Til Schweigers Eigenreboot „Head Full Of Honey“ ist nun auch in Deutschland ein historischer Flop. Ein Teil von mir freut das diebisch, ein anderer jedoch trauert um die Chance, dem deutschen Film ein besseres Image zu geben (wobei Schweiger der letzte wäre, der dies auslösen könnte…). Denn der deutsche Film ist genauso wenig schlecht wie das deutsche Fernsehen, beide haben ein gewaltiges Imageproblem.

Dazu hat Til Schweiger eine ganze Menge beigetragen, wie weltfremd dieser Mann ist, zeigt die Tatsache, dass er geglaubt hat Nick Nolte zum Oscar führen zu können. Allerdings macht Til Schweiger nur zwei-drei Kinofilme pro Jahr sowie immer wieder seinen seltsamen Möchtegern US-Achtzigeractionkino Tatort, jedoch starten pro Woche im Schnitt fünf deutsche Filme im Kino. Knapp jede Vierte Kinokarte wird im Schnitt für einen deutschen Film gekauft, eine Quote, die hoch erscheint, wenn man das schlechte Image des deutschen Films bedenkt. Denn sobald ein Trailer hochgeladen wird, wird über die fehlende Qualität der Filme gemäkelt, egal ob es eine Schweigerhöfer Komödie ist oder nicht.

Letztes Jahr habe ich vier deutsche Filme im Kino gesehen (insgesamt achtzehn), dieses Jahr bisher einen (insgesamt siebzehn). Ich liege also bisher unter der Quote und der Trend spricht eine deutliche Frage, aber warum eigentlich? Zum einen bin ich wählerisch und renne nicht in Hot Dog (einem Film, bei dem selbst der Titel Product Placement ist) oder Klassentreffen 1.0 (von dem es dieses Jahr noch eine Fortsetzung geben wird), zum anderen werden deutsche Filme schlecht beworben. Bis auf Schweiger, Schweighöfer und M´Barek werden eigentlich nur noch die Regisseure Sönke Wortmann und Michael Bully Herbig mit großen Marketingbudgets berücksichtigt. Gerade Herbig hat gezeigt, dass er auch ernste Filme inszenieren kann, hiermit sei jedem sein Historienthriller „Ballon“ ans Herz gelegt. Wortmann hat eine wechselbare Biographie doch neben den wirklich guten Fußball trifft auf Familiendrama „Das Wunder von Bern“ waren vor allem „Frau Müller muss weg“ (trotz einiger Schwächen) und „Der Vorname“ sehenswerte intelligente Komödien. Daneben gibt es in Deutschland mehr als genug fähige Darsteller, packt man zwei von ihnen in ein Roadmovie gelingt sogar mal eine richtig gute Komödie ohne Subtöne wie bei „25 km/h“ mit den großartigen Bjarne Mädel und den ebenso fabelhaften Lars Eidinger. Das Problem ist, der Film hatte eine furchtbare Marketingkampagne inklusive Trailer, weswegen ich den Film nicht gesehen hätte, wenn er nicht in einer Sneak gelaufen wäre.

Diese wirklich guten Filme können jedoch nicht über ein weiteres Problem hinwegtäuschen. Wann gab es zuletzt einen richtig guten Genrefilm aus Deutschland? Familiendramen, Historiendramen aus Deutschland haben oft hohe internationale Klasse, aber ein guter Horrorfilm, Actionfilm, reiner Thriller oder gar etwas wie Science-Fiction oder Mystery? Fehlanzeige, wegen der Filmförderung, die nicht wagemutig ist, aber nahezu jeden Schweigerhöfer Müll produziert, anstatt jungen visionären Köpfen eine Chance zu geben.

Viele kleine Filme schaffen es nur unter widrigsten Umständen für kurze Zeit ins Programmkino, von den großen Multiplexen braucht man gar nicht zu reden. Das dennoch mehr als zwanzig Prozent der Kinokarten für deutsche Filme gelöst werden erstaunt da, trotz Megahits wie „Fack Ju Goethe“, „Honig im Kopf“ oder „Keinohrhasen“. Diese haben selten gute Ansätze und noch seltener eine gute Umsetzung, eigentlich fällt mir nur „Der Junge muss an die frische Luft“ ein, weswegen ich mich auch sehr über den Erfolg des Films freue. Der Film ist ein Beispiel für das gute deutsche Kino und selbst Elyas M´Barek hat jetzt in „Der Fall Collini“ die Chance zu zeigen, dass er mehr kann als ewig mittelmäßige Komödien zu machen. Bei Matthias Schweighöfer, den man auch mal als Schauspieler ernst nehmen konnte, ist dieser Zug allerdings schon abgefahren.

