Mittwoch Abend habe ich aus einer Laune heraus noch einmal „Dirty Dancing“ angeschaut und egal wie man zu diesem 80er-Jahrefilmklassiker steht, der Soundtrack ist über jeden Zweifel erhaben. Einer der größten Hitsingles aus dem Filmsoundtrack war „Hungry Eyes“. Im Film selbst wird der Song im Vergleich zu „She´s Like The Wind“ und „(I´ve Had) The Time of My Life“ nicht prominent am Ende eingesetzt sondern in einer Trainingsmontage am Anfang des zweiten Drittels des Films. „Hungry Eyes“ federt damit, obwohl recht stiefmütterlich behandelt, ein wenig die narrativen Schwächen in der Entwicklung der Lovestory auf, zumindest wenn man es schafft den Text mit den Bildern zu verbinden. Schließlich thematisiert „Hungry Eyes“ das lodernde Feuer einer neuen Affäre.

Musikalisch ist „Hungry Eyes“ eine typische 80er Midtempoballade und das obwohl „Dirty Dancing“ in den Sechzigern spielt. Die Keyboardflächen sind aber etwas mehr in den Hintergrund gemischt als üblich, oder klingen mehr nach einem klassischen Piano. Dafür gibt es eine signifikante Steigerung zwischen Strophe und Refrain, wodurch der Refrain wunderbar explosiv wirkt. Daneben ist der Einstieg des Songs noch bemerkenswert, in dem der eigenwillige Schlagzeugrhythmus, der den Song durchzieht, den Song eröffnet. Der von dem Songschreiberteam DeNicola/Previte geschriebene Song bedeutete für den damals schon 37-Jährigen Sänger ein überraschendes, wenn auch kurzlebiges, Comeback. 1976 hatte Carmen mit der Ballade „All by Myself“, die in den Neunzigern dank Celine Dion erneut ein Hit wird, seinen größten Soloerfolg, nachdem er die Band „Raspberrys“ verlassen hat. „Hungry Eyes“ wird in den USA ein Top Five Hit und ist bis heute ein beliebter Titel in AoR/ADC-Radiostationen. Sonst ist es heute um Carmen ruhig geworden, mit den Raspberrys ging er Mitte der Zweitausender noch einmal auf Tour, zu der Zeit gelang auch ein Remix von „Hungry Eyes“ in manche Charts.

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