Ich könnte eine Folge „Die glorreichen Sieben“ nur mit Songs, die ich durch meine beste Freundin kennengelernt habe, erstellen. Einige davon habe ich bereits in der Rubrik „Beeinflusst“ gewürdigt, so wie ich es heute wieder machen würde. Wer die besagten Artikel kennt, kann sich denken, dass es heute wieder in eine Disco/Festivalartige Musik gehen könnte. Um die Spannung rauszunehmen, es geht heute um Hardstyle.

Damit haben wir die Sensation, denn wer mich kennt, weiß, dass ich einige EDM-Stile nicht leiden kann und neben Dupstep und Trap hat Hardstyle da eine der Führungspositionen. Das könnte den ein oder anderen verwundern, da Hardstyle sich deutlich von den anderen genannten Stilen unterscheidet und auf einen durchgängigen Rhythmus setzt. Vor allem hat Hardstyle einen harten Bass, was mir ja eigentlich gefallen sollte. Allerdings mag ich vor allem klaren, sauberen Bass und den hat Hardstyle selten. Stattdessen nutzt man den „Reserve Bass“ der in meinen Ohren das ungleibte Gefühl der Übersteuerung auslöst, in neueren Songs wird darauf verzichtet, stattdessen auf ähnliche Mittel und sogar die Übersteuerung gesetzt. da es sich bei „Living for the Moment“ allerdings um einen für das Genre älteren Song, aus dem Jahr 2009, handelt, haben wir hier aber den „Reserve Bass“, was dazu führt, dass ich mir das gesamte zweieinhalb Minuten lange Intro, dass quasi nur daraus besteht, schenke und sofort zum Mittelteil skippe. Dann verschwindet der fürchterliche Bass und wird durch einen atmosphärische Sound, wie man heute auf Festivals Loch und Löcher hört, ersetzt, wodurch ein Scheisslied zu einem Song wird, der genau das macht was ich an moderner elektronischer Tanzmusik liebe. da gibt es mal atmosphärische, mal sirenenartige Synthies, die nach vorne marschieren, einne dazu passenden immer präsenter werdenden Bass, einprägsame Lyrics dazu und einen sorgfältigen Aufbau hin zum Drop. Da stört mich der erwähnte „Reserve bass2 auch weniger, dank der Synthies. Dieser von Motiven getragene Mittelteil ist wohl für Hardstyle dieser Zeit nicht ungewöhnlich, aber dass er quasi als Song im Song funktioniert, schreckt mich ab, obwohl dass vorliegende Beispiel gefällt. Das Outro erinnert wieder an das Intro, weswegen ich auch das Ende skippe.

Verantwortlich für „Living for the Moment“, dessen Mittelteil mir einen heftigen Ohrwurm verpasst hat, ist der niederländische DJ Ran-D. Der mit bürgerlichem Namen Randy Wienand heißende DJ aus der Provinz Brabant baute durch Festivalbesuche sein Interesse am Hardstyle auf, weswegen er begann musikalisch daran zu experimentieren. Ab 2006 brachte Ran-D dann Singles heraus, so wie „Living for the Moment“ im Jahr 2009 und ist bis heute als DJ unterwegs.

3 Kommentare zu „Beeinflusst (54) – Ran-D „Living for the moment“

  1. Ich habe den Song ohne Intro kennengelernt. Deswegen überspringe ich dieses auch immer und komm zum mega Gesang der diese Freiheit ausdrückt. Allerdings finde ich passt dort auch der Hardstyle der danach kommt.
    Und „Loch und Löcher“ ist richtig?

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s