Es ist inzwischen Tradition dieses Blogs am Ende des Jahres die besten Songs des Jahres zu küren. 2016 war Fleur Easts „Sax“ meine Nummer Eins, während 2017 sich Harry Styles mit „Sign of the Times“ den Spitzenplatz sicherte. 2018 war für mich ein schwieriges Musikjahr, umso erstaunter war ich bei der Recherche, wie viele Titel in Betracht für eine Platzierung kommen. Die Songdichte ist dennoch gering, was sich in der Genrevielfalt der Liste zeigt. Richtig gute Songs gab es eher wenige und diese Bestenliste gerät zum totalen Triumph der elektronischen Tanzmusik, auch wenn vereinzelt Lichtblicke aus anderen Genres auftauchen. Daneben ist der Eurovision Song Contest, der einen hervorragenden Jahrgang hervorgebracht hat, sehr präsent.

Dieses Jahr möchte ich vorher noch meine Flop Five nennen. Fünf Songs, die mich dieses Jahr genervt haben. Wer sich wundert, dass kein Deutschrap auftaucht, dem sei gesagt, dass man diese Songs obwohl an der Spitze der Charts einfach umgehen kann.

5: Marshmello feat. Bastille – Happier

„Wolves“ war als Song ja in Ordnung, „Friends“ trotz Nervstimme Anne-Marie auch irgendwie akzeptabel, aber dieser Song ist Rotz. Keinerlei Rhythmus oder Fluss zu erkennen, warum sich eine ehemals solide Popband dafür hergibt, ist mir schleierhaft.

4: Alexander Rybak – That’s how to write a Song

Warum macht man einen Song übers Songschreiben? Und warum ist der dann nicht mehr als ein ewigleierndes Riff? Und warum schickt Norwegen das zum ESC? Zum Glück ist der Song in Finale weit hinten platziert gewesen.

3: Zedd feat. Maren Morris & Grey – The Middle

Dieser Trapmist geht mir ja schon lange auf den Nerv, aber wenn ein Song so schrecklich zerstückelt ist wie dieser, ist es noch grausamer. Dazu dieser selten dämliche Text.

2: Maroon 5 feat. Cardi B – Girls like you

Die Botschaft des Songs ist gut und aus dem Riff hätte man etwas machen können. Umso ärgerlicher, dass dieser Song so schlecht ist. Der Song ist schlicht langweilig und dann noch nervig. Selbst der Rappart ist in diese Soße eingesülzt. Maroon 5 kann es doch besser und Cardi B taucht auch in einem richtig guten Song gleich auf.

1: Namika feat. Black M – Je ne parle pas Francais

Den ganzen Sommer dudelte dieser Song durchs Radio. Ich dachte, Lieblingsmensch hätte mich genervt, aber dieser Song ist deutlich schlimmer. So stark auf gefallen getrimmt, dass es wehtut.

Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, da ich nur Songs einordnen kann, die ich auch gehört habe. Daneben sind einige Songs dabei die Ende 2017 veröffentlicht wurden und daher in der letztjährigen Liste nicht aufgetaucht sind oder erst dieses Jahr präsent worden. Einige Interpreten sind doppelt vertreten (Lost Frequencies, Shawn Mendes, Mikolas Josef, Calvin Harris, Demi Lovato) Rita Ora ist sogar dreimal dabei.

Platz 50: Calvin Harris feat. Dua Lipa – One Kiss

One Kiss ist ein durchschnittlicher Popsong. In den Achtzigern wäre es eine B-Seite gewesen, 2018 war es einer der besten Chartsongs im Frühling…

Platz 49: Clean Bandit feat. Demi Lovato – Solo

Ich könnte meine Worte von Platz 50 wiederholen. Clean Bandit lassen ähnlich wie Calvin Harris immer mehr nach, aber in einem eher schwachen Musikjahr reicht das immer noch, um in diese Liste zu rutschen.

Platz 48: Zibbz – Stones

Das erste mal ESC für dieses Jahr. Den Song hätte ich mir von den Imagine Dragons oder Welshly Arms gewünscht, dann aber mit besseren Mastering.