Eingangs sagte ich, der deutsche Film habe ein Imageproblem, das aber hausgemacht ist, da immer wieder dieselbe Art von meist mittelmäßigen bis schlechten Komödien genauso wie qualitativ hochwertige (Historien)Dramen gefördert werden, nahezu alles andere einen schweren Stand hat, dabei galt deutsches Kino doch bis in die Achtziger noch als hochwertiges Kino. Die Wahrheit ist, es gibt mehr als genug richtig gute deutsche Filme, die aber schnell in Vergessenheit geraten. Allerdings befürchte ich, dass sich das auf absehbare Zeit nicht ändern wird. Ich werde versuchen mehr deutsche Filme im Kino zu sehen, auch wenn ich zuletzt „Der Goldene Handschuh“ (der aber ohnehin ein eher schwächerer Film von Faith Akin sein soll) verpasst habe.

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14 Kommentare zu „Das Imageproblem des deutschen Kinos

  1. Sehr schöner Beitrag, vielen Dank dafür.
    Aus bekannten (Alters) Gründen begleite ich den deutschen Film schon seit einigen Jahren. Ich weiss nicht woran es liegt, aber deutsche Filme sind – von einigen Ausnahmen abgesehen – für den durchschnittlich Filminteressierten auch wirklich meist äußert unattraktiv und schwer zu konsumieren. Entweder wird krampfhaft versucht Niveau, Betroffenheit und Botschaft auf die Leinwand zu bringen oder eben Blödelhumor auf der allerkleinsten Stufe. Dazwischen ist nichts. Unterhaltungsfilme (was ich per se nicht als etwas Schlechtes ansehe) kriegen die Deutschen wirklich nur selten sei. Meine Meinung nach versucht man fiel zu sehr, es allen Recht zu machen und bloß niemandem vor den Kopf zu stoßen. Political Correctness geht immer vor. LANGWEILIG. Niemand wagt etwas, nur selten werden einmal neue Wege beschritten . So kann es natürlich nichts werden mit dem deutschen Film. In den 1970ern war das noch etwas anders. Aber das ist leider lange her. Sehr traurig.
    Für Der goldene Handschuh spreche ich, nicht nur als Hamburger, eine klare Empfehlung aus. Hier ist wirklich etwas anderes gemacht worden und hat nicht nur nach dem Mainstream und der Filmförderung geschielt. Sicher kein ganz einfacher Film, aber dennoch absolut sehenswert. 👍

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  2. Schadenfreude ist mir persönlich fremd, ist so typisch Deutsch. Dieser Begriff ist auch nur in deutscher Sprache tief verankert.

    Der deutsche Film hat meiner Meinung nach kein Imageproblem. Es ist einfach – im Vergleich, zum beispielsweise (das kann ich sagen, weil ich mich in dem Bereich ganz gut auskenne) amerikanischen Indie-Kino oder englischsprachigen Fernsehproduktionen – wesentlich schlechter. Das gilt selbstverständlich nicht für alle Produktionen. Den deutschen Filmschaffenden fehlt es aber an eigenen, tollen und kreativen Ideen, meist wird von den Amis (oder anderen, z. B. den Franzosen (siehe der Film „Der Vorname“) geklaut. Das liegt sicherlich auch daran, dass z. B. gute Autoren hier, z.B. von dem Öffentlich Rechtlichen Fernsehen, nicht richtig gefördert werden und kaum einer hierzulande mutig genug ist, mit einem Projekt etwas zu wagen. Die meisten guten deutschen Filmschaffenden zieht es daher nach Hollywood. Erst kürzlich habe ich in einem Magazin ein Interview eines deutschen Autors gelesen, der den direkten Vergleich zur Arbeitsweise und seinen Möglichkeiten in Deutschland und den Staaten gezogen hat. Das amerikanische Blockbuster-Kino sieht mittlerweile leider ähnlich aus, die meisten setzen nur noch auf Reboots, Sequels, Remakes und Superhelden-Kram. Ist halt finanziell kein so großes Risiko. Dafür entstehen aber – wie gesagt – im Indie-Kino und TV im englischsprachigen Raum viele sehenswerte Produktionen.

    Dann kommt dazu, dass die Filme, die Filmförderung erhalten haben, alle ins Kino gebracht werden müssen. Es gibt also ein Überangebot an deutschen Filmen im Kino.

