The Green Mile

6/10 Keine Klassikerparade vergeht ohne, dass ich einen hochgeschätzten Film als aus meiner Sicht für überschätzt erkläre. Dieses Mal trifft es „The Green Mile“, den zweiten Gefängnisfilm, den Frank Darabont beruhend auf einer Stephen King Geschichte verfilmt. Gilt „The Shawshank Redemption“ zurecht als einer der besten Filme aller Zeiten, kann „The Green Mile“ dem nicht heranreichen. Die Geschichte ist etwas schwächer und die Inszenierung ist zwar handwerklich gut, aber über lange Zeit bei weitem nicht so ergreifend, in der ersten Hälfte dümpelt „The Green Mile“ vor sich hin, die Rahmenhandlung erscheint auch unnötig. In der letzten Stunde schafft es „The Green Mile“ dann auch mich zu fesseln, aber das macht ihn nicht zum sehr guten Film.

Flashdance

4/10 „Flashdance“ ist eine neunzigminütige Werbesendung für das von Giorgio Moroder produzierte Musikalbum. Sicher die Tanzszene ist legendär, bis dahin krampft sich dieser Film aber anhand billigster narrativer Mittel dorthin und erzählt arg kompliziert eine Liebesgeschichte von einer jungen Schweißerin und ihrem Yuppiechef. Irgendwie kann „Flashdance“ damit als Zeitdokument dienen, aber ohne den großartigen Soundtrack wäre dieser Film wohl schnell in Vergessenheit geraten.

Findet Nemo (Finding Nemo)

8/10 „Findet Nemo“ war einer dieser Filme, die ich als Kind gesehen habe und als unglaublich gut gefunden habe, aber irgendwann gar nicht mehr wusste warum. Beim Rewatch ist es mir dann aufgefallen, mir als Knirps hat die erzählte Vater-Sohn Geschichte sicher außerordentlich gut gefallen (ich würde sogar sagen, dass dies der Film ist, den Eltern ihren Kindern als erstes zeigen sollten). Heutzutage fallen mir dann aber ein paar Schwächen (der Auftakt ist wie so oft das stärkste, der Film ist flacher als zB Inside Out oder Wall-E) auf, wodurch „Findet Nemo“ ein wirklich sehr guter kurzweiliger Film ist, aber nicht zu den absoluten Meisterwerken von Pixar zählt, wenn auch knapp. Gucken kann man den hier nämlich immer wieder.

Die Zwölf Geschworenen (12 Angry Men)

10/10 Mir ist vor Jahren eine Liste ins Auge gefallen, die circa hundert Listen der besten Filme aller Zeiten ausgewertet und zu einem Gesamtergebnis vereint hat, dort auf Platz Eins war Sidney Lumets Kinodebüt „12 Angry Men“ und ja „12 Angry Men“ ist ein Meisterwerk. Dieses Kammerspiel, welches eine Juryberatung in einem Mordfall zeigt, ist gleichermaßen spannend wie vielschichtig. Den Charakteren wird größtmöglichen Raum gelassen, sodass Soziologen zu „12 Angry Men“ Doktorarbeiten verfassen können. Wie hier Schauspieler zu Charakteren werden, wie hier Rollendynamiken aufgegriffen werden, wie hier Menschen menschlich agieren, macht „12 Angry Men“ so besonders. Dazu kann man eine ganze Menge des Amerikas der 1950er hieran ablesen und wie Sidney Lumet mit subtilen Kniffen das Filmerlebnis nochmal auf die Spitze treibt verdient ebenso höchste Anerkennung. „12 Angry Men“ ist einer der besten Filme aller Zeiten, wie schon sehr viele Cineasten feststellen durften.

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2 Kommentare zu „Klassikerparade (7) – The Green Mile, Findet Nemo, Die Zwölf Geschworenen, Flashdance

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