Platz 47: Shawn Mendes – In my blood

Mr. Mendes ist einer der vielversprechenden Musiker. Diese Popballade ist zwar etwas langweilig, aber solide.

Platz 46: Ten Tonnes – G.I.V.E.

Ja, es gibt noch nette Popnummern ohne Synthie oder EDM light Anflug. Der Refrain ist catchy.

Platz 45: Welshly Arms – Sanctuary

Wenn man seinen ersten Hit einfach neu aufnimmt und dabei das Mastering weniger rockig gestaltet, dann macht man einen Durchschnittssong, wie hier Welshly Arms.

Platz 44: Sanja Ilic & Balkanika – Nova Deca

Nochmal was vom ESC: Diesmal was von Flötenopi Sanja Ilic. Nova deca mischt Balkanethno mit modernen Klangelementen.

Platz 43: Jax Jones feat. Ina Wrolsden – Breathe

Irgendwie hört man sich an diesen Song satt. Er ist nicht schlecht, aber das Feuer, der vorherigen Jax Jones Nummern fehlt.

Platz 42: Lost Frequencies feat. Zonderling – Crazy

Der Auftakt sowie die erste Strophe sind außergewöhnlich. Der Übergang von Strophe und Refrain gelingt organisch. Ein solider Song.

Platz 41: Rudimental feat. Jess Glynne & Macklemore – These Days

Das Problem mit diesem Song ist, dass er schlechter ist, als die Interpretennamen zunächst vermuten lassen. Der Songs trabt so ein wenig vor sich her, aber zum nebenbei hören ist der Song ideal.

Platz 40: Marshmello & Selena Gomez – Wolves

Irgendwie ist das ein solider Popsong, einen den es vor zehn oder fünf Jahren nicht gegeben hätte, aber keiner der nervt. Stattdessen schafft er einen überaus organischen Übergang von Strophe zu Refrain. Der beste Marshmellosong.

Platz 39: Mikolas Josef – Me Gusta

Der tsechische ESC-Vertreter hat einen zweiten starken Song gebracht. Genauso wie bei Lie to me eine rhythmusfokussierung, aber die Boom ist deutlich schwächer.

Platz 38: Jessica Mauboy – We got Love

Und nochmal ESC, dass dieser Song auch 2001 hätte erscheinen können, spricht nicht gegen ihn. Gute zeitlose Popsongs gibt es heute nicht mehr so viele. Das wäre mal eine typische Kylie Minogue Nummer gewesen.

Platz 37: Martin Garrix & David Guetta feat. Jamie Scott & Romy Dya – So Far Away

Normalerweise hasse ich diese Art von Musik, aber dieser Trapsong von Martin Garrix gefällt mir irgendwie. „So far away“ hat irgendwie eine eigenwillige Melancholie. Da passt sogar das Trapgetöne herein, dazu passen auch die beiden Stimmen zusammen.

Platz 36: Alle Farben & Younotus & Kelvin Jones – Only Thing we know

Immer wenn Alle Farben und Younotus zusammenarbeiten gefällt mir das Produkt. Bei diesem radiotauglichen Dancepopsong, war das auch hilfreich, da kaum ein Arbeitstag verging, an dem der Song nicht gespielt wurde.

Platz 35: The Chainsmokers feat. Emily Warren – Side Effects

Ich hätte nie gedacht, dass dieses Duo einmal in einer Topliste von mir auftaucht, aber nicht nur im Vergleich zu ihren fast schon folternden Hits der letzten Jahre ist dieser Song ein richtig guter Song. Der treibende Bass, die Melodieakzentuierungen, der druckvolle Gesang. Das weicht nicht nur von ihrem Müllstil ab, es passt zusammen. Logischerweise war die Single ein Flop.

Platz 34: Calvin Harris feat. Sam Smith – Promises

Calvin Harris könnte wie David Guetta inzwischen Furzsounds aufnehmen, sie würden sich in den Charts weit oben platzieren. Auch wenn „No Promises“ dank Sam Smith ein guter Song ist, fehlt das letzte Quäntchen, wie bei den meisten seiner Hits seit seiner musikalischen Hochzeit.

