Media Monday #485

Was für eine Woche liegt hinter uns. Deutschlands nervigster Schlagerheini wird Corona-Leugner und am liebsten würde ich daraus einen Egal-Gag machen, doch so egal ist das nicht, denn dieser Schlagerheini ist nur einer von vielen Menschen die in ein solches Lager abrutschen und das beunruhigt mich mehr als die steigenden Anzahl an Neuinfektionen in Deutschland. Während Virologen optimistisch sind mit gezielten Maßnahmen einen zweiten Lockdown zu verhindern, nimmt die Spaltung in der Covid-Frage wieder zu und ein Teil von Twitter ist wieder im Panikmodus angelangt. Genug Corona-Pandemie für diese Woche, ich habe es geschafft meinen Veranstaltungsplan für das kommende (Online-)Semester zu organisieren, der BaföG-Ärger ist für dieses Semester auch gestillt, ich hab mein Wohnheimszimmer umgeräumt und ich bin im Grunde genommen hochmotiviert, weswegen ich mich jetzt an die sieben Lückentexte des Medienjournals wenden werde.

1. Horrorfilme gehören für viele im Oktober einfach dazu, für mich ist das aber egal. Wenn ich einen Horrorfilm gucke (was selten genug vorkommt), dann weil er Mal nach etwas außergewöhnlichem klingt oder er mir in der Sneak Preview untergejubelt wird. Vielleicht schaffe ich ja endlich den Rewatch von Ari Asters großartigem „Midsommar .

2. Was meine Generation gerne an Musik hört lässt mich ja wirklich gruseln, denn da ist so viel im besten Fall plumper Schrott dabei, dass ich für jeden Funken Hoffnung dankbar bin, so wie die Tatsache, dass der Fleetwood Mac Klassiker „Dreams“ dank eines TikTok-Videos es in die Spotify Top50 weltweit geschafft hat .

3. Übertriebener Splatter ist ähnlich wie der Jumpscare ein billiges Mittel in Horrorfilmen, das ich überhaupt nicht ausstehen kann .

4. Der empfehlenswerte Kinofilm „Niemals Selten Manchmal Immerist schon wirklich harter Tobak, weil der Film fernab der emotionalisierten Debatte das Thema Abtreibung zum Hauptplotpunkt des Films macht. Dabei ist der vertretene Standpunkt eindeutig, die Mutter, die immerhin das Baby im Bauch trägt, soll selbst entscheiden, egal wie außenstehende das beurteilen mögen .

5. Jetzt, wo wieder ein ganzer Haufen Kinostarts nach hinten verschoben worden ist, muss ich ganz deutlich sagen, dass das Kinoprogramm aktuell einen Menge sehenswerter Streifen zu bieten hat, deren Qualität gerade aufgrund der Blockbusterabstinenz („Tenet“ Mal ausgenommen, aber der ist ja auch ein hervorragender Film) wesentlich besser als im Durchschnitt ist. Einfach Mal gucken, was im örtlichen Kino läuft (zumindest, die die in der aktuellen Situation sagen, sie möchten gerne ins Kino gehen) .

6. Schade, dass wir ich nun tatsächlich erlebt habe, wie Lewis Hamilton Michael Schumachers Siegrekord in der Formel 1 zumindest eingestellt hat und das ausgerechnet auf dem Nürburgring. Auch wenn ich vor der sportlichen Leistung des Briten höchsten Respekt habe, wird er bei mir nie die Sympathiewerte des Kerpeners erreichen, dessen Leistungen ich immer noch über denen von Hamilton einordnen würde .

7. Zuletzt habe ich auf den Cologne Film Festival den neuesten Film von Thomas Vinterberg „Another Round“ gesehen und das war trotz der begleitetenden (& berechtigten) Hygienemaßnahmen ein besonderes Kinoerlebnis , weil der Film mir zum einen überaus gut gefallen hat und es ein Q&A mit Regisseur Vinterberg und Hauptdarsteller Mads Mikkelsen gab .

13 Kommentare zu „Media Monday #21

  1. Ich habe gestern erschreckend festgestellt, wieviele neue Halloween-Filme und -Serien es jetzt alleine auf Netflix gibt. Habe dafür „Skyscraper“ mit The Rock gesehen, der gefiel mir ausgesprochen gut, gerade weil die Handlung in dem großen Wolkenkratzer als „Mikrokosmos“ stattfand 😀

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    1. Diese ganzen Halloweenfilme braucht kein Mensch, außer den originalen Halloween natürlich, der ist phänomenal.
      Wenn dir „Skyscraper“ gefallen hat, habe ich so einen kleinen Geheimtipp für dich, der auch die Handlung in den Mikrokosmos Wolkenkratzer packt. Hört auf den Namen „Stirb Langsam“ und ist aus den 80ern.

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  2. Dieses TikTok-Phänomen habe ich mal meiner Schwester gesagt, die Lehrerin auf einer Gesamtschule ist. Ihrer Ansicht nach wird das leider nicht viel helfen, den Musikgeschmack noch Grade zu biegen 😀
    Ja, schade um Schumis Rekord. Aber wichtiger wäre es, wenn er sich halbwegs gesund mal wieder zeigen würde z.B. wenn sein Sohn in der Formel 1 fährt. Das Rennen am Nürburgring war aber ganz gut. Oktober in der Eifel ist immer voller Überraschungen.
    Ins Kino wollte ich eigentlich wenn mein Stress der aktuellen Tage vorbei ist. Wird nu leider erstmal nichts draus, auf zwei Stunden Maske hab ich wenig Lust. Grüße aus dem Risikogebiet 😀

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    1. Ich bin ja inzwischen der Meinung, dass man Kinder zu einem guten Musikgeschmack erziehen sollte.
      Ich befürchte, wir werden Schumi nie wieder halbwegs gesund zu Gesicht kriegen😔
      Ganz ehrlich, dass ist mir inzwischen auch egal (auch wenn ich der Überzeugung bin, dass eine gute Außenbelüftung, wie zumindest in meinen Stammkinos üblich, ausreicht). Lieber ins Kino mit Maske als nicht ins Kino und damit Grüße zurück aus einem selbsternannten Risikogebiet 😀

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        1. Darfst du halt nicht mit der Brechstange machen, sondern mit ein wenig Feingefühl, dann klappt das auch.
          Ich bin auch vorsichtiger, allerdings gibt es immer noch kein nachgewiesenes Superspreadingevent bei Kino & Theater und bei den Auflagen wird das wahrscheinlich auch so bleiben, aber das muss jeder für sich selbst entscheiden.

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