Inhalt

Der Autobot B-127 wird vom Anführer des Widerstands auf die Erde geschickt, um jene vor bösen Kräften zu beschützen. Dort im Jahr 1987 angekommen muss er vor diesem und vorm Militär flüchten, findet Unterschlupf in einem VW Käfer als er von der jungen Charlie (Hailee Steinfield) gefunden wird. Es entsteht eine außergewöhnliche Freundschaft…

Kritik

Bumblebee ist ein Spin-Off des Schrottfilmfranchise Transformers, weswegen ich den Film auch eigentlich nicht ansehen wollte, jedoch hat mich der Trailer überzeugt. Bumbleebee ist auch ein ernstzunehmender Film, den einige Aspekte sehenswert machen.

Die von Michael Bay geprägten Roboterschlachten gehören nicht dazu, die sind nämlich unnötig, aber Travis Knight schafft es diese ganz gut abzufilmen und dabei einige gute innovative Bilder zu produzieren (zumindest im Endkampf). Außerdem halten diese Kämpfe sich zumindest an einen Funken Logik, auch wenn das Ergebnis vorhersehbar ist. Furchtbar ist auch, wie furchtbar dämlich das US-Militär dargestellt wird, dazu passt dass John Cena das ganze so hölzern spielt, dass es fast weh tut. Ein Dwayne Johnson, den ich für einen passablen Schauspieler halte, hätte der Rolle deutlich mehr abgewinnen können. Das Herzstück des Films ist jedoch die Verbindung von Bumblebee und seinem Besitzer Charlie. Hailee Steinfield stellt diesen melancholischen, mürrischen, um ihren Vater trauernden Teenager ausgesprochen gut dar. Sie schafft es die etwas dünne Charakterzeichnung zu kaschieren. Daneben zeigt sich das Setting als hervorragend. In den ersten Szenen in denen ihr Zimmer zu sehen war, hab ich mit Freude auf die Bandplakate (New Order, The Smiths etc.) geachtet. Ich glaube, wenn ich in den Achtzigern Teenie gewesen wäre, ich hätte viel mit ihr gemein. Die Freundschaft zu ihrem Auto wird auch von der exzellenten Darstellung des Autobots Bumbleebee getragen, hier zeigt sich Travis Knights Erfahrung als Animationsfilmregisseur überaus positiv. Selbst ich hab den irgendwie knuffigen Autobot ins Herz geschlossen.

Zu dem Film gehört auch eine leicht erzählte Liebesstory um Charlie und ihren Nachbarn sowie die Charlies Auseinandersetzung mit dem Tod ihres Vaters. Das ganze passt auch ganz gut in den Film, bei dem aber meine Lieblingsszenen sich vor allem um Charlie und Bumblebee drehen. So ist die Garagensequenz meine absolute Lieblingssequenz des Films. Dort spuckt Bumblebee unter anderem einige Kassetten aus dem gerade eingebauten Radio. Überhaupt spielt Musik eine große Rolle. So finden sich neben dem aktuell häufig genutzten „Everybody Wants To Rule The World“ von Tears for Fears Hits von Bon Jovi (endlich mal Runaway), Simple Minds (auch auf den legendären Film „The Breakfast Club“ wird mehrmals kurz Bezug genommen), A-Ha, The Smiths und vielen mehr in dem Film, die oftmals clever genutzt werden und mit die größte Stärke des Films darstellen. Daneben ist das Setting authentisch, was in einer Hollywoodproduktion nicht unbedingt selbstverständlich ist.

Fazit

Stimmige Musik, eine starke Hauptdarstellerin, ein knuffiger Autobot und eine schön inszenierte Freundschaft machen „Bumblebee“ zu einem sehenswerten Feelgoodmovie. Da kann man auch über das durchschnittliche Drehbuch und die größtenteils langweiligen CGI-Schlachten ertragen. 7/10

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