Bis vor einigen Jahren war das ein vergessener Klassiker. Zumindest war das in Deutschland so, jedoch haben zwei Fernsehserien den Song zu neuen, verdienten Ruhm geführt. Zum einen die Untermalung des Serienendes der preisgekrönten HBO-Serie „Die Sopranos“, zum anderen die Nutzung in der Musicalserie „Glee“. Dadurch lernte ich mit zwölf Jahren den Journeyklassiker kennen. Auch wenn so ziemlich jeder Journeysong einmal zur Anwendung kam, nur der Aufhängersong traf mich sofort in der Version des Glee Clubs.

Der Song wurde in der Auftaktfolge das erste mal performt und spielt zum Abschluss der ersten Staffel eine wichtige Rolle. Die Hoffnung, die der Song verbreitet, wurde sehr schön übernommen, auch wenn sich die Glee-Version sich instrumental deutlich von jener Journeys unterscheidet. Journey war bis zum Eintritt Steve Perrys eine hoch komplexe aber ziemlich erfolglose Progressive Rock Band. Unter Führung des neuen Frontmanns wandelten sie sich zu typischen Stadionrockern. Eine Entwicklung, die die Band zwar fast zerreißt, aber Früchte trägt. Songs wie „Faithfully“, „Open Arms“ und „Seperate Ways“ werden zu Hits, doch die stehen alle im Schatten von „Don’t stop believin“.

Dieser Song ist größer als seine Schaffer und mehr als ein Rocksong. „Don’t stop believin“ ist eine Motivationshymne im großen wie im kleinen. Ein Song der, wenn an sich darauf einlässt, Hoffnung und Zuversicht gibt. Das liegt natürlich am Text und am Titel, jedoch auch am Instrumental. Der Song baut sich über eine Keyboardschleife langsam auf, bis die Gitarre und das Schlagzeug einsteigen. Danach ist der Song gerade zu an der Grenze zu rockig zu werden, schafft es jedoch, dass sich das treibende Instrumental der Botschaft unterordnet.

Deswegen ist „Don’t stop believin“ der meist gedownloadete Song, der vor 2000 erschien und deswegen wird der Song gerne in Fernsehserien genutzt. Ein in Europa, wo Journey bei weitem nicht so erfolgreich, wie in den USA waren, fast vergessener Song kommt so zu seiner gerechten Renaissance.

3 Kommentare zu „Beeinflusst (42) – Journey „Don’t stop believin“

  1. Entschuldige, ein letztes Mal „belästige“ ich dich noch… aber über Journey liest man so wenig. Eine meiner absoluten Favoriten auch Arnel Pineda. After all this years, falls du es nicht schon kennst, wird dein Leben verändern. Du hast einen wirklich sehr guten Musikgeschmack!!!! Extrem vielseitig was ich so gesehen habe und lässt bei deinen Beiträgen kaum einen Spitzensong aus. So was hör ich jetzt??? Journey, Queen oder doch Boss (Jersey Girl) Mach weiter so…
    Lg Markus

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