Ich habe lange Zeit keinen „persönlichen“ Artikel geschrieben, obwohl ich genug Stoff für einen solchen Text gehabt hätte, aber nach einer turbulenten Woche in einem ohnehin schon turbulentem Monat wird es Zeit für eine neuerliche Verarbeitung meiner Gesamtsituation, die so viel sei verraten, einige ironische Seiteneinschübe haben wird, oder ich entscheide mich während des Schreibens der teilweise schon vorgedachten Sätze um. Bevor ich diesen Monat Revue passieren lasse, möchte ich nur kurz eine Beruhigung aussprechen „Was in Schleiden passiert, bleibt in Schleiden!“. Was es damit auf sich hat? Am Ende seid ihr schlauer.

Aber zurück zum Monatsanfang: Erstiwoche und teilweise parallel noch EOP (Eignungs-/Orientierungspraktikum) inklusive Unterrichtsversuchen (ganz kurze Zusammenfassung: Unterrrichten ist schwieriger als gedacht, aber ich bin immer noch Feuer und Flamme). Gerade die Erstirallye als Standbetreuung hat auch ohne Alkohol sehr viel Spaß gemacht. Was Menschen da für den Sieg machen, ist wirklich denkwürdig. Meine Standbetreuungskollegin hat sich wesentlich leichter mit Alkohol bestechen lassen, aber keine Sorge ihren Pegel hab ich am Abend auf einer Party nachgeholt. Nach dem Motto, wenn schon „Bad Taste“ dann richtig, schön kariert auf kariert getragen und gefühlt Unmengen (waren natürlich keine Unmengen) von meinem neuen Lieblingslongdrink Malibu-Sprite (vorher Bacardi-Cola) getrunken. Mein bester Freund stellte irgendwann fest: „Du hast viel zu gute Laune!“. Um es kurz zu machen, am dem Abend hatte ich wahrscheinlich die beste Laune des Jahres und war ausnahmsweise im Hardcorepartymodus.

Vielleicht auch weil ich aktuell das Gefühl habe in einer seifenoperesken Phase meines Lebens zu stecken, alles dreht sich wahnsinnig schnell und ich bleibe gefühlt stehen. Das hat auch zu Tiefpunkten innerhalb des Monats geführt. Da hat eine Grippe die mich gerade am Anfang letzter Woche noch ins Bett gezwungen hat auch nicht geholfen. Eine Woche keine Univeranstaltungen waren die Folge, hatte immerhin den Vorteil endlich mal „Interstellar“ und „Spiel mir das Lied vom Tod“ nachzuholen (mehr dazu im nächsten Streamingrückblick) und den Nachteil, dass ich jetzt doch ein bissl mehr als sonst für mein Studium tun muss. Da fällt mir mein EOP-Bericht ein, der in drei Wochen abgegeben werden muss, aber das krieg ich schon hin, keine Sorge. Nachdem ich mich kuriert hatte ging es auf „Erstifahrt“ und ich werde hier natürlich nicht alles stehen, aber einen kleinen Eindruck möchte ich doch geben. Das fängt damit an, dass mein Leben um eine weitere denkwürdige Macarena-Episode reicher ist und ich trotz diverser Gründe (neben der Rückkehr der Grippe, die sich in einem Post-Derby-Fieber geäußert hat) mir meine Laune nicht verderben ließ. So möchte ich kurz auf die Hymne dieser Fahrt eingehen, die von niemand geringeren als dem Meister der drittklassigen stumpf-klatsch Schlager stammt. Die Rede ist natürlich von Michael „Ich lern meine Freundin beim Abiball der Tochter (oder so ähnlich) kennen“ Wendler. Sein repetitiv-raffiniertes Meisterwerk der stumpfsinnigen, synthesizergeschwängerten, selbstgefälligen Schlagerhymnen „Egal“ wurde ungelogen 423 mal auf dieser fahrt gespielt inklusive inbrünstiger Gesangseinlage von einigen (inklusive mir). Der Song wurde vor allem dank der Nutzung des „Egal-Memes“ von Jan Böhmermann bekannt. Für diejenigen, die diesen denkwürdigen Wendlermove aus dem dazugehörigen Musikvideo, welches wahrscheinlich Wendlers Kauf eines Sportbootes rechtfertigen soll, nicht kennen verlinke ich das Musikvideo:

 

Meine persönliche Stimmung war von diesem Stimmungshit par excellence nicht beeinflussbar, selbst Krankheitserscheinungen wie die Erkenntnis, das man auch Kotze bestehend aus reinem Sprudelwasser von sich geben kann, ließen meine Stimmung nicht kippen. Nach dieser „denkwürdigen Leistung“ bin ich natürlich zurück in den Partyraum und habe das angebrochene (Ha, Wortwitz) Kickerspiel beendet mit einer knappen 11-13 Niederlage. Damit lege ich über das restliche Wochenende den Mantel des Schweigens, was ich am liebsten auch mit dem Podcast machen würde.

Diverse Umstände, auf die ich hier nicht genauer eingehen werde, haben dazu geführt, dass auch diesen Monat keine neue Folge erscheint und ob Folge Zwei jemals erscheint, bezweifele ich inzwischen arg. Da ich diesen Text jedoch positiv enden möchte, möchte ich zuletzt über meine Schuhbestellungen berichten. Obwohl ich bei zwei unterschiedlichen Schuhhändlern am selben Tag Schuhe bestellt habe und beide die selbe Lieferzeit haben sollten, kamen die einen (dank DHL) nach zwei Tagen an und die anderen (dank Hermes) heute nach einer Woche. Warum auch immer Online-Shops nur mit Hermes liefern ist mir schleierhaft, aber ich mag Mirapodo zu gern um in Zukunft nicht mehr bei ihnen nach neuen Schuhwerken zu stöbern. Ach ja, Schuhe lösen bei mir kurzzeitig eine Explosion von Glücksgefühlen aus, vor allem meine neuen Stiefeletten aber auch meine neuen Chucks (das zweite von hoffentlich vielen Exemplaren). Und mit dieser sensationellen Nachricht verabschiede ich mich in die Woche.

Werbung

8 Kommentare zu „Von einer Grippe, einem neuen Lieblingsgetränk, dem Wendler und Schuhbestellungen

  1. Ich habe tatsächlich gerade einen Beitrag mit Wendler-Thema gelesen. Du bringst mich zu Sachen…
    Lustig, ich hatte auch neulich eine Schuh-Odyssee hinter mir, aber offline. Musste fünf Geschäfte besuchen, um „normale“ schwarz weiße Schuhe von z.B. Nike zu bekommen. Es war ein Albtraum 😀

    Gefällt 1 Person

    1. Ich musste das mit dem Wendler irgendwie textlich verarbeiten. Das Lied verfolgt mich beim kochen, duschen, einschlafen, einkaufen und irgendwann sing ich „Egal“.
      Jetzt hat Mirapodo auch noch das Geld zurückgebucht, warum auch immer🤔

      Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s