Platz 33: Liam Payne & Rita Ora – For You

Der dritte Fifty Shades Teil soll der beste sein. Der Filmsong ist auf jeden Fall der beste. Rita Ora und Liam Payne harmonieren in dieser Popnummer perfekt. Die Instrumentisierung ist ebenso gelungen, sodass der Song angenehm hörbar ist.

Platz 32: James Arthur – Naked

Balladen waren 2018 ran gesät, zumindest war so mein Eindruck. Vielleicht konnte ich deshalb mit dieser Nummer mehr anfangen, als mit seinem Smashhit „Impossible“. Kompositorisch ähneln sie sich ebenso wie im Aufbau.

Platz 31: Waylon – Outlaw in em

Waylon konnte seinen Erfolg von 2014 beim ESC nicht wiederholen. Während er daraufhin polterte, der ESC drehe sich nur um Show und nicht um gute Songs, hat er ebendiesen durch eine wirre Bühnenshow zerstört. Der Countryrocksong hat neben einem coolen Auftakt einen starken Refrain.

Platz 30: Axwell ^ Ingrosso – Dancing Alone

Letztes Jahr habe ich die beiden für den glattgebügelten Trap „More than you know“ verschmäht. Jetzt hauen sie einen Housesong raus und sofort sind sie wieder in meiner Liste.

Platz 29: Oliver Heldens & Sidney Samson – Riverside 2099

Ich erwähnte, dass dieses Jahr den Triumph elektronischer Tanzmusik markiert. Riverside 2099 steht symbolisch dafür. Der Song besteht aus nur zwei Worten, sowie einem eingängigen Synthie und ordentlich Bass. Es reicht um hier aufzutauchen, eine der Clubhymnen des Jahres.

Platz 28: El Professor – Bella Ciao (Hugel Remix)

Ein über hundert Jahre altes Lied wird aufbereitet. Einer der letzten Nummer 1 Hits in Deutschland, der nicht dem Deutschrap zuzuordnen ist. Bella Ciao besticht durch einen refrainzentrierten Aufbau, sowie durch seine Eingängigkeit.

Platz 27: The Night Game – Bad Girls don´t cry

Einer der wenigen Popsongs der diesjährigen Liste. The Night Game klinge hier ein wenig funkiger und haben einen guten Mitsingrefrain, während ihre anderen Nummern etwas langweilig sind.

Platz 26: Sigrid – Strangers

Vodafonewerbesongs haben meistens eine ziemlich gute Qualität. In die Reihe der Vodafone One-Hit Wonder steht jetzt auch die norwegische Sängerin Sigrid. Der Song nimmt Anleihen bei 80er Synth-Pop Bands, transportiert den Sound aber ins hier und jetzt. Da ist auch der leicht banale Text zu verschmerzen.

Platz 25: Luis Fonsi feat. Demi Lovato – Echeme la Culpa

Letztes Jahr tauchte der Superhit „Despacito“ nicht in meiner Top 50 auf, im Gegensatz zu seinem Nachfolger. Erstens liegt das an der schwächeren Qualität der diesjährigen Liste und zweitens ist „Echeme La Culpa“ der bessere Song. Das liegt auch an Demi Lovatos Gesang sowie an dem stärkeren Instrumental.

Platz 24: Rita Ora – Anywhere

Dieser Song ist zwar Ende 2017 erschienen, aber da war die letztjährige Topliste schon erschienen, sodass Anywhere dieses Jahr einen Platz belegt. Der Song hat nicht nur einen guten Aufbau und starke Strophen sondern auch einen guten Refrain, der durch ein paar Effekte garniert wird.

Platz 23: Madame Monsieur – Mercy

Wiedermal grüßt der sehr starke Eurovision Song Contest von 2018. Diesmal dürfen die Franzosen ran mit ihrem Lied über ein auf einem Flüchtlingsschiff geborenem Kind. Behutsam baut sich der Song auf, bis der Refrain den Höhepunkt markiert. Der im Hintergrund agierende Synthesizer gefällt mir genauso wie das repetitive „Mercy“ gegen Ende des Songs.

