ESC-Fans beschäftigen sich oft gerne mit Statistiken und alternativen Ausgängen der Finals. Eine Möglichkeit wurde meiner Meinung mach sträflich vernachlässigt, nämlich jene Variante durchzuspielen, wenn man klassisch abstimmen würde. Was ich damit meine? Mit der Einführung des Halbfinals 2004 waren im Finale erstmals auch Nationen stimmberechtigt, die keinen Finalteilnehmer stellen. Wieso lohnt sich der Blick? Vereinzelt findet man die These, dass ein solches Voting Verzerrungen aus Ländern, die am Finalabend nicht teilnehmen und dementsprechend weniger Zuschauer haben und anfälliger für Blockvoting seien, abfedern könnte. Daneben habe ich in nahezu allen Fällen bis zur Einführung des geteilten Votings 2016 auch die Reihenfolge durchgespielt, nach der die Länder in der Reihenfolge ihres Auftritts ihr Voting verkünden und tatsächlich gibt es einige interessante Veränderungen. Alle Angaben sind ohne Gewähr, so kann mir sicher ein Rechenfehler passiert sein.

2004: We have a new Winner

  1. (5) Serbien & Montenegro 190 (+1)
  2. (10) Ukraine 175 (-1)
  3. (16) Griechenland 171 (=)
  4. (22) Türkei 151 (=)
  5. (21) Zypern 118 (=)
  6. (24) Schweden 101 (=)
  7. (9) Albanien 87 (=)
  8. (12) Bosnien-Herzegowina 64 (+1)
  9. (8) Deutschland 62 (-1)
  10. (1) Spanien 44 (=)
  11. (15) Mazedonien 39 (+3)
  12. (11) Kroatien 36 (+1)
  13. (6) Malta 24 (-1)
  14. (20) Großbritannien 21 (+2)
  15. (19) Polen 20 (+2)
  16. (14) Russland 19 (-5)
  17. (4) Frankreich 19 (-2)
  18. (23) Rumänien 13 (=)
  19. (2) Österreich 9 (+2)
  20. (18) Irland 7 (+2)
  21. (17) Island 7 (-2)
  22. (7) Niederlande 6 (-2)
  23. (13) Belgien 6 (-1)
  24. (3) Norwegen 3 (=)

Gleich im ersten Jahr des Halbfinals und den dadurch hinzugefügten Ländern wurde ein anderer Sieger auserkoren. Hätte 2004 nach dem klassischen Modus jedes Finalteilnehmerland in der Reihenfolge des Auftritts abgestimmt, hätte es einen Votingkrimi zugunsten von Erstteilnehmer Serbien mit Zeljko Joksimovic „Lane Moje“ gegeben, der im realen Contest nur Zweiter geworden ist. Auffällig sind die fünf Plätze Verlust für Russland. Max Mutzke hätte für Deutschland statt den achten Platz den neunten geholt und die Plätze mit Bosnien-Herzegowina getauscht.

2005: Serbien/Montenegro profitiert wieder

  1. (19) Griechenland 174 (=)
  2. (3) Malta 135 (=)
  3. (12) Serbien & Montenegro 98 (+4)
  4. (4) Rumänien 92 (-1)
  5. (7) Moldawien 92 (+1)
  6. (11) Israel 92 (-2)
  7. (23) Lettland 74 (-2)
  8. (18) Kroatien 72 (+3)
  9. (13) Dänemark 66 (=)
  10. (1) Ungarn 66(-1)
  11. (5) Norwegen 61 (-2)
  12. (6) Türkei 60 (+1)
  13. (21) Bosnien-Herzegowina 54 (+1)
  14. (22) Schweiz 53 (-6)
  15. (8) Albanien 50 (+1)
  16. (15) Mazedonien 39 (+1)
  17. (9) Zypern 36 (+1)
  18. (20) Russland 24 (-3)
  19. (14) Schweden 21 (=)
  20. (16) Ukraine 11 (-1)
  21. (2) Großbritannien 10 (+1)
  22. (10) Spanien 8 (-1)
  23. (24) Frankreich 6 (=)
  24. (17) Deutschland 2 (=)

Griechenland hätte auch in diesem System klar gewonnen, Malta wäre ebenso deutlich auf Zwei gelandet, dahinter wird das Feld jedoch bunter durchgemischt. Serbien/Montenegro hätte anstelle von Rumänien den Bronzerang knapp errungen, Kroatien wäre auf Acht in den Top Ten gelandet, dafür wäre Norwegen aus den Top Ten auf Elf gerutscht ebenso wie die Schweiz, die mit Vanilla Ninja angetreten sind. Sie hätte mit sechs Plätzen Verlust den größten Verlust eingefahren. Auch hohe Verluste auf hinteren Rängen macht wieder Russland, während Deutschland auf den letzten Platz kleben bleibt.