    Was ist an dem Titel „Hot Dog“ Product Placement?

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    1. Zum amerikanischen Indiekino kann ich wenig sagen, das britische Fernsehen halte ich aber für überschätzt, alles außer Sherlock was von dort kommt finde ich durchschnittlich, da hat das deutsche Fernsehen mindestens genauso viel Perlen zu bieten, das nicht so gute auf Großbritannien oder auch aus Skandinavien kommt ja gar nicht nach Deutschland.
      Ich glaube nicht, dass es fehlende Kreativität ist, sondern die fehlende Unterstützung für kreative Ideen, das ist ein typisch deutsches Syndrom, dennoch halte ich das deutsche Kino für besser als das Blockbusterkino.
      Es gibt ein Überangebot an deutschen Filmen, die sich ähneln, unlustige Komödien die das meiste Marketingbudget schlucken.
      Der Film muss eine Szene haben, in der die Protagonisten durch den McDrive fahren und feststellen, dass McDonalds neuerdings Hot Dogs hat, was inzwischen glaub ich schon wieder veraltet ist.

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      1. Ohh, ich habe schon viele gute oder zumindest wesentlich bessere britische britische Serien als deutsche gesehen (Taboo, Black Mirror, The End of the F***ing World, Little Britain, Bodyguard, Broadchurch, erst kürzlich Ricky Gervais neue Serie After Life, etc. und da habe ich nicht mal die aufgezählt, die ich (noch) nicht gesehen habe, aber zweifelsfrei einen hohen Qualitätsanspruch haben und – wie alle anderen – ins Ausland verkauft wurden, wie Downton Abbey, The Crown, Penny Dreadful, Luther usw. ). „Broadchurch“ wurde beispielsweise vom deutschen Fernsehen geklaut und ganz schlecht als Zweiteiler umgesetzt. Stromberg fand ich beispielsweise auch recht gelungen, ist aber auch nur eine geklaute Idee von Ricky Gervais´ Serie „The Office“. Alle Serien aus Großbritannien oder Skandinavien kann man auch in Deutschland sehen, auch wenn sie nicht alle unbedingt gleich im „normalen“ deutschen Fernsehen gezeigt werden- aber das guckt heutzutage eh kaum noch einer. Mir fällt ad hoc einzig „Pastewka“ und Olli Dittrichs „Blind Date“ ein, die neu und wirklich innovativ sind. Bei wenigen deutschen Serien ist die Nachfrage aus dem Ausland überhaupt da. Dafür sind sie einfach nicht gut genug.

        Habe ich ja gesagt, es mangelt an der Unterstützung der wirklich Kreativen in Deutschland. Das Potenzial, das sicherlich auch da ist, wird nicht ausgeschöpft. Traurig.

        „Hot Dog“ ist ein Fast-Food-Essen, wenn man ein Film „Würstchen“ nennt, wäre das auch kein Product Placement, etwas anderes wäre es wenn ein Film beispielsweise „Big Mac“ heißt.

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        1. Little Britain finde ich fürchterlich, aber gut, bei Broadchurch habe ich die ersten Folgen gesehen, großartige Schauspieler, aber der Rest packt mich nicht. The End of the F***ing World war ok, The Crown finde ich sehr gut, aber gerade im Bereich Historical Fiction finde ich deutsche Produktion mindestens genauso gut.
          Pastewka ist wirklich gut, funktioniert so aber glaube ich nur in Deutschland. Der Tatortreiniger, Weißensee, Kudamm, Im Angesicht des Verbrechens sind Beispiele für richtig gutes deutsches Fernsehen, das größtenteils auch nur aus Deutschland in der Qualität kommen kann. Es gibt genug Leute mit Potenzial, nur haben die wenigsten kreative Freiheit.
          Ich gebe dir Recht, aber in dem Fall ist der Titel explizit auf eine Kampagne von McDonalds angepasst worden.

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          1. Gut, über Geschmack lässt sich nicht streiten. Über „Mr. Bean“ (auch eine, der sogar im Ausland erfolgreichen britischen Serien) kann ich persönlich auch gar nicht lachen. Ku’damm 56, Babylon Berlin, Charité und die anderen gefeierten deutschen Serien habe ich alle nicht gesehen. Wenn ich ehrlich bin, interessieren sie mich thematisch auch nicht. Bei Bad Banks habe ich mal reingeschaut, gefiel mir aber gar nicht. Dass dieses Fernsehen auch nur in der Qualität aus Deutschland kommen kann, wage ich aber zu bezweifeln. Guck Dir mal allein vom Produktionswert die überragenden amerikanischen Serien (wie z.B. Mad Men) an.

