Es gab mal eine Zeit, da waren die Dancecharts in Deutschland keine Abwandlung der tanzbaren Nummern aus den Singlecharts. Es gab Songs, die sich in den vordersten Bereichen der Dancecharts platzieren konnten ohne groß in den Singlecharts vertreten zu sein. Zum Auftakt der deutschen Woche hab ich so einen Fall herausgesucht.

2009 war deutschsprachige Housemusik sehr selten, doch der Leipziger DJ Ronny Rockstroh, der vorher als Remixer auffiel, leistete einen ersten Beitrag für deutschsprachige Clubmusik. Der Song „Licht“ stürmte die Dancecharts, war zwischenzeitlich sogar vor dem Guetta-Song „When love takes over“ auf Platz Eins und war dementsprechend in den Discos beliebt. So kam es, dass mein Vater dieses Lied in einer hörte und daraufhin mangels Alternativen die CD aufwendig bestellte. Die CD hatte übrigens sechs Versionen unter anderem auch einen Mix von Michael Mind. Während ich vorm ersten hören skeptisch war, da deutschsprachige Housemusik für mich unmöglich erschien, hat mich der Song beim ersten Hören gepackt.

Der Song baut sich Housetypisch auf, indem er nach und nach ein Loop nach den anderen einführt. Zunächst der drückende Bass, dann der dezente Synthieloop, einige Klangspielereien und dann der Gesang. Textlich geht es auf jeden Fall in Liebe, ob es um den sexuellen Akt geht, bleibt der Interpretation des Hörers überlassen, hier mal die Hauptzeilen des Refrains:

Ich hab das Licht gesehen, es war so wunderschön. Ich will noch mehr davon, von dieser Explosion.

Folglich war ich von dem Song fasziniert und höre ihn bis heute gerne sowie die direkten Nachfolger, während Rockstrohs aktuelle Songs mir zu sehr nach Deep House klingen.

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