Manchmal ist mein Musikgeschmack sehr simpel, so kann die Regel aufgestellt werden: Bei eskalierenden Synthesizern bin ich immer dabei. Da sollte es nicht verwundern, dass ich der Musik von der deutschen Formation Scooter nicht abgeneigt bin. Dabei ist es verwunderlich, dass das Trio um Frontmann H.P. Baxxter seit mehr als 25 Jahren die elektronische Tanzmusik prägt. Der Depeche Mode Fan Hans Peter Geerdes gründet 1986 mit seiner Schwester und einem Kumpel die Synth-Pop Formation Celebrate the Nun. Erfolg war diesem Trio jedoch nicht bescheiden. Geerdes, der sich H.P., wie er mal von seinem Chemielehrer genannt wurde, Baxxter nennt und sein Kumpel Rick J. Jordan mit Sören Bühler, der sich ähnlich wie Baxxter mit Ferris Bueller (nach der Hauptfigur des Kultfilms Ferris macht Blau) einen Künstlernamen gibt, die Remixband „The Loop“.

Ein Jahr später benennen sie sich in Scooter um und durch den Track „Hyper, Hyper“ wurden sie auch außerhalb der Danceszene bekannt.  Daraufhin gelang es Scooter trotz stetiger dezenter Stilwechsel und dem Ausstieg von Ferris Bueller konstant die Top Ten der deutschen Single Charts zu entern. Mit dem Song „Back in the U.K.“ wurden Scooter auch in Großbritannien zu einer erfolgreichen Band. Das Grundkonzept der Songs glich sich, eine mal mehr (z.B. „Walking in Memphis“ in „I´m Raving“) mal weniger bekannte Melodie wird in ein Techno, Trance oder Hardstylekorsett gesetzt, dazu darf MC H.P. Baxxter ein paar Zeilen in sein Mikro entlassen und hin und wieder darf auch eine gepitchte Stimme nicht fehlen. So auch beim heutigen Song „Nessaja“, der eine Neuinterpretion des gleichnamigen Tabalugaliedes, welches durch Peter Maffays Version große Bekanntheit erlangt hat. „Nessaja“ wurde 2002 Scooters erster Nummer Eins Hit in Deutschland. Der Song dessen Charackter durch den stetigen Wechsel der ruhigen Passagen, gesungen von der gepitchten Stimme und den harten basslastigen Passagen, inklusive der eskalierenden Synthesizer, gepaart mit H.P. Baxxters Lines. Das Musikvideo ist am ehesten mit dem Wort „seltsam“ zu beschreiben, aber das kann man auch über Scooters Discographie sagen und dennoch mag ich sie.

 

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