Inhalt

Jackson Maine (Bradley Cooper) ist als Countrymusiker auf den absteigenden Ast, bis er zufällig in einer Bar Ally (Lady GaGa) trifft. Die beiden werden ein paar, sie wird zum Star, er rafft sich auf, aber seine Drogen-/Alkoholsucht richten ihn langsam zugrunde…

Kritik

Bis zum Ende des Films dachte ich, dass der Film sich durch sein Ende Abzüge einhandeln wird. Nicht nur, weil viele Rezensentin dies kritisiert haben, sondern, weil ich das Gefühl hatte, etwas stereotypisches zu sehen. Doch das Ende ist die größte Stärke von A Star is Born. Der Film ist sicher ein Musikfilm, auch ein Liebesfilm und in gewisser Weise ein Melodram. Er schafft es nicht immer, dass diese Genres perfekt harmonieren. Manchmal sind Szenen dabei, die den Rhythmus des Films brechen, manchmal ist der Handlungssprung zu sprunghaft. Das sind alles Fehler, die der Film macht, so spielt das erste Drittel an allein zwei Tagen, während es danach teilweise Sprünge um Wochen oder Monate gibt.

Ich hab immer geschwankt, ob der Film sich zu wenig oder zu viel Zeit nimmt, aber er hat mich unterhalten. Ich mochte besonders die Szenen mit Sam Elliot als Maines Bruder sowie die vor Festivalpublikum aufgenommenen Live-Auftritte. Bradley Cooper meistert das Regiedebüt trotz der angesprochenen Drehbuchschwächen überraschend stark. Manch einer möchte zurufen, dass er seinen Charakter zu wichtig nimmt, doch auch wenn der Film „A Star is Born“ und nicht „A Star is Fallen“ heißt, ist Jackson der Protagonist dieses Films. In meinem Augen gibt Cooper eine Oscarreife Performance. Sein Jackson ist gebrochen, glaubt daran, dass die große Liebe ihn aufrichtet und fühlt die Musik. Überhaupt ist Cooper ein überraschend stärker Sänger. Im Gegensatz dazu sah ich nicht die magische Performance von Lady GaGa, sie spielt gut und harmoniert mit ihrem Leinwandpartner, aber sie fällt dennoch im Vergleich zu Cooper ab. Vor allem in der zweiten Hälfte wirkt ihr Charakter und ihre Geschichte wie eine Verfilmung des Aufstiegs ihrer selbst, wieder eine drastische Drehbuchschwäche. Ich sehe für den Film dennoch reelle Oscarchancen, so wird die Kategorie Bester Filmsong zu einhundert Prozent an „Shallow“ gehen. Auch Cooper sehe ich sowohl als Regisseur als auch als Schauspieler nominiert.

Insgesamt lässt mich der Film wegen seiner Drehbuchschwächen etwas ratlos zurück. Dementgegen steht die bisher beste Schauspielperformance Bradley Coopers, der ein beeindruckendes Regiedebüt gibt, sowie phänomenale Musikszenen. 8/10

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6 Kommentare zu „A Star is Born

  1. Ich habe ihn mir gestern auch angeschaut und fand ich ihn gar nicht schlecht. Bradley Cooper ist das Beste im Film, diesen Rockstar habe ich ihm hundertprozentig abgenommen. Im Moment sehe ich, dass er den Oscar gewinnt und glaube auch nur noch, nachdem ich den Trailer von „Vice“ gesehen habe, dass Bale ihn den wegnehmen kann. Ich weiß nicht, wie der letzte Song hieß, aber das war der beste und für den müsste sie gewinnen.

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