2006: Fast keine Unterschiede

  1. (17) Finnland 194 (=)
  2. (10) Russland 162 (=)
  3. (13) Bosnien-Herzegowina 145 (=)
  4. (12) Rumänien 122 (=)
  5. (22) Schweden 100 (=)
  6. (14) Litauen 91 (=)
  7. (18) Ukraine 82 (=)
  8. (24) Armenien 79 (=)
  9. (16) Griechenland 72 (=)
  10. (23) Türkei 61 (+1)
  11. (21) Irland 60 (-1)
  12. (11) Mazedonien 33 (=)
  13. (20) Kroatien 32 (-1)
  14. (5) Norwegen 27 (=)
  15. (8) Deutschland 27 (-1)
  16. (4) Lettland 23 (=)
  17. (1) Schweiz 20 (-1)
  18. (2) Moldawien 19 (+2)
  19. (15) Großbritannien 19 (=)
  20. (9) Dänemark 17 (-2)
  21. (3) Israel 4 (+2)
  22. (19) Frankreich 2 (=)
  23. (6) Spanien 0 (-2)
  24. (7) Malta 0 (=)

Selten waren sich die Ergebnisse so einig, ein paar zu kleinere Platztäusche sind zu verzeichnen und Spanien und Malta wären Null-Pointer. Türkei tauscht mit Irland um Platz Zehn und Elf, das ist aber die größte Meldung.

2007: Es wird eng

  1. (17) Serbien 149 (=)
  2. (15) Russland 142 (+1)
  3. (18) Ukraine 134 (-1)
  4. (21) Bulgarien 104 (+1)
  5. (10) Griechenland 97 (+2)
  6. (3) Weißrussland 91 (=)
  7. (22) Türkei 88 (-3)
  8. (24) Moldawien 88 (+2)
  9. (23) Armenien 85 (-1)
  10. (8) Ungarn 71 (-1)
  11. (11) Georgien 68 (+1)
  12. (20) Rumänien 47 (+1)
  13. (1) Bosnien-Herzegowina 41 (-2)
  14. (6) Mazedonien 41 (=)
  15. (7) Slowenien 33 (=)
  16. (14) Lettland 32 (=)
  17. (5) Finnland 19 (=)
  18. (9) Litauen 17 (+3)
  19. (12) Schweden 15 (-1)
  20. (16) Deutschland 8 (-1)
  21. (2) Spanien 7 (-1)
  22. (19) Großbritannien 7 (=)
  23. (13) Frankreich 5 (-1)
  24. (4) Irland (=)

Marija Seferovic hätte auch hier gewonnen, ihr relativ klarer Sieg wäre jedoch zum Krimi geworden, der sich endgültig mit der letzten Wertung aus Moldawien entscheidet. Russland überholt die Ukraine im Kampf um Platz Zwei, Griechenland macht zwei Plätze gut, während die Türkei um drei Plätze nachgeben muss und auf Sieben landet. Im Hinterfeld profitiert Litauen und macht drei Plätze gut.

2008: Norwegen bringt die Entscheidung

  1. (24) Russland 150 (=)
  2. (18) Ukraine 143 (=)
  3. (25) Norwegen 126 (+2)
  4. (5) Armenien 121 (=)
  5. (21) Griechenland 116 (-2)
  6. (12) Türkei 88 (+1)
  7. (7) Israel 84 (+1)
  8. (23) Serbien 79 (-2)
  9. (6) Bosnien-Herzegowina 68 (+1)
  10. (20) Aserbaidschan 59 (-2)
  11. (11) Island 58 (+3)
  12. (17) Georgien 48 (-1)
  13. (16) Dänemark 44 (+2)
  14. (14) Lettland 39 (-2)
  15. (22) Spanien 35 (+1)
  16. (13) Portugal 33 (-3)
  17. (15) Schweden 30 (+1)
  18. (19) Frankreich 30 (+1)
  19. (9) Kroatien 29 (+2)
  20. (1) Rumänien 26 (=)
  21. (3) Albanien 21 (-4)
  22. (8) Finnland 14 (=)
  23. (10) Polen 4 (+1)
  24. (2) Großbritannien 0 (+1)
  25. (4) Deutschland 0 (-2)

