1974 war der Eurovision Song Contest im Vergleich zu heute eine kleine Veranstaltung. Vor der Liveshow galt das bekannte niederländische Duo Mouth & McNeal der Topfavorit. Bei den Proben hievten sich jedoch vier Schweden in diese Rolle: Abba. Nach außen hin überraschend gewannen sie mit den fetzigen Titel „Waterloo“ den Grand Prix.

So fetzig der Titel auch war, zeitgemäß war er, im Gegensatz zur niederländischen Countryballade, eigentlich nicht. So gewann ein Rock n Roll Titel fünfzehnjahre zu spät. Abba überzeugten mit einer Mischung aus euphorischen Auftritt, auffälligen Kostümen, einen Retrosound, und einem starkem Songaufbau. Wie in vielen Abbasongs ist eine Hauptmelodie früh erkennbar, die zum Refrain hinarbeitet. Diese Riff-/Refrainfokussierung kann man getrost als schwedische Schule bezeichnen, haben so unter anderem auch Roxette, Ace of Base, Mandy Diao und Songschreiber Max Martin Erfolge erzielt. Abba galt nach dem Misserfolg der Schlagernummer Honey Honey und fehlenden Erfolg im wichtigen britischen Markt als „One-Hit-Wonder“ bevor sie mit der neuartigen Ballade „SOS“ ihren Erfolg wiederholen und eine jahrelange Hitserie starteten.

Es begann mit einer altmodischen Rock’n’Rollnummer und endete mit riesigen Erfolg, als eine der innovativsten und größten Bands aller Zeiten. Es begann beim Grand Prix 1974…

Ein Kommentar zu „ESC Perlen (23) – Schweden 1974 Abba „Waterloo“

  1. Sehr schön, dass ABBA zu ihrer Ehre kommen 😇

    Waterloo ist ohne Frage ein Klassiker der ESC-Geschichte und auch im neuen Mamma Mia hervorragend gelungen:

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