Zweiter Teil des Rubriken übergreifendem Bon Jovi Doppels mit der Geschichte, wie ein Song beim tausendsten hören mir zum ersten mal gefallen hat. „Livin´on a Prayer“ ist neben dem fast schon neuen „It´s my Life“ (auch wenn der auch schon volljährig ist) der wohl bekannteste Song der Haar Rock Fraktion um Jon Bon Jovi. Wer sich genauer mit dem Song beschäftigt, wird vor allem auf Gitarrist Richie Sambora eingehen.

Richie Sambora stieß kurz vor der Veröffentlichung von „Runaway“ zu der Formation um Jon Bon Jovi. Auf dem dritten Album „Slippery when wet“ wurde sein Gitarrenspiel noch prägender für die Band, für die er zusammen mit dem Frontmann sowie Produzent Desmond Child die Songs schrieb und produzierte. Schon im Alter von sieben Jahren begann er Instrumente zu erlernen und konnte kurz darauf schon vier Instrumente spielen. Sambora ist ein Rocker, der unter anderem betrunken bei Bon Jovis MTV-Unplugged Konzert spielte und wegen seiner Exzesse 2013 aus der Band geschmissen wurde. 1986 machte er sich das „Wah-Wah-Pedal“ zu Nutze und prägte den Beginn eines Klassikers, der bestimmt eine Millionen mal im Formatradio lief. Mit dem „Wah-Wah-Pedal“ kontrollierte Sambora eine sogenannte Talkbox, die für die charakteristischen Klänge des Intros verantwortlich sind. Einige Talkboxen können die Stimme ähnlich wie ein Vocoder oder Auto-Tune klanglich verändern. Kurzum, Talkboxen sind technische Spielereien mit einigen coolen Features. Mit einem Schlauch werden Box, Gitarre, Pedal und Mund verbunden, so ist es auch möglich das Instrument sprechen zu lassen Neben Sambora haben mit einer solchen Talkbox Stevie Wonder, Aerosmith (im Song Sweet Emotion), Daft Punk und der Rapper 2Pac (im Song California Love) experimentiert. Doch die erfolgreichsten Songs mit charakteristischen Talkboxelementen stammen von der Band aus New Jersey.

Viele dieser Informationen stammen von meinem Musiklehrer, der das Phänomen erklärt hat, nachdem jemand vorschlug einen Bon Jovi Song zu spielen. Deswegen ist er gar nicht dazu gekommen, über den Text zu philosophieren. Tommy und Gina sind die Protagonisten dieser Arbeiterhymne, beleuchtet Bon Jovi mit seinem Text das Arbeiterleben der Menschen, die die einfachen Jobs in New York machen und deswegen auswärts in New Jersey wohnen. Der Text soll ähnlich wie Journeys „Don´t stop believin“ Hoffnung geben, so wird der besonders hoch gesungene Refrain als Synonym für den Aufstieg gesehen. Dieser hoch gesungene Refrain brachte Jon Bon Jovi fast dazu den Song vom Album zu streichen, während Sambora begeistert von der Idee war und vorschlug die Talkbox einzubauen sowie einen anderen Rhythmus sowie ein verändertes Gitarrensolo zu verwenden. Glücklicherweise setzte sich Sambora durch und „Livin on a Prayer“ wurde zu einem der Songs der 80er.

Warum ich den Song nach einer Musikstunde auf einmal etwas abgewinnen konnte? Es ist einer dieser Songs, die mit jeder Lautstärkeamplitude besser werden und das zeigte mein Musiklehrer neben den Hintergrundinformationen.

Im Musikvideo sieht man unter anderem Sambora mit der Talkbox hantieren:

 

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