Innerhalb dieser Rubrik werden selten Balladen gewürdigt, auch weil diese oft nach simplen Schemen komponiert werden, doch Jim Steinman, Schaffer des sogenannten Wagnerian Rock, bietet mit Meat Loaf eine regelrechte Tour de Force auf.

1993 war die Welt im Fieber von Grunge und elektronischer Tanzmusik, doch diese Bombastballade konnte in achtundzwanzig Ländern die Spitzenposition der Charts einnehmen. Für Meat Loaf übrigens der einzige Nummer 1 Hit seiner Karriere.

Warum dieses Lied schräg ist? Es beginnt mit einem Gitarrenintro, welches nach einem anfahrenden Motorrad klingt. Dieser Beginn wurde zwar für die gekürzte Single-Version herausgeschnitten, stellt in der über zwölfminütigen Originalversion jedoch ein außergewöhnliches Intro dar. Der Song hält sich kaum ans Strophe-Refrain Schema, ändert andauernd Tempo und Instrumentisierung und wird mittendrin zu einem Duett. Lange war unbekannt, wer hinter der weiblichen Stimme steckt, die bis dato völlig unbekannte Studiosängerin Lorraine Crosby lieh den Song in der Studioversion ihre Stimme, auf Livekonzerten übernimmt die US-amerikanerin Patti Russo.

Ein Mysterium stellte für viele Hörer auch das „that“ am Ende jeder Strophe und im Titel dar. Dieses bezieht sich auf die letzte zuvor genannte Tatsache, die das lyrische Ich nicht für die Liebe geben würde, im Gegensatz zu allen anderen Bekundungen zuvor. Jetzt wo das gelöst worden ist, kann man sich jetzt den fünfundzwanzig Jahre alten Evergreen anhören…

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