Deutschland und Großbritannien verlieren alle ihre vierzehn Punkte und landen auf den letzten Plätzen. Im Kampf um den Sieg wird es wieder eng. Vor der letzten Wertung aus Norwegen trennen Russlands Dima Bilan und Ukraines Ani Lorak nur einen Punkt, die Norweger bepunkten jedoch nur den Russen und machen ihn nach einem Wertungskrimi, an dessen Anfang es zunächst nach einem klaren Sieg für Griechenland (48 Punkte nach vier Wertungen) aussieht, zum Gewinner. Griechenland verliert am Ende zwei Plätze im Vergleich, die dafür Norwegen gewinnt und knapp auf Platz Drei einläuft. Serbien verliert zum ersten Mal Plätze, während Island statt im Mittelfeld rumzukrebsen am Ende hauchdünn an den Top Ten scheitert.

2009: Russland und Schweden profitieren

  1. (20) Norwegen 226 (=)
  2. (7) Island 137 (=)
  3. (11) Aserbaidschan 120 (=)
  4. (18) Türkei 113 (=)
  5. (23) Großbritannien 102 (=)
  6. (15) Estland 80 (=)
  7. (8) Griechenland 67 (=)
  8. (10) Russland 65 (+3)
  9. (3) Frankreich 64 (-1)
  10. (13) Moldawien 60 (+4)
  11. (9) Armenien 47 (-1)
  12. (21) Ukraine 46 (=)
  13. (12) Bosnien-Herzegowina 39 (-4)
  14. (16) Dänemark 37 (-1)
  15. (4) Schweden 31 (+6)
  16. (17) Deutschland 30 (+4)
  17. (22) Rumänien 29 (+2)
  18. (5) Kroatien 26 (=)
  19. (2) Israel 24 (-3)
  20. (19) Albanien 24 (-3)
  21. (24) Finnland 19 (+4)
  22. (6) Portugal 18 (-7)
  23. (14) Malta 17 (-1)
  24. (25) Spanien 8 (=)
  25. (1) Litauen 7 (-2)

Ganz vorne war das Ergebnis klar, da bleibt ein Erdrutschsieg von Alexander Rybak. Im Mittelfeld und dahinter kommt es jedoch zu großen Verschiebungen. Russland und Moldawien entern anstelle von Armenien und Bosnien-Herzegowina die Top Ten und Milena Erman, heute bekannt als Greta Thunbergs Mutter hätte für Schweden sechs Plätze gut gemacht und auch Deutschland wäre immerhin vier Plätze höher gelandet.

2010: Lenas Triumph gerät zum Zittersieg

  1. (22) Deutschland 122 (=)
  2. (19) Rumänien 119 (+1)
  3. (11) Griechenland 112 (+5)
  4. (21) Armenien 112 (+3)
  5. (14) Türkei 107 (-3)
  6. (1) Aserbaidschan 106 (-1)
  7. (13) Georgien 86 (+2)
  8. (7) Belgien 78 (-2)
  9. (17) Ukraine 78 (+1)
  10. (25) Dänemark 76 (-6)
  11. (20) Russland 71 (=)
  12. (18) Frankreich 64 (=)
  13. (2) Spanien 44 (+2)
  14. (24) Israel 37 (=)
  15. (15) Albanien 35 (+1)
  16. (6) Bosnien-Herzegowina 31 (+1)
  17. (8) Serbien 31 (-4)
  18. (23) Portugal 31 (=)
  19. (4) Moldawien 27 (+3)
  20. (16) Island 26 (-1)
  21. (3) Norwegen 18 (-1)
  22. (9) Weißrussland 17 (+2)
  23. (10) Irland 25 (=)
  24. (5) Zypern 13 (-3)
  25. (12) Großbritannien 10 (=)