            Nach wie vor ist der Filmtitel kein Product Placement, auch wenn der gesamte Film vielleicht teilweise (wie armselig ist das denn :)) ) von McDonalds finanziert wurde und es eine oder mehrere Szene in dem Fast-Food-Laden gibt.

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            1. Mr. Bean mag ich tatsächlich irgendwie, was ich meine das solche Serien eine deutsche Perspektive bieten, wenn das Amerikaner und Briten machen, kann das nur schief gehen, genauso wenn deutsche eine Serie machen würden, die in den USA spielt. Babylon Berlin finde ich überbewertet, wie alles wo Tom Tykwer seine Finger im Spiel hat. Charite habe ich auch nicht gesehen. Mich interessieren aber auch generell historische Sachen, Mad Men ist eine dieser Serien, bei denen ich immer wieder kurz davor bin sie mir anzusehen.

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  3. „jedoch starten pro Woche im Schnitt fünf deutsche Filme im Kino“

    Auf die Zahl kommt man allerdings nur dann, wenn man Dokumentarfilme und ausländische Co-Produktionen mitrechnet (Quelle: https://www.spio-fsk.de/?seitid=24&tid=3)
    Was die Umsatzquote deutscher Produktionen anbelangt, ist sie seit Anfang der 70er auch nicht wirklich besser geworden (Quelle: http://www.insidekino.de/DBO.htm). Allerdings würde ich in beiden Zahlen kein Indiz für die Qualität des deutschen Filmes sehen. Denn gerade die gut besuchten Produktionen sind in meinen Augen nicht diejenigen, die Qualität versprechen.
    Von denen mit mehr als 1 Millionen Besucher seien hier
    Der Junge muss an die frische Luft
    (Sauerkrautkoma habe ich nicht gesehen)
    genannt, die in den letzten drei Jahren mehr als eine Millionen Zuschauer generiert haben und die in meinen Augen auch eine gewisse Qualität abseits von Blödelhumor und Kinderfilm geboten haben.
    Der Vorname ist eine fast 1:1-Kopie eines belgischen Filmes. Den kann ich da leider nicht dazuzählen.

    Und auch was das deutsche Fernsehen anbelangt, ist das kein Imageproblem, das ist ein bestätigtes Klischee abseits von ein paar Wohlfühloasen, die man sich Tag für Tag heraussuchen kann (aber auch suchen muss). Ein Imageproblem ist in der Regel aus irgendeinem Grund verdient. Und deine These, dass der deutsche Film in den 80er Jahren als hochwertig galt, würde ich da auch nicht sofort unterschreiben. Die Filme, die im Gedächtnis geblieben sind, für die mag das gelten, der Rest wird vergessen, wie auch der ganze Quatsch heutzutage vergessen wird (wie du bereits schreibst).
    Dagegen haben wir Deutsche das „Problem“, dass bei uns in Deutschland logischerweise nahezu alle deutschen Filme irgendwie erscheinen. Von den amerikanischen Produktionen kommen in der Regel nur die über den Teich, die auch eine gewisse Qualität haben (in den Augen von Menschen, die Kohle machen wollen). Der Supermüll schafft es also gar nicht bis zu uns. Von anderen Ländern möchte ich gar nicht schreiben. Was Indien und Nigeria für einen Dreck produzieren, da kann man sich eigentlich freuen, „nur“ Schweiger ertragen zu müssen.

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    1. Die qualitativ richtig guten Filme bekommen generell selten die Zuschauerzahlen, die sie verdienen, das ist nicht nur hier so.
      Das Problem ist, dass wir viel genauer sehen, wie viel schlechtes in Deutschland gibt, wenn man sich die besten Sachen mal ansieht und versucht das mit anderen Ländern zu vergleichen, fällt auf, so schlecht sind wir gar nicht.

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  4. Guter Beitrag und dem Inhalt stimme ich voll und ganz zu. Größte Probleme sind für mich die Filmförderung, Filmhochschulen, aber auch die Besucher. Förderung und Hochschulen sind… nennen wir es konservativ. Mir kommt die Aufteilung des Filmfonds ungefähr so vor, dass die Hälfte des Geldes an erfolgreiche Produktionen gegeben wird (große Namen, bekannte Bücher etc) und die andere Hälfte an politisch „wichtigen“. Gegen die Aufteilung an sich habe ich nix, nur würde ich das Ganze dritteln und einen erheblichen Teil an junge, aufstrebene Filmemacher geben. Die hätten dann auch mal etwas Geld für Marketing.

