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Lange Zeit wurde angenommen Peter Parker sei der einzige Spider-Man, jedoch wird der Teenager Miles Morales auch von einer radioaktiven Spinne gebissen. Er trifft Parker bei einem Einsatz, bei dem Spider-Man Kingpin aufhalten muss einen von Doc Ock entwickelten Teilchenbeschleuniger anzuwenden, nach und nach tauchen weitere Spider-(Wo)Men auf…

Kritik

Sechs Wochen nach Kinostart hab ich mich doch noch in diesen Animationsfilm (der erste seit mehr als zwölf Jahren, den ich im Kino gesehen habe) begeben, da er teilweise euphorische Kritiken erhalten hat und als Favorit für den Oscar als Besten Animationsfilm gilt. Ich war vollkommen uninformiert über die Handlung, sodass einige Entwicklungen mich überrascht haben, was die Story etwas komplexer gestaltet, als ich es von Superheldenfilmen gewohnt war, was mir aber gefallen hat. So ist der Film nicht nur technisch ein Highlight.

Der Animationsstil ist außergewöhnlich, nah am Comic-Stil, der in vielen Szenen Parallelmontagen und Erzählungen wie in einem Comic-Heft einbettet. In weiten Einstellungen hatte dieser Animationsstil etwas ziemlich realistisches, ebenso fand ich die Details geglückt (auch wenn sie teilweise der Produktplatzierung dienen). Diesen Film als Animationsfilm zu produzieren, war eine goldrichtige Entscheidung, So nutzt er alle Möglichkeiten des Genres aus und schafft es großartige Bilder auf die Leinwand zu bringen. Ich war regelrecht überwältigt von einigen Szenen, die in einem Realfilm nicht umzusetzen wären. Da sich nach und nach mehrere Spider-Men versammeln, hat der Film auch weniger mit anderen „Origin Storys“ gemein, was der Spannung gut tut, da der Fokus auf den Kampf gegen die Bösewichte liegt. Diese sind in meinen Augen gelungen, so ist die Motivation von Kingpin, der nur seine Familie im Sinn hat, verständlich, wenn auch wahnsinnig. Von den weiteren Spider-Men hat mir der (im Original von Nicolas Cage gesprochene) 30erJahre Neo-Noir Spider-Man sehr gut gefallen, sodass ich mir sogar vorstellen könnte einen Solofilm von diesem zu sehen(dann aber als Realfilm). Ebenso fand ich die von Haile Steinfeld gesprochene Gwen sympathisch. Die Einführung der einzelnen Spider-Men hat mir mit den Parallelen sehr gut gefallen und haben den Film eine Ordnung gegeben.

Wären nicht die letzten 30 Minuten gefallen, hätte ich eine euphorische Rezension gegeben, doch erst schlägt die Handlung noch unnötige Hacken, die den Film nicht gut tun und dann wird der Showdown als knallbuntes Krawumm inszeniert, in dem man nichts richtig erkennen kann. Dies ist umso ärgerlicher, wenn man bedenkt, wie gut der Film bis dahin war.

Fazit

Wenn die letzten 30 Minuten nicht wären, wäre „Spider-Man: A New Universe“ ein perfekter Popcornkinofilm, der die Stärken des Animationsfilms sowie seines eigenen Comichaften Stils perfekt umsetzt. Bevor die Story eine böse Überraschung in petto hat und der Showdown als kaum definierbare Masse von Bildern über die Leinwand flimmern, kann man sich diesem Leinwandspaß kaum erwehren, selbst wenn man normalerweise kein Fan von Comicverfilmungen ist. 8/10

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