Platz 22: Portugal. The Man – Feel it Still

Aus dem Nichts schuff diese Fusionband einen der Tophits des Jahres. Zuvor eher ein Geheimtipp, wandelten Portugal. The Man ihren Sound der kommerziellen Kraft hin. Bei „Feel it still“ funktioniert dies hervorragend, da dieser Song sowohl als Ohrwurm als auch als Retrosong funktioniert. Schon die zweite Single des neuen Albums war aber nicht mehr richtig gut.

Platz 21: Loud Luxury feat. Brando – Body

Dieser Song enterte im August die Charts und war einer der wenigen komerziell sehr erfolgreichen Lieder des Jahres, die mir gefallen haben. Natürlich muss man elektronische Tanzmusik mögen, um diesen Song des kanadischen Produzentenduos gut zu finden, aber der Song besticht durch einen Ohrwurmrefrain, einem originellen Aufbau und einem konstanten tanzbaren Rhythmus.

Platz 20: Lost Frequencies feat. James Blunt – Melody

Zum zweiten mal ist der belgische DJ Lost Frequencies auf dieser Liste enthalten. Im Gegensatz zu ihm wäre James Blunt ein Stammgast, würde es diese Liste für vorherige Jahre schon geben. Blunts Gesang ist das i-tüpfelchen auf dem bislang besten Song von Lost Frequencies. Der Song hat einen atmosphörischen Synthie, sowie einige coole Klangeffekte.

Platz 19: Bradley Cooper & Lady GaGa – Shallow

Der einzige Filmsong in dieser Liste stammt natürlich aus dem Film A Star Is Born, welcher als einer der diesjährigen Oscarfavoriten gilt. Shallow ist dabei der Song, den die Protagonisten gemeinsam verfassen und dann auch Interpretieren. Der Song hat das gewisse etwas, eine Tiefe, eine Verletzlichkeit sowie einen sehr starken Bradley Cooper als Sänger.

Platz 18: Michael Schulte – You let me walk alone

Der drittbeste Song aus dem Eurovision Song Contest im diesjährigem Songranking. Eine intime Ballade über den Verlust des Vaters. Dazu singt Schulte verletzlich bis hin zum leicht hymnischen Refrain. Dazu war die Lichtshow im Hintergrund beim Finalauftritt wunderschön.

Platz 17: Tom Walker – Leave a light on

Im Gegensatz zum norwegischen DJ Alan Walker hat es der britische Sänger Tom Walker in dieses Ranking geschafft. Mit seiner Powerballade „Leave a light on“, die für mich wie die zurückgenommene Version von Awolnations Sail klingt, hat er auch in Deutschland einen Top 10 Hit gelandet. Hervortretend sind das gewaltige Schlagzeug sowie die raue Stimme Walkers.

Platz 16: Sigala feat. Paloma Faith – Lullaby

Früher setzten Sigala, ein britisches DJ Duo, auf gepitschte Kinderstimmen für ihre Tropicalhousesongs. Für Lullaby hat man mit Paloma Faith ein stimmliches Schwergewicht verpflichtet. Ihr Volumen sowie ihre Bandbreite verhelfen Lullaby dazu ein richtig guter Song zu sein. Daneben sind die sommerlichen Synthies sowie der Instrumentalbreak ebenso stark.

Platz 15: Shawn Mendes – Nervous

Shawn Mendes ist ein talentierter Burche, der, wenn er sich nicht in Skandale verwickeln lässt, eine richtig großer des Musikbuisness werden kann. Sein bester Song dieses Jahr hat einen hervorstechenden Bass, wodurch „Nervous“ rhythmusbasiert daher kommt. Garniert mit ein paar Claps, einem lässigen Refrain sowie einer teilweise erzählenden Singstimme, ist der Song ein Gute Laune Garant.

Platz 14: Rita Ora feat. Bebe Rexha, Charli XCX & Cardi B – Girls

Der Song sei sexistisch und diffamierend, sagten Kritiker und radikale LGBTQ Verbände. Dabei wird hier nur der Gedankengang einer jungen Frau geschildert, die sich mit ihrer Bisexualität konfrontiert sieht. Vor allem der Rhythmus sowie der Refrain sind stark, sodass selbst Bebe Rexhas Stimme mich hier nicht nervt.

