In Zeiten von Streaming sind besonders bei Songs die Anfänge wichtiger geworden. Oftmals wird auf das simpelste Mittel zurückgegriffen, den Refrain an den Anfang zu stellen. Heute soll es um Songanfänge gehen, die sich nicht dem Trend anschließen, sondern einen Anfang haben, der für mich besonders gelungen sind, weil sie einen anderen Trick nutzen, um den Hörer an den Song zu binden.

Platz 7: Fleetwood Mac – Go Your Own Way

Von den hier gelisteten Songanfängen ist dieser hier sicher der konventionellste. Allerdings wird hier das Wutgefühl des Autors und Sängers Lindsay Buckingham so herausgestellt, dass dieser zornige Auftakt auf der Akustikgitarre, folgend von den ersten Lyrics einen der besten Songanfänge darstellt.

Platz 6: Bon Jovi – Livin On A Prayer

Eigentlich wollte ich „You Give Love A Bad Name“ nehmen, der nutzt jedoch den Move, den Refrain an den Anfang zu stellen, welchen ich ja hierfür disqualifiziert habe. Stattdessen „Livin On A Prayer“, bei dem der Auftakt vor allem durch das Wah-Wah-Pedal heraussticht. Dieser Trick hat so gut funktioniert, dass Bon Jovi den 2000 für „It´s My Life“ mehr oder minder kopiert haben.

Platz 5: The Sweet – Ballroom Blitz

Glam Rock Songs benutzen oft den Shuffle, bei „Ballroom Blitz“ greifen die Sweet auf einen anderen kompliziert klingenden Trick zurück. Der Song wirkt im Intro (und nicht nur dort) unglaublich schnell, da das Schlagzeug den Beat auf jede halbe Note spielt. Angereichert wird das dann mit synkopischen Akzentuierungen und der Vorstellung der Mitglieder, bevor die Gitarre aufheulen darf.

Platz 4: David Bowie – Heroes

Bei seiner Berliner Mauer Liebesgeschichte lässt David Bowie das klassische Intro einfach weg. Alle Instrumente spielen los, als wäre man schon mitten im Song. Ein ziemlich einfacher Trick, der aber dennoch selten genutzt worden ist.

Platz 3: New Order – Blue Monday

Bei „Blue Monday“ stellt sich natürlich die Frage wie lang der Songanfang eigentlich geht, schließlich ist der Song nicht nur knapp siebeneinhalb Minuten lang, sondern es braucht auch mehr als zwei Minuten bis die ersten Gesangslinien im Song kommen. Dabei möchte ich mich auf den Auftakt fokussieren. In einen hämmernden Drumcomputerbeat wird eine Keyboardline einprogrammiert, besonders herausstechend daran ist, dass die Keyboardmelodie asynchron zum Beat eingespielt wird, ein Fehler, wie die Band bestätigte. Ein Fehler, der aber so gut funktionierte, dass er behalten worden ist.

Platz 2: Talking Heads – Road To Nowhere

Wie kann man im Formatradio mit einem Songanfang auffallen? Wie wäre es damit anstatt mit einem Intro mit einem A-Cappella Teil zu starten. So geschehen im erfolgreichsten Song der Talking Heads. Ein Auftakt der hin und wieder variiert worden ist, aber nie war er so gut wie bei „Road To Nowhere“.

Platz 1: AC/DC – Thunderstruck

Einer der einfacheren Songanfänge, nimmt „Thunderstruck“ doch vor allem die Energie der E-Gitarre, die ein simples Riff spielt. Jedoch funktioniert das auch atemberaubend gut, was sich vor allem daran zeigt, dass der restliche Song dagegen abstinkt.

Jetzt seid ihr gefragt, Was sind eure liebsten Songanfänge? Schreibt es in die Kommentare

2 Kommentare zu „Die glorreichen Sieben (82) – Songanfänge

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