    Die andere Seite der Medaille ist aber auch die fehlende Filmkultur in Deutschland. Historich hatten wir zwei Mal einen großen Boom an eigenen Filmen, die weltweit anerkannt wurden. Frankreich, Spanien, die skandinavischen Länder und natürlich Amerika oder Japan, haben irgendwie mehr geschaftt, ihre Filmkultur über die Jahre zu erhalten und damit auch z.B. eine höhere Kinokultur zu entwickeln. Beispiel: Im Rekordjahr 2015 waren es um die 130 Mio Tickets, in Frankreich im relativ schwachen Jahr 2017 über 210 Mio und das mit weniger Einwohner. Irgendwo habe ich auch mal gelesen, dass der deutsche Kinozuschauer 1,4mal pro Jahr ins Kino geht.

    Die ganzen Statistiken hab ich übrigens nur, weil ich gerade einen ähnlichen Artikel schreibe 😀 Aber es gibt natürlich auch die positiven Beispiele. Gefühlt gibt es pro Jahr einen Film, der etwas mehr im Mainstream ankommt und richtig gut ist. Letzten jahre waren es Toni Erdmann, Viktoria und Der Hauptmann z.B.

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    1. Mir fehlt da das mutige, ich kann es noch nachvollziehen, dass Schweigerfilme finanziert werden, wenn mit dem Gewinn kleinere oder mutigere Filme gefördert werden würden.
      Klar, die Deutsche Kinokultur ist nicht vorhanden, auch der Geschmack hat sich verschoben, dass Filme wie Forrest Gump oder American Beauty heute nicht sieben oder Vier Millionen Zuschauer hätten…
      Ich würde sagen, dass es letztes Jahr mehr gute Filme aus deutschen Landen als in den Jahren zuvor gab. Ich befürchte aber, dass es nicht dabei bleiben wird.

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      1. Das alte Hollywood-Prinzip „one for them, on for me“ (also Kommerz und Kunst halten sich die Waage) würde ich mir in Deutschland mehr wünschen. Normalerweise sind es ja die USA, bei denen Geld über Erfolg und Miserfolg entscheidet. Beim Kino ist es irgendwie andersherum.
        Ich bezweifel auch, dass es an Talenten vor und hinter der Kamera mangelt. Dazu noch ein Satz aus der Mottenkiste „Gute Filme finden ihr Publikum“ 😀

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  5. Schöner Beitrag!
    Bin auch der gleichen Ansicht wie Lufio, daher brauche ich das auch gar nicht weiter auszuführen.
    In Deutschland ist die Kinokultur leider einfach nicht so groß wie in Frankreich, das ein gutes Beispiel sind. Da steckt die Schuld auch ein Stück weit bei den Kinogängern in Deutschland wie ich finde und ich kann mir gar nicht so recht erklären woran das liegt. Wenn die Deutschen schon eher wenig ins Kino gehen, dann ist es ja sogar mehr als verständlich, dass die ganzen deutschen Filmproduktionen ihr ganzes Geld in große Namen pumpen. Damit soll dann der Kinogänger abgeholt werden, der dann eben im Durchschnitt nur 1-2 Mal im Jahr ins Kino geht.

    Wenn ich dir einen super Tipp für deutschen Genrefilm geben kann, dann ist das „Schneeflöckchen“, falls du den nicht eh schon gesehen oder dir auf die Kappe geschrieben hast. Da kann man sich dann auch nochmal mit dem einzigartigen Entstehungsprozess auseinandersetzen, wie einfach ein paar Jungs über 5 Jahre ihr Ding durchgezogen haben.

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  6. Sehr ansprechender Beitrag, bei dem ich manches genauso sehe, anderes aer ganz anders. Im Wesentlichen wurde aber alles bereit von meinen Vorrednern gesagt.

    „aber ein guter Horrorfilm, Actionfilm, reiner Thriller oder gar etwas wie Science-Fiction oder Mystery?“

    An dieser Stelle kann sich die deutsche Kinolandschaft mal nicht hinter der Fördergelder-Ausrede verstecken. Denn kein Genre hat in den letzten Jahren so viele Filme hervorgebracht, die trotz (oder gerade wegen) eines minimalen Budgets große Erfolge an den Kinokassen waren. Von daher ist es oft aber nicht immer die fehlende Kohle.

    Einer der besten mir bekannten deutschen Genre Beitäge ist der Film „Transfer“, den ich auf meinem Blog auch mal vorgestellt habe.

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