Aus einem relativ ungefährdeten Sieg Lenas wird ein Zittersieg. So übernimmt Lena mit der elften Wertung zum ersten Mal die Führung von Rumänien, mit deren Vertretern Ovi & Paola Seling liefert sie sich ein Kopf an Kopf Rennen, bei dem die Türkei, Aserbaidschan und Griechenland in Lauerstellung bleiben. Bei der vorletzen Wertung übernimmt Griechenland die Führung, Dänemarks Zwölf Punkte entscheiden das Rennen dann für Lena. Dänemark ist der große Verlierer dieses Votingsystems, von Vier auf Zehn geht es runter. Griechenland hingegen macht aus einem achten Platz einen dritten Platz, während Serbien und Zypern im Hinterfeld Federn lassen müssen.

2011: Fanfavoritefail wird abgemildert

  1. (19) Aserbaidschan 117 (=)
  2. (12) Italien 106 (=)
  3. (7) Schweden 95 (=)
  4. (15) Moldawien 79 (+8)
  5. (2) Bosnien-Herzegowina 75 (+1)
  6. (6) Irland 71 (+2)
  7. (3) Dänemark 70 (-2)
  8. (23) Ukraine 70 (-4)
  9. (25) Georgien 66 (=)
  10. (16) Deutschland 66 (=)
  11. (9) Griechenland 62 (-4)
  12. (5) Ungarn 53 (+10)
  13. (20) Slowenien 52 (=)
  14. (21) Island 49 (+6)
  15. (24) Serbien 47 (-1)
  16. (10) Russland 46 (=)
  17. (17) Rumänien 46 (=)
  18. (18) Österreich 44 (=)
  19. (14) Großbritannien 44 (-8)
  20. (11) Frankreich 43 (-5)
  21. (1) Finnland 40 (=)
  22. (4) Litauen 39 (-3)
  23. (8) Estland 31 (+1)
  24. (22) Spanien 27 (-1)
  25. (13) Schweiz 15 (=)

So eng dieser Eurovision Song Contest war, hätte man große Veränderungen erwartet. Diese kamen jedoch erst ab Platz Vier, so kann Moldawien statt einem zwölften Platz einen vierten Platz einfahren, die Ukraine fällt von jenem auf Platz Acht, während Griechenland dieses Jahr auch vier Plätze nachgeben muss. Fanfavorite Kati Wolf aus Ungarn steigert sich von 22 auf 12, Blue aus dem UK machen fast den umgekehrten Weg; für sie geht es von 11 auf 19. Island macht immerhin sechs Plätze gut, während Frankreich fünf Plätze verliert. Dennoch fällt auf, dass viele auf ihren Platz verharren.

2012: Die Griechenland-Zypern Kombi profitiert

  1. (17) Schweden 229 (=)
  2. (6) Russland 155 (=)
  3. (24) Serbien 111 (=)
  4. (13) Aserbaidschan 100 (=)
  5. (11) Estland 74 (+1)
  6. (20) Deutschland 74 (+2)
  7. (3) Albanien 72 (-2)
  8. (18) Türkei 71 (-1)
  9. (10) Italien 65 (=)
  10. (8) Zypern 62 (+6)
  11. (16) Griechenland 58 (+6)
  12. (14) Rumänien 58 (=)
  13. (26) Moldawien 49 (-2)
  14. (22) Mazedonien 44 (-1)
  15. (19) Spanien 42 (-5)
  16. (25) Ukraine 42 (-1)
  17. (4) Litauen 39 (-3)
  18. (21) Malta 36 (+3)
  19. (7) Island 31 (+1)
  20. (23) Irland 24 (-1)
  21. (5) Bosnien-Herzegowina 22 (-3)
  22. (15) Dänemark 16 (+1)
  23. (2) Ungarn 11 (+1)
  24. (9) Frankreich 10 (-2)
  25. (1) Großbritannien 9 (=)
  26. (12) Norwegen 4 (=)

Auch hier wieder ein Erdrutschsieg an dem nicht gerüttelt werden kann. Auffällig, Deutschland profitiert und landet auf der Sechs vor Albanien, die zwei Plätze einbüßen müssen. Zypern und Griechenland können jeweils sechs Plätze gut macgen und landen auf Zehn und Elf und Spanien muss nachgeben und landet nur auf der fünfzehn.

