Inhalt

Rachel, eine in Scheidung lebende Mitdreißigerin hupt in der morgendlichen Rush Hour einen Pick Up an, der nicht losfahren will, nicht ahnend, dass dort ein wahnsinniger (Russell Crowe) sitzt, der in der Nacht seine Frau umgebracht hat. Der Mann im Pick Up wird Rachel den schlimmsten Tag ihres Lebens bescheren…

Kritik

In Pandemiezeiten hört man nur von Filmverschiebungen, dort ist „Unhinged“ eine Ausnahme, dieser actionhaltige Thriller war auf einmal in den Kinos zu finden. Außerhalb der Pandemie wäre dies ein typischer Direct to DVD Film oder ein Direct to Netflix Film, aber ohne große internationale Konkurrenz kann sich dieser Thriller achtbar an der Kinokasse schlagen. Allerdings stellt sich die Frage, wie konnte es dazu kommen, dass Oscar-Preisträger Russell Crowe in diesem Film mitspielen konnte? Crowe war bisher nicht dafür bekannt Schurken zu spielen und dann in so einem Film? Nun, wer den Trailer gesehen hat, sieht, dass Russell Crowe inzwischen mehr wie John Goodman aussieht als John Goodman. Es ist traurig zu sehen, was aus diesem Weltklasseschauspieler, der in seiner Hochzeit jedes Jahr im Oscar-Rennen war, inzwischen geworden ist.

Auch wenn Crowe seine Klasse in diesem Film andeuten darf, er sieht bedrohlich und böse aus, ist dieser Film zu vergleichen mit Fast Food. Jeder weiß, dass Fast Food kein gutes Essen ist, aber man isst es immer wieder gerne, genauso sind Filme wie „Unhinged“ vorhersehbar und schematisch, aber man guckt es sich immer wieder an. Bei „Unhinged“ kommt neben Crowe noch die Tatsache, dass der Film doch ein paar brutale Szenen hat, hinzu, um ihn etwas abzuheben. Dabei machen es die Macher dem eigenen Film es unnötig schwer. Den Film mit einem Prolog, der den Wahnsinn vom namenlosen Pick Up Fahrer unnötig früh offenlegt um mit einer Titelsequenz in den Film zu leiten, die auf die Aggressivität im Straßenverkehr und die zunehmende Belastung durch Stress hinweist. Vielleicht fiel diese Entscheidung, weil die erste Viertelstunde in das Leben von Rachel eingeführt wird, um die Grundlagen für den späteren Film zu schaffen. Aus meiner Sicht hätte es dem Film nicht geschadet, ruhig mit Rachel zu starten.

Die Intensität wäre auch ohne die Kenntnis über Russell Crowes Charakter früh in den Film gekommen, spätestens in den Moment, wo ein kurzes Gespräch stattfand, nimmt der Film an Fahrt auf. Es folgt eine Sequenz, die an Filme wie „Duell“ erinnert und ab diesem Moment funktioniert „Unhinged“ richtig gut. Natürlich ist der Film dann ein plumper Actionthriller, aber die Action wirkt trotz zu offensichtlichem CGI Einsatz wuchtig, der Thrill in den Szenen wirkt und das Sounddesign braucht sich vor großen Blockbustern nicht zu verstecken. Selbst als der wütende Fahrer Rachel nicht mehr mit seinem Pick Up jagt, sondern sie aus der Ferne psychisch in die Enge treibt, ist „Unhinged“ spannend, auch wenn das ganze durchaus schon häufiger gesehen worden ist.

Fazit

Wer Lust hat Mal wieder einen mit ein paar Brutalspitzen ausgestatteten Actionthriller zu gucken, kann „Unhinged-Außer Kontrolle“ bedenkenlos angucken. Irgendetwas neuartiges sollte man aber nicht erwarten. 5/10

Daten & Fakten

Regie: Derrick Borte

Drehbuch: Carl Ellsworth

Länge: 90 Minuten

Genre: Thriller, Action

Darsteller: Russell Crowe, Gabriel Bateman, Caren Pistorius ua

Produktionsland: USA

2 Kommentare zu „Unhinged – Außer Kontrolle

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