Da ich es verdaddelt habe, einen Beitrag für heute vorzubereiten, wird es heute etwas kürzer als sonst, dafür gibt es einen absoluten Klassiker in der Rubrik.

Es ist erstaunlich wie ein Song, der eigentlich nur als Parodie auf die Discobewegung konzipiert wurde, zum größten Erfolg einer Hard Rock Formation aus New York wurde. Aber mal ganz ehrlich, natürlich gibt es Hardcorefans, die alles kennen, aber selbst popkulturell Bewanderte Menschen kennen Kiss vor allem wegen dieser Disconummer und kennen sonst noch vielleicht „Detroit Rock City“.

Dabei ist Kiss einer der erfolgreichsten Rockbands der Geschichte mit mehr als hundert Millionen verkauften Alben. Bis heute treten die geschminkten Herren LIVE auf, so sind sie einer der Headliner beim Musikfestival „Graspop“. Als der Song geschrieben wurde, war der Höhepunkt der Discowelle erreicht und die ersten Rockmusiker wagten sich aufs Discoparkett. Dabei war Sänger und Rhythmusgitarrist Paul Stanley vor allem von der Idee getrieben zu beweisen, dass es keine hohe Kunst sei Discosongs zu schreiben und er jederzeit einen aus dem Ärmel schütteln konnte. Zumindest letzteres hat er mit „I was made for lovin´ you“ bewiesen. Der Song hat ein sehr starkes Bassintro, dass direkt mal Rhythmus und Genre vorgibt und von Gitarrenverzierungen ebenso wie von „vooos“ unterstützt wird. Nach der rhythmusfixierten Strophe folgt ein extrem starker Chorus, der das Rockelement am deutlichsten in den Song trägt. Ohne es zu wollen stürmte dieser Song zu die weltweiten Charts. Kurz darauf ebbte die Discowelle ab und die Gegenbewegung „Disco Sucks“ gewann immer mehr an Einfluss. Kiss verkauften weiter erfolgreich ihre Alben und nehmen es an, dass für nicht besonders Rockaffine Musikhörer sie fast nur für einen Discosong bekannt sind.

 

 

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