2013: Top Ten werden durchgemischt

  1. (18) Dänemark 193 (=)
  2. (22) Ukraine 154 (+1)
  3. (20) Aserbaidschan 145 (-1)
  4. (24) Norwegen 129 (=)
  5. (10) Russland 108 (=)
  6. (9) Malta 99 (+2)
  7. (13) Niederlande 87 (+2)
  8. (21) Griechenland 76 (-2)
  9. (6) Belgien 56 (+3)
  10. (14) Rumänien 55 (+3)
  11. (17) Ungarn 48 (-1)
  12. (25) Georgien 48 (+3)
  13. (3) Moldawien 47 (-2)
  14. (16) Schweden 46 (=)
  15. (23) Italien 46 (-8)
  16. (8) Weißrussland 37 (=)
  17. (19) Island 34 (=)
  18. (12) Armenien 32 (=)
  19. (15) Großbritannien 20 (=)
  20. (2) Litauen 17 (+2)
  21. (7) Estland 9 (-1)
  22. (4) Finnland 6 (+2)
  23. (11) Deutschland 3 (-2)
  24. (26) Irland 3 (+2)
  25. (1) Frankreich 2 (-2)
  26. (5) Spanien 2 (-1)

Emelie de Forest wäre trotz weniger Wertungen ebenso deutlich auf Platz Eins gelandet und hätte drei Wertungen vor Schluss den Sieg unter Dach und Fach gebracht. Statt Aserbaidschan wäre die Ukraine auf Platz Zwei gelandet. In den Top Ten hat es weitere Verschiebungen zugunsten Malta, der Niederlande, Belgien und Rumänien gegeben. Dafür fällt Italien von Sieben auf Fünfzehn und Deutschland verliert auch Mal wieder zwei Plätze landet aber immerhin auf Platz 23.

2014: Vorne bleibt am Ende alles gleich

  1. (11) Österreich 197 (=)
  2. (24) Niederlande 167 (=)
  3. (13) Schweden 146 (=)
  4. (7) Armenien 126 (=)
  5. (21) Ungarn 92 (=)
  6. (1) Ukraine 68 (=)
  7. (23) Dänemark 61 (+2)
  8. (18) Finnland 60 (+3)
  9. (4) Island 58 (+6)
  10. (5) Norwegen 57 (-2)
  11. (9) Polen 55 (+3)
  12. (15) Russland 53 (-5)
  13. (20) Schweiz 49 (=)
  14. (6) Rumänien 45 (-2)
  15. (19) Spanien 40 (-5)
  16. (2) Weißrussland 34 (=)
  17. (12) Deutschland 30 (+1)
  18. (22) Malta 28 (+5)
  19. (10) Griechenland 27 (+1)
  20. (3) Aserbaidschan 26 (+2)
  21. (26) Großbritannien 25 (-4)
  22. (16) Italien 21 (=)
  23. (8) Montenegro 19 (-4)
  24. (25) San Marino 10 (=)
  25. (17) Slowenien 8 (=)
  26. (14) Frankreich 2 (=)

Ausgerechenet die niederländische Wertung hätte Conchitas Sieg (nachdem es lange nach einem Sieg der Common Linnets aussah) besiegelt. Auf den Positionen hätte Island deutlich gewonnen, so wäre es von Fünfzehn auf Neun gegangen, während Russland fünf Plätze verliert und neben Spanien der große Platzverlierer. Großbritannien und Montenegro verlieren im Hinterfeld immerhin vier Plätze.