Platz 13: Eminem feat. Ed Sheeran – River

Rapgod trifft auf den stoffeligen Rotschopf mit der Gitarre. Das klingt schon nach einem der besten Songs des Jahres, auch wenn sicherlich ein bisschen mehr noch möglich gewesen wäre, ist der Song brillant. River ist hochemotional und schafft die Balance zwischen den vor Wut trotzenden Rappassagen sowie Sheerans verletzlich gesungenem Refrain.

Platz 12: Purple Disco Machine – Body Funk

Allein der Anfang, welcher Sylvesters Postdiscoknüller „Do Ya Wanna Funk“ zitiert, ist genial. Langsam baut sich dieser Housesong auf, wobei er mit Melodie und Akzentuierungen beginnt und dann erst den Bass reinhaut. Daruf folgt ein eingängiges „One-Two-One-Two-Three Four“ und die sich wiederholenden weiteren Textzeilen. Dazwischen ein reines instrumental sowie ein abruptes Ende. Der Song ist einfach klasse.

Platz 11: Drake – God´s Plan

Im Laufe des Jahres herrschte große Aufregung um die übertriebene Werbung Spotifys für Drakes neues Album. Der beste Song daraus war da längst veröffentlicht: „God´s Plan“. Drake nimmt hier alle Zutaten seiner erfolgreichsten Songs zusammen. Obwohl nicht viel passiert ist der Song unglaublich atmosphärisch.

Platz 10: James Hype feat. Kelli-Leigh – More than Friends

Das mit Abstand kürzeste Lied hier (2:28) besticht durch seinen ungewöhnlichen Anfang sowie durch den starken Gesang von Kelli-Leigh. Wenn der Song eine Schwäche hat, dann dass der Refrain nicht besonders gelungen ist, vor allem im Vergleich zum Rest des Songs. Allerdings ist der Song um Längen besser als das Original aus den Neunzigern.

Platz 9: Alex Christensen & The Berlin Orchestra feat. Anastacia & SKI – Mr.Vain

Alex Christensen hat wieder ein Album mit dem Berliner Orchester aufgenommen. Auch dieses Jahr coverte er Danceklassiker in einem neuen Gewand. Mr. Vain ist vor allem deshlab so stark, weil Christensen hier nah am Original bleibt, die Synthies allerdings durch ein wuchtiges Orchester ersetzt. Dazu noch die phänomenalen Vocals von Anastacia. Da kann man den eher mittelmäßigen Rapper verschemerzen.

Platz 8: Benjamin Ingrosso – Dance you off

Auch wenn die Zuschauer Benjamin Ingrosso für seine Performance im ESC-Finale abgestraft haben, bleibe ich dabei, dass „Dance You Off“ einer der besten ESC Songs des Jahres war. Der Song verbindet Loungefaktor mit Retrochicsynthies sowie einem Justin Bieber ähnlichen Gesang. Daneben ist der Refrain ein wahrhafter Ohrwurm. Wenn ich mich unbeobachtet fühle mache ich auch die Moves von Ingrosso, wenn ich die Nummer mal wieder auf voller Lautstärke höre.

Platz 7: Dynoro & Gigi DÁgostino – In my Mind

Man kann jetzt dazu stehen, wie man will, aber eigentlich muss Gigi DˋAgostino nicht als Interpret genannt werden. Der italienische Kult DJ hat mit „In my Mind“ eigentlich nichts zu tun, würde der litaueische DJ Dynoro nicht ein Sample nutzen, welches auch nach mehrmaligem Hören erkennbar ist. Sei es drum, so ist Gigi jetzt Interpret des meistgestreamten Songs des Jahres in Deutschland. Zwar kommt „In my Mind“ nicht an die drei, vier besten Songs des Italieners heran, aber die Diskografie in den Schmutz ziehen tut dieser Clubtrack jetzt auch nicht.

Platz 6: Chris Stapleton & Justin Timberlake – Say Something

Handgemachte Musik wird eigentlich nicht seltener, es wird nur seltener, dass sie Topplätze in den Mainstreamcharts erreichen. Ein erfreuliches Gegenbeispiel war dieses Jahr dieser Song. Chris Stapleton dezent raue Stimme im Zusammenspiel mit der Wärme von Timberlakes Stimme wirkt fantastisch in diesem sparsam arrangierten Song.

