Eigentlich müsste ich eine Umfrage einfügen, woher die Leute dieses Lied kennen, ein nicht unerheblicher Teil wird How I Met Your Mother antworten. Was es damit auf sich hat und was der Fußballverein SV Werder Bremen mit dem Song verbindet, kläre ich hier auf.

The Proclaimers bestehen aus den eineiigen Zwillingen Charlie und Craig Reed, die im schottischen Leath geboren wurden. Die beiden schrägen Twins gründeten 1983 das Pop-Duo The Proclaimers. Craig übernahm das Tamborin, während Charlie Gitarre spielte. Gemeinsam sangen sie ihre Songs, wie ihren größten Hit „I´m gonna be“ 1988. Ich wage die Prognose, dass das nach Don´t You von den Simple Minds der wohl erfolgreichste Song aus Schottland in den U.S.A. ist. Der Song erreichte nämlich Platz Drei der Billboard Hot 100. Diesen Erfolg erreichte er dort jedoch erst fünf Jahre nach Veröffentlichung in der britischen Heimat, da „I´m gonna be“ für den Film Benny und Joon verwendet worden war.

Der Song war von einer Freundin, die ganz in der Nähe der beiden wohnte inspiriert. Er handelt davon für jemanden alles mögliche zu tun. Musikalisch klingt der Song ultraschräg und lässt sich am ehesten dem Folk-Rock zuordnen. Gerade dieser Umstand hat den Song zu einer Sporthymne gemacht, so wird der Song immer bei Erfolgen schottischer Nationalmannschaften gespielt, genauso hat der schottische Dartspieler Robert Thornton den Song zu seiner Einlaufhymne gewählt. Auch in Bremen wird der Song als Torjingle bei Heimspielen des SV Werder benutzt, wozu sich der nahezu textbefreite Refrain (Tadada…) ja auch eignet.

Daneben hat der Song in der Sitcom How I Met Your Mother eine große Bedeutung, da Marshalls Jugendauto nur noch diese eine Kassette abspielen kann, weswegen er in einer Folge mehrmals zu hören war und auch Rückblenden begleitet. Der Film wird in weiteren Filmen und Werbungen verwendet, weswegen er weiterhin eine sehr große Bekanntheit hat. So wird der Song auch in dem von Dexter Fletcher (sein neuer Film Rocketman, dreht sich um Elton John) gedrehten Filmmusical „Sunshine on Leith“, benannt nach dem zweitem Album des Duos, in der Schlussszene verwendet. 2010 hat Matthew Wilkening den Song auf Platz 50 der schlechtesten Songs aller Zeiten gepackt, vollkommen unverdient, aber jetzt bin ich neugierig, was man dort noch findet. Eine Liste der schlechtesten Songs aller Zeiten werde ich auch demnächst veröffentlichen, aber sicher ohne „I´m gonna be (500 Miles)“.

2 Kommentare zu „Schräg, aber gut (57) – The Proclaimers „I´m gonna be (500 Miles)

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