2015: Keine großen Veränderungen

  1. (10) Schweden 239 (=)
  2. (25) Russland 208 (=)
  3. (27) Italien 204 (=)
  4. (13) Belgien 152 (=)
  5. (12) Australien 130 (=)
  6. (19) Lettland 121 (=)
  7. (4) Estland 72 (=)
  8. (3) Israel 65 (+1)
  9. (9) Norwegen 54 (-1)
  10. (16) Montenegro 40 (+3)
  11. (23) Georgien 39 (=)
  12. (8) Serbien 34 (-2)
  13. (1) Slowenien 28 (+1)
  14. (24) Aserbaidschan 27 (-2)
  15. (6) Armenien 25 (+1)
  16. (15) Griechenland 23 (+3)
  17. (7) Litauen 22 (+1)
  18. (26) Albanien 22 (-1)
  19. (20) Rumänien 17 (-4)
  20. (22) Ungarn 14 (=)
  21. (11) Zypern 11 (+1)
  22. (21) Spanien 10 (-1)
  23. (18) Polen 7 (=)
  24. (2) Frankreich 3 (+1)
  25. (5) Großbritannien 0 (-1)
  26. (14) Österreich 0 (=)
  27. (17) Deutschland 0 (=)

Wie im Vorjahr hätte die Wertung des am Ende Zweitplatzierten den Sieger zementiert. Auffällig die hohen Punkzahlen für die ersten Plätze und die nur 40 Punkte, die für Platz Zehn gereicht hätten. Dorthin hätte sich der Montenegriner Knez katapultiert, während Bojana Stamenov für Serbien nur Platz Zwölf statt Platz Zehn einfährt. Großbritannien leistet Gastgeber Österreich und Deutschland Gesellschaft im Null Punkte Klub.

2016: Vorne keine Änderungen, vereinzelte Überraschungen

  1. (21) Ukraine 329 (113/216;=)
  2. (13) Australien 307 (197/110;=)
  3. (18) Russland 289 (64/225;=)
  4. (8) Bulgarien 202 (72/130;=)
  5. (26) Armenien 182 (81/101;+2)
  6. (11) Frankreich 181 (103/78;=)
  7. (12) Polen 154 (5/149;+1)
  8. (9) Schweden 131 (69/62;-3)
  9. (22) Malta 113 (97/16;+3)
  10. (1) Belgien 107 (73/34;=)
  11. (16) Litauen 105 (65/40;-2)
  12. (7) Israel 101 (90/11;+2)
  13. (23) Georgien 93 (69/24;+7)
  14. (24) Österreich 89 (11/78;-1)
  15. (20) Lettland 85 (47/38;=)
  16. (5) Ungarn 81 (36/45;+3)
  17. (3) Niederlande 81 (55/26;-6)
  18. (4) Aserbaidschan 79(38/41;-1)
  19. (14) Zypern 65 (28/37;+2)
  20. (6) Italien 61 (50/11;-4)
  21. (19) Spanien 53 (45/8;+1)
  22. (25) Großbritannien 33 (25/8;+2)
  23. (15) Serbien 29 (9/20;-5)
  24. (17) Kroatien 26 (22/4;-1)
  25. (2) Tschechien 25 (25/0;=)
  26. (10) Deutschland 3 (1/2;=)

Auch das neue System ist nicht besonders anfällig für drastische Änderungen, wobei Georgien kann sieben Plätze gut machen, während die Niederlande sechs einbüßt. Statt dem Schweden Frans hätte sich Iveta aus Armenien einen Top Fünf Rang gesichert und Ira Losco wäre dank der Jurys in den Top Ten anstelle des Litauers Donny Montell.

2017: Griechenland profitiert, UK verliert

  1. (11) Portugal 457 (229/228;=)
  2. (25) Bulgarien 366 (165/201;=)
  3. (7) Moldawien 293 (89/204;=)
  4. (24) Schweden 226 (147/79;+1)
  5. (23) Belgien 215 (65/150;-1)
  6. (20) Rumänien 196 (33/163;+1)
  7. (9) Italien 152 (57/95;-1)
  8. (6) Niederlande 116 (101/15;+3)
  9. (8) Ungarn 107 (27/80;-1)
  10. (14) Australien 99 (97/2;-1)
  11. (26) Frankreich 98 (27/71;+1)
  12. (17) Norwegen 89 (70/19;-2)
  13. (15) Griechenland 73 (47/26;+6)
  14. (12) Aserbaidschan 70 (60/10;=)
  15. (3) Weißrussland 61 (46/15;+2)
  16. (4) Österreich 61 (61/0;=)
  17. (13) Kroatien 54 (14/40;-4)
  18. (19) Zypern 54 (27/27;+3)
  19. (10) Dänemark 52 (44/8;+1)
  20. (2) Polen 48 (17/31;+2)
  21. (18) Großbritannien 43 (35/8;-6)
  22. (5) Armenien 37 (28/9;-4)
  23. (1) Israel 30 (26/4;=)
  24. (22) Ukraine 25 (12/13;=)
  25. (16) Spanien 5 (0/5;+1)
  26. (21) Deutschland 3 (3/0;-1)

Schweden und Belgien tauschen die Plätze, Moldawien wäre Televoting-Zweiter. Die Niederlande kickt Norwegen aus den Top Ten. Ausgerechenet Griechenland kann wieder sechs Plätze gut machen, während UK genau jene Anzahl an Plätzen verliert.

