Bei meinem letzten Vorstellungsgespräch meinte meine zukünftige Chefin zu mir, dass ich ja viele Schulwechsel hatte und fragte wie das für mich wäre?

Ich war über diese persönliche Frage leicht überrascht, war aber froh, dass sie den Lebenslauf durchgelesen hatte. Ich antwortete, dass man sich daran mit der Zeit gewöhnt, aber man gewisse Dinge mehr Wertschätzung gibt. Mein bisheriges Leben ist sicher eine autobiographische Aufarbeitung Wert, einige Kapitel umfasst Rösrath.

Rösrath ist eine Kleinstadt an der Ostgrenze von Köln, welche vor allem für ihr Möbelzentrum bekannt ist. Wie ich dahin kam? Ich musste ins Kinderheim, beziehungsweise hab das für mich gewählt, da es besser ist, als bei meiner Mutter zu leben.

Die Geschichte warum sich die Dinge so entwickelten, sind für den heutigen Artikel irrelevant, von daher erzähle ich wie sich das ganze für mich anfühlte. Die ersten Wochen waren hart, allein in einer fremden Umgebung, mit verhaltensauffälligen und teilweise aggressiven Jugendlichen. Mein 13-Jähriges Ich behauptete sich zunächst mehr schlecht als Recht. In der Schule waren die Probleme für mich nicht geringer, für ein Kind, dass zwei Jahre nicht in der Schule war und dann dabei war sich gegen ältere zu behaupten, waren fünftklässtler eine neue Herausforderung.

Eine die ich glaube ich vollkommen nicht erfüllt habe, der Wechsel zwischen den Verhaltensweisen gelang nicht und ich bugsierte mich schnell ins Abseits. Während ich mich auch durch den Wechsel der Mitbewohner, einige zogen aus, neue zogen ein, mehr und mehr behauptete und sogar zum Gruppensprecher, in einer ehrlich gesagt dämlichen Wahl, in der die meisten Filmcharaktere oder verstorbene auf ihren Stimmzettel schrieben, wurde ich gewählt. Währenddessen versuchte ich mit meiner Klasse warmzuwerden, was schleppend voran ging. Die Klassenfahrt, bei der ich nicht einmal weiß wohin sie genau ging, wurde da zu einer Hilfe. Ich kann mich noch an Baseball und Kistenstapeln erinnern, ebenso wie ich eine lange Nacht mit kurzem Schlaf in Erinnerung behielt.

Ich machte kleine Schritte, jedoch hoffte ich eigentlich die ganze Zeit schnell aus dem Heim herauszukommen, was mein abweisendes Verhalten unter anderem begründete. Aus den erhofften sechs Monaten wurden zwei Jahre. Und da dieser Text sonst zu lang wird, mache ich hier einen Cut. Aber keine Sorge, da kommt noch was aus der Zeit.

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Ein Kommentar zu „Meine Zeit in Rösrath – Die erste Zeit

  1. Kleine Schritte sind immer gut ^^
    Dazu kann ich erzählen, dass ich demnächst nicht mit dem Master anfange, sondern meine Bachelor Arbeit erst im Januar abgegeben werden muss und ich mir diese Zeit auch nehme. Ich dachte, ich könnte schneller sein und schon im WS mit dem Master anfangen, aber das wird nichts mit dem schneller sein. Jeder hat mir allerdings versichert, dass es keinen interessiert, ob ich 6 oder 7 Semester brauche – der Bachelor ist Bachelor, hauptsache fertig ^^
    Aber so viel zum Thema, bei anderen läuft alles perfekt. Wäre ich perfekt, hätte ich in 6 Semestern durchstudiert, aber ich bin nicht perfekt und die Regelstudienzeit ist Blödsinn, wer soll denn die mündliche Prüfung und die BA-Arbeit und das Nebenfach in einem Semester schaffen?! 😂

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