Inhalt

Tim (Justice Smith) reißt nach Ryme City, um seinen Vater, von dem er sich nach dem Tod der Mutter entfremdet hat, zu beerdigen. Dabei trifft er nicht nur auf eine Nachwuchsjournalistin und einen Cop, sondern auch auf dessen Pokemon Pikachu (Ryan Reynolds). In Ryme City leben nämlich Mensch und Pokemon friedlich zusammen. Pikachu, den Tim als einziger hören kann, ist davon überzeugt, dass Tims Vater nicht gestorben ist, weswegen er Tim überzeugen kann, nach jenem zu suchen.

Kritik

Ich konnte nie etwas mit Pokemon anfangen, obwohl ich in einer der Hypegenerationen der Spielereihe aufgewachsen bin. Erst der Trailer hat mich neugierig auf den Film gemacht. Ich bin auch „nur“ reingegangen, weil im Aachener Cineplex Montag Nachmittags nur dieser, Avengers: Endgame und Aladdin liefen. Von daher kann mich „Pokemon: Meisterdetektiv Pikachu“ nur mit seiner Qualität und nicht mit Nostalgie abholen.

Schon zu Beginn merkt man, dass die Filmemacher um Fanservice bemüht waren. So fand ich die Pre-Credits in Pokemonschrift ganz nett. Daraufhin startet der Film – für einen Kinderfilm ziemlich brutal -, was sich erst nach ein paar Minuten aufklärt. In den ersten Minuten hatte ich direkt das Gefühl, das fähige Leute an Drehbuch, Kamera und Regie gearbeitet haben. Die Exposition hat nämlich Lust auf den Film gemacht und bewies handwerkliches können. Der Film wechselt ein wenig mit Ryan Reynolds Erscheinen die Tonalität, Reynolds fände ich als Stand-Up Comedian besser als als Schauspieler und hier darf er seine bekannte Sprücheshow halbwegs kinderfreundlich (Zweideutigkeit) abziehen. Da in meiner Vorstellung fast nur Kinder waren, hab ich quasi allein darüber gelacht.
Während der Humor abgeholt hat, hat mich der Fortlauf der Geschichte fast schon an einer Parodie erinnert. Aus der kleinen im Trailer angedeuteten Detektivgeschichte wird schnell ein typischer Plot, um Vernichtung, Herrschaft und Genmanipulierten Pokémons. Das ganze ist derart hanebüchen, dass ich mich besonders an einer Stelle komplett geärgert habe. Auch hat ein Twist für mich den Film abgewertet, da die „Vater-Sohn-Komplex“-Parallele aufgegeben wurde. Dafür findet Tim an Ende seinen Vater, den man aufgrund eines geplanten Aha-Effekts erst am Ende von vorne sieht. Auch diesen Aspekt fand ich sehr gelungen (auch wenn mich meine beste Freundin dahingehend gespoilert hat, aber ich bin ja spoilerfest). Daneben fand ich einige der Nebenfiguren schwach oder etwas nervig, schauspielerisch ist das ganze auf solidem Niveau. Gefallen hat mir auch das Pokemon Enton, über das ich auch oft gelacht habe.

Fazit

Vollkommen abstruser Plot schwächt diesen sehr sympathischen Film mit Ryan Reynolds als gelbes Plappermaul. Für Pokemonfans sicher ein Fest, aber auch für andere Zuschauer zumindest einmal sehenswert. 6/10

 

9 Kommentare zu „Pokemon: Meisterdetektiv Pikachu

    1. Ich hab sicher noch den einen Animationsfilm vergessen, aber in der ersten Runde um 14:30 werden nur die unteren Kinos (das Multiplex hat zwei Etagen, oben sind die großen Sääle.) bespielt, aber zwei der Filme wurden auch in 3D gezeigt, welches ich ja konsequent verweigere. Die anderen Kinos hatten noch nicht geöffnet. Muss noch überlegen, was ich den Rest der Woche gucke, hab nämlich diese Woche massig Zeit für Kino und in den letzten Wochen einiges verpasst.

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  1. Der animierte Pikachu sieht irgendwie süß aus, aber anscheinend lag der Kinderfilm-Anteil ja dann doch nicht bei 100% ^^
    Was hast du denn gegen 3D-Filme? Ist es „nur“ das preisliche Argument – das ich vollkommen teile, bin ja auch Student – oder hat das tiefere inhaltliche Gründe?

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    1. Bevor ich die auf den Inhalt antworte, gibt es einen Grund, dass du noch immer mit deinem Pseudonym und nicht mit deinem Blognamen antwortest? Kannst ja Blogs zum Folgen im Reader einrichten, was auch wichtig ist, um Leser zu werben. Liest und kommentierst du, schauen sie mal bei dir vorbei. Außerdem verwirrt mich das so😅
      Einen Film mit 100% Kinderfilmanteil gibt es ja eigentlich nicht, die Pixarfilme sind ja Paradebeispiel dafür, wie Filme auf zwei Ebenen funktionieren.
      Ich sehe einfach keinen Mehrwert in 3D Filmen, dann dafür mehr zu bezahlen, ergibt keinen Sinn.

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      1. Das hat erstmal den einfachen Grund, dass ich meinen Blog nicht mit dem Namen „ESCFan2009“ in Verbindung bringen wollte. Hab keine Lust, dass die Leute auf esc kompakt, die bei der Off-Topic-Debatte so gezetert haben, meinen Blog vollspammen. Eingeladen habe ich nur Lucius über YouTube, der darf meine Beiträge lesen.
        Deine Follower dürfen natürlich vorbeischauen, Benni hab ich ja schon Bescheid gesagt und Sebastian, Miss flightattendant, Yannick etc. sind selbstverständlich alle eingeladen – wie ich diesen Wechsel hinkriege, weiß ich aber noch nicht, denn wie gesagt, es soll aufgrund von esc kompakt einfach keine Verbindung mit „ESCFan2009“ geben 😇

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        1. Das tun die in der Regel nicht, die haben ja selbst meinen Blog nicht gespamt, wodurch ich hier ja deutlich mehr diese Leute abwasche. Dennoch kann ich das verstehen, von daher empfehle ich dir, den „ESCFan2009“ nur noch im esc-kompakt Rahmen zu nutzen. Ich bin nämlich wirklich verwirrt. Dann solltest du beim Filmrätsel auch unter deinem Blognamen kommentieren, wenn du denkst es läuft schlecht, macht nichts, einige Rätsler inklusive mir haben da ihre Probleme.

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      2. Diesen Monat setze ich beim Filmrätsel aus 😉 Es war ein klasse Debüt im März und hat Riesen-Spaß gemacht, aber der letzte Platz im April hat mir wie gesagt zu denken gegeben (das ist mega peinlich, der anscheinend Unwissende unter den „Filmnerds“ zu sein). Es ist nicht meine Abteilung. Meine Ausformung von „Filmbloggen“ wird sich daher auch komplett anders bewegen als in der „Bubble“ gemacht.

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        1. Glaub mir, es lesen viele Menschen diese Rätsel, die lösen nicht mal eins, da ist selbst der letzte Platz mit Fünf Rätseln beachtlich. Ich war bestimmt schon funf bis zehn mal letzter, auf jeden Fall deutlich häufiger als auf Platz Eins.

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      3. Ach, die 41 Follower lesen regelmäßig? Ich hatte mich wirklich gewundert, wieso „nur“ um die 10 Leute mitmachen – das „nur“ im Verhältnis zu den 41 Followern, denn ich finde die Zahl der Rätsler eigentlich ganz angenehm für die Übersichtlichkeit und die Gruppendynamik 😊

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