Nachdem ich über die Erstiwoche berichtet habe, wird es Zeit über den Beginn der Vorlesungszeit zu schreiben. Mir fiel zu Beginn auf, wie viele Studenten/-innen im Bereich Lehramt mit der Einstellung „Ich hasse Kinder“ an das Studium herantreten. Da frage ich mich, ob dann Lehramt das richtige für die ist.

Auch habe ich gedacht, dass endlich mal das prüfungsbezogene Denken aufhört, aber in Gegenteil, es geht immer nur um Prüfungen in der Studentendenke. Dazu passt die Vorlesung in Bildungswissenschaften, wo der Dozent immer wieder Einschübe, die zum Nachdenken anregen sollen, einbringt. Wenn Studenten hören, dass das nicht klausurrelevant sei, schalten sie ihren Kopf aus und versuchen gar nicht das zu hinterfragen, sondern warten bis Schema F Stoff doziert wird. Ich finde das schade und bedenklich, denn Studium sollte etwas sein, wo man bereit ist, weiter zu denken, als bis zur Klausur am Ende des Semesters. Wenn ich mich also für Lehramt einschreibe, muss ich ein grundsätzliches Interesse haben, Pädagogik zu ergründen. Man kann sich denken, wer unter den drei, Vier Nasen war, die ihren Senf zu der nicht so leichten Kost dazugaben.

Was mir auffällt, ist, dass die Seminare oft Signifikant wichtiger sind als die Vorlesungen. Vorlesung im Notfall ausfallen lassen, ist für mich kein Problem, während das Fehlen im Seminar nicht in Frage käme. Während sich das Germanistik Seminar eng an die Literaturvorlesung hält, ist das Proseminar in Geschichte thematisch eine Erweiterung, die dazu führt, dass ich meine erste Hausarbeit über irgendeinen Aspekt des Themenkomplexes Die Universität im Mittelalter schreiben werde.

Da ich dir Angewohnheit habe, Dinge oft auf dem letzten Drücker zu erledigen, fällt mir die Umstellung auf das System Uni teilweise schwer. Nicht, dass ich nichts tun würde, aber ich bin selten motiviert was zu machen, wenn ich Abends nach Hause komme. Meistens habe ich zwar schon Dinge im Unikontext in Pausen erledigt, aber mein Bafög Antrag ist zum Beispiel immer noch nicht ganz fertig oder ich spüre, dass der Blog zu kurz kommt oder, dass ich weniger anstrengende Dinge brauche, sodass meine To-Do Liste eigentlich immer länger wird und dieser Artikel wahrscheinlich weniger ausführlich ist, als in meiner Idee. Dennoch werde ich auch weiter über mein Studium berichten…

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Ein Kommentar zu „Mein Studienbeginn

  1. Ich liebe dich für deine Einstellung zum Studium als „fürs Leben lernen“ 😀 Aber es stimmt, die meisten Studierenden denken von einer Prüfung zur nächsten (ich ja durchaus auch manchmal) und die meisten Lehrämtler möchte ich als Hauptfächler regelmäßig für ihre komischen Referate an die Wand nageln – welcome to my reality 😀 Was ich aber nie mache ist, weghören bei den „zusätzlichen“ Dingen, das interessiert mich auch immer brennend, ist ja schließlich mein Fach 😉
    Und mach dir keine Sorgen über die To-Do-Liste, einfach eines nach dem anderen nach Wichtigkeit abhaken. Und alles auf einen Zettel oder ins Smartphone schreiben (nach meinem letzten digitalen Absturz bevorzuge ich nun Zettel oder mindestens zwei Sicherungskopien), dann vergisst man nichts, wenn viel ansteht 😉

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