Schon als Kind sorgt Eric Sheridan Prydz für Aufsehen, er brach in seine Schule ein und stahl Keyboards. Fortan lebte Prydz in einem Internat für schwer erziehbare Kinder. Geprägt von der Musik der New Wave Band Depeche Mode. Sein Bekannter Steve Angello, der mit der Swedish House Mafia für Furore sorgen sollte, ermutigte Prydz eigene Mixes zu erstellen.

Wie die Jungfrau zum Kinde kam Prydz zu seinem Durchbruch „Call On Me“. Ursprünglich von DJ Falcon und Daft Punk Mastermind Thomas Bangalter, der mit „Music sounds better with you“ schon einen House Hit vorzuweisen hatte, abgemischt und als White Label veröffentlicht. Der Song hatte da schon die markanten gesampelten Vocals aus dem Stevie Winwood 80er-Hit „Valerie“ sowie einen großen Teil der Struktur. Die Rechte für die Samples konnte sich jedoch das Musiklabel „Ministry of Sound“ sichern, das Label für das Prydz mixte. Er legte den Feinschliff an dem Song an und bekam Unterstützung von Sänger Winwood. Der ehemalige Frontmann der Spencer Davis Group war vom Song so begeistert, dass er die spärlichen Vocals für die 2004er Veröffentlichung nochmals einsang.

Zur Vermarktung des Clubhits wurde ein erotisches Aerobicmusikvideo gedreht, welches polarisierte und somit zum Erfolg des Songs beitrug. „Call On Me“ war nach Jahren die erste Dancenummer, die die Spitze der britischen und deutschen Singlecharts einnehmen konnte. In Prydz schwedischer Heimat war der Song da schon längst auf der Spitzenposition angekommen. Mit dem Aufkommen der Downloads sorgte „Call On Me“ für einen Rekord: Mit 23.519 verkauften Singles in der Woche war „Call On Me“ am 17.Oktober 2004 die Single mit den geringsten Verkaufszahlen, die es auf Platz Eins schaffte. Diesen Rekord sollte man in der Folgewoche nochmals unterbieten, heutzutage wären 23.000 physische Singles ein Traumwert. Dennoch schaffte es „Call On Me“ im Gespräch zu bleiben, bis heute wird der Song auf Partys und im Club gespielt und bei Spotify erreicht „Call On Me“ bisher knapp 132 Millionen Streams weltweit.

Eric Prydz sollte mit „Proper Education“ und „Pjanoo“ zwei weitere Hits, die jeweils Platz Zwei der britischen Charts erreichten haben und arbeitet immer noch als Remixer und DJ.

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