Man könnte meinen ich würde aufmerksam die Fußball Bundesliga verfolgen, was auch eigentlich stimmt, dennoch habe ich mit erstaunen erst am Samstag in der ARD Sportschau einen wahren Skandal festgestellt. Nein, nicht dass die Freiburger Fans erst jetzt festgestellt haben, dass sie jahrelang einen leicht chauvinistischen Dödel als Präsident hatten, sondern, dass die Freiburger eiskalt die Torhymne der großartigen Alemannia aus Aachen geklaut haben. Es handelt es sich um den Klassiker „I will Survive“ allerdings in der Version der Party-/Coverband Hermes House Band.

Dabei ist die Bezeichnung als Band irreführend, handelt es sich vielmehr um ein Musikprojekt, dass aus einer Rotterdammer Studentenverbindung hervorgegangen ist. Zumindest wurde die Hermes House Band zu einer, als die Gründungsmitglieder ihr Studium beendet hatten. Nachdem die Version der Band von „I will Survive“ außergewöhnliche Popularität, unter anderem durch den Charteinstieg in Frankreich, erreichte, kam Eugene Lont, ehemaliges Mitglied der Combo die Idee eine Gruppe zu casten, die internationale Auftritte absolviert. Die zunächst aus Robin Maas, Jop Wiljacker und Judith Ansems bestehende Band wurde zu dem was international als Hermes House Band bekannt wurde. Damit wurde auch die Idee eigene niederländischsprachige Songs zu pushen verworfen. Nachdem „I will Survive“ der Türöffner explodierte die Band mit „Country Roads“ auf dem Chartradar in Großbritannien und Kontinentaleuropa. Es folgten konstante Charteinstiege in den folgenden Jahren genauso wie Kollaborationen mit Tony Christie (dessen 70er Jahre Hit „Is this the way to Amarillo“ neu aufgelegt wurde).

„I will Survive“ der erste Hit wirkt wie eine Blaupause des musikalischen Konzepts der Hermes House Band, Klassiker in ein moderneres rhythmusbetontes Gewand zu stecken, um die Songs zu Stimmungslieder umzupolen. Textlich wird etwas gekürzt, so wird jede Strophe nach der ersten in „I will Survive“ ausgelassen, ersetzt wird dies durch ein eingängiges Instrumental, was Alemannia Aachen seit Jahren (schon zu Zeiten glorreicher Pokalsiege gegen Bayern München) als Torhymne einsetzt und auch in Freiburg seit dieser Saison genutzt wird. Angereichert wird das mit dem lautmalerischen  „la la la“ und fertig ist der Stimmungshit, der auf jeder halbwegs guten Party funktionieren sollte.

2 Kommentare zu „Beeinflusst (68) – Hermes House Band „I will Survive“

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