Inhalt

Billy Batson (Asher Angel) tingelt seit Jahren von Pflegefamilie zu Pflegefamilie und nimmt regelmäßig Reißaus. Als er vom Zauberer Shazam (Djimon Hounsou) mit dessen Kraft (mit Superkräften Zachary Levi) belegt wird, muss er sich nicht nur damit abfinden, sondern auch mit seiner Pflegefamilie, bei der ihm vor allem der Nerd Freedy (Jack Dylan Grazer) zu Hilfe sein kann. Es droht sich in Person von Dr. Thaddeus Sivana (Mark Strong) Gefahr an, dieser wurde von bösen Geistern belegt…

Kritik

Bevor ich ins Kino ging, dachte ich mir „Warum lasse ich mich eigentlich ziemlich leicht in Superheldenfilme rein quatschen?“. Danach dachte ich „Was bin ich froh den im Kino gesehen zu haben. „Shazam!“ wird oft mit „Big“ verglichen, da beide Filme ein Kind im Erwachsenenkörper porträtieren, jedoch ist „Shazam!“ zumindest theoretisch genauso ein Superheldenfilm.

Praktisch ist „Shazam!“ knappe 90 Minuten kein Superheldenfilm, erst als die Elemente dieses Subgenres überhand nehmen lässt die Strahlkraft dieses DC-Films nach. Davor schafft der Film die Balance aus Porträt des persönlichen Dramas des jungen Billy Batson und einer komödiantischen Darstellung, wie jener mit seinen gewonnenen Superkräften zurecht kommt. Da gibt es herrlich spaßige Szene, wie die im Trailer verwendete Kioskszene oder eine Szene in der Billy mit Freddy seine Superheldenkräfte testet, die perfekt auf den Queensong „Don´t Stop Me Now“ abgestimmt ist. Auch wenn viele Witze eher simplen Humor bedient haben, habe ich mich in diesem Film sehr amüsiert. Jedoch wird das ganze um zwei Ebenen erweitert. Billy Batson ist eigentlich ein ziemlich vereinsamter Teenager, der zu keinem Vertrauen fasst, bis er es durch seine magischen Kräfte gezwungen muss. Daneben sucht er verzweifelt seine Mutter, eine der besten Szenen des Films ist die Begegnung mit der Mutter, während er sich langsam mit seiner Pflegefamilie arrangiert. Ebenso wird der Bösewicht konsequent eingeführt, dennoch bleibt der von Mark Strong (ich hab bis zum Ende des Films gedacht, er wäre Stanley Tucci) verkörperte Antagonist wie von einem Superheldenfilm gewohnt vergleichsweise blass. Seine frühe Einführung gibt „Shazam!“ jedoch weitere Tiefe und ein besseres Pacing, welches erst im viel zu langen Showdown Probleme macht.

Fazit

Der Showdown ist zu lang, der Bösewicht eher blass, dennoch ist „Shazam!“ für mich die bisherige Kinoüberraschung des Jahres. So schafft der von David F. Sandberg gedrehte Film trotz aller komödiantischen Schwerpunkte eine gelungene Narrative ebenso wie eine emotionale Tiefe aufzubauen. 8/10

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