simon Pegg als Benji) wieder auf Ilsa Faust (Rebecca Ferguson) und Solomon Lane (Sean Harris).

Kritik

Das Mainstreamkino hat schon bessere Zeiten gesehen. Seichte Liebesfilmchen und CGI getränkter Wahnsinn lassen Cineasten mehr als nur den Kopf schütteln. Das Mission Impossible Franchise ist – mit Ausnahme des grässlichen zweiten Teils – eine der letzten Qualitätsblockbuster. Mit dem neuesten von Ethan Hunts Missionen hat es sich endgültig zur Nummer Eins des Actionkinos hervorgehoben.

Regisseur und Autor Christopher McQuarrie gibt der Reihe den letzten Schuss zu ihrem Stil rund um Sonnyboy Tom Cruise. Die Handlung spielt mit doppelten Böden, Vertrauensverhältnissen und Plottwists, wie man sie von McQuarrie (Die üblichen Verdächtigen, Jack Reacher) kennt. Dazu gibt es eine gezielt eingestreute Menge Humor, die hin und wieder als Bremse für eine atemlose Hetzjagd durch fünf Länder wirkt. McQuarries nüchterner Stil wirkt in Zeiten der Handkameras, Verwacklungen und unruhiger Führung wie eine Wohltat und bringt den Film in einen Rahmen, in dem weder überdreht noch langatmig wirkt. Der Plot verwirrt genau im richtigen Rahmen, die Actionszenen sind nahezu perfekt, der Film wirkt wie aus einem Guss. Ethan Hunts Charakter erfährt hier mit einigen kleinen Szenen, sei es zu Beginn oder in Paris, im Umgang mit einer Streifenpolizisten oder im Zusammentreffen mit seiner großen Liebe in Kashmir die letzte Definition, welche die Handlung diktiert. Rebecca Ferguson legt Ilsa Faust so an, dass man Hunts Vertrauen in sie versteht, obwohl man selbst Zweifel an ihr hat.

Obwohl Fallout der bisher beste Teil der Reihe ist, hat er ein paar kleine Schwächen. Zum einen ist da das plötzliche Verschwinden Jeremy Renners, dessen Figur Agent Brandt ohne jegliche Erklärung weder im Film auftaucht noch erwähnt wird. Zum anderen ist da der Showdown. In den ersten zwei Dritteln des Films ist die Action temporeich, spektakulär, aber auch ansatzweise realistisch. Vor allem die Nahkampfszenen, die hier überproportional vorkommen sind exzellent. Dagegen wirkt die letzte Episode wie ein einziger Gigantismus rund um Hunt und Walker. Jedes mal hab ich gedacht, jetzt muss es doch mal gut sein, aber jedes mal wurde die auf der Hand liegende Auflösung vertagt, was irgendwann nicht mehr spannend wirkte.

Fazit

Für das Ende gibt es auch geringe Abzüge in einem ansonsten vorzüglichen Actionthriller mit einem eingespieltem Ensemble, welches von einem sehr gut aufgelegten Christopher McQuarrie angeleitet wird. Somit ist Fallout der beste Film rund um Ethan Hunt und einer der besten Actionfilme der letzten Jahre. 9/10

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