Nachdem gefühlt die ganze Welt wollte, dass ich über diesen Klassiker schreibe, nehme ich das Jubiläum dieses Formats zum Anlass um über den vielleicht zweitbeliebtesten Song aller Zeiten (nach Bohemian Rhapsody) zu schreiben. Ich möchte jedoch anmerken, dass der beste Toto Song „Rosanna“ ist, der auf denselben Album wie „Africa“ veröffentlicht wurde: Toto IV.

Toto IV wurde mit vier Grammys ausgezeichnet, für Rosanna erhielten Toto 1983 noch zwei weitere. „Africa“ war sowohl der zweite Song, der für das Erfolgsalbum geschrieben worden ist als auch die zweite Singleveröffentlichung nach (das kann man sich wohl denken). Auf dem Album wurde der Song mit der eindringlichen Botschaft jedoch ans Ende platziert. Keyboarder David Paich wurde zum Song von der UNICEF Werbekampagne für hungernde Kinder inspiriert. Er werkelte sechs Monate am Text, während er die charakteristische Melodie innerhalb weniger Minuten schrieb. Damit ging er zu Schlagzeugmastermind Jeff Porcaro, der für ihn die ihm vorschwebenden Congas und Marimbas für das Rhythmusgerüst finden und erstellen sollte. Dies geschah durch ausprobieren und loopen von einem fünfminütigen Grundband aus dem die besten Teile für den Song genutzt wurden. Dadurch hat der Song auch einen sehr eigenen Aufbau, bis zum ersten Refrain dauert es eine Ewigkeit (mehr als anderthalb Minuten). Der Refrain des Liedes ist sehr eigen, da er nicht mit der Catchphrase anfängt oder endet sondern den ganzen Refrain zur Catchphrase macht. Der Song explodiert mit dem Refrain, wodurch dieser zum mitsingen einlädt. Gegen Ende des Liedes wird dann die Leadzeile öfters gesungen, was auch ungewöhnlich ist. Überhaupt ist der Text ungewöhnlich arrangiert, so hat „Africa“ trotz knapp fünf Minuten Länge nur eine Strophe und einen sich leicht verändernden Refrain, die Bridge ist rein instrumental. Der Song hat daneben noch ein ausschweifendes Keyboardsolo.

Durch die ganzen Eigenschaften, das lange Intro, den explosiven Refrain, den ungewöhnlichen Aufbau, der emotionalen Texte erfreut sich „Africa“ bis heute großer Beliebtheit, auch in meiner Generation. Auch auf Partys eignet sich der Song als emotionaler Song, wie der Instagramaccount der heute-Show nahelegt, der zwei Memes mit Gags über den Song kreiert hat. Daneben kenne ich glaube ich keinen Menschen der diesen Song schlecht findet, eine Eigenschaft, die wenige Musikstücke haben. Vielleicht auch deswegen hat sich der Rapper Pitbull gedacht, dass es eine gute Idee wäre den Refrain in einen seiner Songs zu packen. Das Ergebnis wurde dann wohl im Film „Aquaman“ verwendet, ich kann jedoch sagen, dass ich lauthals über dieses Musikstück lachen musste, es ist das wahrscheinlich schlechteste Cover seit Giselle Bündchens „Heart of Glass“ Versuch. Daher verlinke ich nur das hundertmillionenfach geklickte Originalvideo von Toto.

4 Kommentare zu „Beeinflusst (50) – Toto „Africa“

  1. Also ich mag Toto allgemein nicht so gerne, wobei Africa noch geht. Den hype um diesen Song habe ich aber auch erst durch das meme auf Twitter mitbekommen. „Hold the line“ ist der bessere Toto Song 😁

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