Platz 5: Armin Van Buuren – Blah Blah Blah

Armin Van Buuren ist inzwischen ein Haudegen in der EDM Szene. Angefangen Mitte der Neunziger wurde er schnell zum King of Trance, zeigt jetzt aber auch, dass er Stile wie Big Room beherrscht. „Blah Blah Blah“ funktioniert dank der gepitschten Kinderstimmen, denen ein harter, hämmernder Bass entgegengesetzt wird. Obwohl die Nummer theoretisch weit vom Mainstream entfernt scheint, wurde „Blah Blah Blah“ zum erfolgreichsten Song in der Karriere des Niederländers.

Platz 4: George Ezra – Paradise

Wie sehr hat mich George Ezra mit „Budapest“ seinerzeit genervt? Die Antwort ist sehr sehr sehr stark, umso überraschter war ich, als ich zum ersten mal „Paradise“ hörte. Der Vorbote des nicht ganz so starken Albums war einer der wenigen Top Five Kandidaten dieses Jahr. Allein schon der wilde Anfang, der das komplette Gegenteil zum übergemütlichen „Budapest“ verkörpert, hat mich fasziniert. Dazu kommt nicht nur gutes Gitarrenspiel sondern auch ein bockstarker Refrain, sodass „Paradise“ nur ganz knapp am Podium vorbeischrammt.

Platz 3: Mumford & Sons – Guilding Light

Darauf haben sich auf den letzten Drücker noch Mumford & Sons geschoben. Auch wenn das neue Album der britischen Band, die dem Folk eine Chartsrenaissance brachte, fast schon zerrissen wurde, hat es mir die erste Singleauskopplung angetan. Der Song baut sich langsam auf, besticht durch sehr atmosphärische Klänge sowei den gewohnt starken Gesang von Marcus Mumford. Der erste Refrain mutet leicht hymnisch an, worauf die Instrumentaliisierung weiterhin hoch bleibt, sodass der Song am Rande der Übersteuerung und Überinstrumentaliserung schwimmt, aber genau daher seinen Reiz nimmt.

Platz 2: Mikolas Josef – Lie to Me

Viel hat nicht gefehlt und beinahe hätte zum ersten mal ein Song des Eurovision Song Contests mein Jahresranking gewonnen. Ich kann ncht einmal ausschließen, dass „Lie to Me“ bei einem ESC-Sieg auch meine Nummer Eins gewesen wäre. Der Rappopsong mit dem prägnanten Saxophonakzentuierungen besticht durch seinen Groove sowie einer fabelhaften Leistung Josefs, der diesen Song alleine ohne jegliche Melodie trägt. Daneben hat der Song gewitzte Onomatopoesien zu bieten.

Platz 1: Sofi Tukker feat. NERVO, The Knocks & Alisa Ueno – Best Friend

In Deutschland ist dieser Song durch die Applewerbung bekannt geworden. Meine beste Freundin, die dieses Jahr ein erstaunliches Händchen für Songs, die mir gefallen könnten, hatte, hat mir auch diesen Song gezeigt. Der Anfang ist eine gute Exposition, bevor der wummernde Bass dem Song seine Identität gibt. Daneben ist auch die außergewöhnliche männliche Stimme charakteristisch. Ebenso fabelhaft sind die Akzentuierungen, ich würde auf Trompeten tippen, sowie die Bridge, sodass der Refrain nicht einmal aus diesem Song heraussticht.

Was sind eure Hits des Jahres? Mit welchem Songs aus meiner Auswahl geht ihr konform? Welche Songs hättet ihr weiter hinten platziert? Kanntet ihr einige Songs gar nicht? Schreibt es in die Kommentare:-)

Ein Kommentar zu „Die besten Songs 2018

  1. „Kanntet ihr einige Songs gar nicht?“
    Hm, ich kannte gefühlte 80% der Stücke nicht, aber ich bin ja auch ein Alter Mann.
    Ich wünsche Dir und Deinen Lieben schöne und erholsame Feiertage. Lass Dich reich beschenken und übertreib es nicht mit der Völlerei. 🎄🎅🦌
    Beste Grüße
    Steffelowski und „Team“

    Gefällt 1 Person

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