2018: Vorne wieder alles gleich geblieben

  1. (22) Israel 319 (133/186;=)
  2. (25) Zypern 249 (106/143;=)
  3. (5) Österreich 244 (192/52;=)
  4. (11) Deutschland 232 (133/99;=)
  5. (26) Italien 177 (39/138;=)
  6. (14) Tschechien 175 (33/142;=)
  7. (20) Schweden 166 (152/14;=)
  8. (15) Dänemark 158 (28/130;+1)
  9. (6) Estland 148 (71/77;-1)
  10. (4) Litauen 116 (49/67;+2)
  11. (18) Bulgarien 109 (76/33;+3)
  12. (13) Frankreich 106 (73/33;+1)
  13. (24) Irland 99 (51/48;+3)
  14. (19) Moldawien 91 (25/66;-4)
  15. (7) Norwegen 82 (36/46;=)
  16. (12) Albanien 75 (60/15;-5)
  17. (16) Australien 67 (64/3;+3)
  18. (23) Niederlande 66 (46/20;=)
  19. (21) Ungarn 54 (11/43;+2)
  20. (1) Ukraine 53 (5/48;-3)
  21. (2) Spanien 49 (32/17;+2)
  22. (9) Großbritannien 40 (17/23;+2)
  23. (17) Finnland 38 (18/20;+2)
  24. (3) Slowenien 35 (27/8;-2)
  25. (10) Serbien 32 (3/29;-6)
  26. (8) Portugal 26 (18/8;=)

Moldawien, oft Profiteur, heuer vier Plätze zurück. Albanien und Serbien müssen auch stark federn lassen, andersherum kann niemand besonders viele Plätze gut machen. Litauen kann immerhin einen Top Ten Platz rausholen.

2019: Mahmood siegt!

  1. (22) Italien 313 (154/159+1)
  2. (12) Niederlande 295 (142/153;-1)
  3. (24) Schweiz 236 (96/140;+1)
  4. (9) Schweden 236 (165/71;+1)
  5. (5) Russland 226 (90/136;-2)
  6. (15) Norwegen 218 (21/197;=)
  7. (20) Aserbaidschan 192 (132/60;+1)
  8. (8) Nordmazedonien 190 (147/43;-1)
  9. (25) Australien 176 (88/88;=)
  10. (17) Island 129 (27/102;=)
  11. (6) Dänemark 86 (36/50;+1)
  12. (11) Zypern 84 (64/20;+1)
  13. (1) Malta 84 (70/14;+1)
  14. (2) Albanien 72 (33/39;+3)
  15. (13) Griechenland 71 (47/24;+6)
  16. (3) Tschechien 71 (67/4;-5)
  17. (21) Frankreich 60 (40/20;-1)
  18. (10) Slowenien 52 (19/33;-3)
  19. (18) Estland 47 (22/25;+1)
  20. (7) San Marino 43 (12/31;-1)
  21. (23) Serbien 37 (7/30,-3)
  22. (26) Spanien 36 (1/35;=)
  23. (19) Weißrussland 22 (9/13;+1)
  24. (14) Israel 21 (0/21;-1)
  25. (4) Deutschland 17 (17/0;=)
  26. (16) Großbritannien 3 (3/0;=)

Nach fünfzehn Jahren wieder ein Siegerwechsel. Italiens Mahmood hätte anstelle von Duncan Lawrence für die Niederlande den Song Contest gewonnen. Anstelle von Russlands Sergei Lazarev wäre Luca Hänni Dritter geworden und auch 2019 hätte Griechenland besonders profitiert, während Tschechien um fünf federn lassen muss.

Fazit: Es ist ein interessantes Gedankenexperiment, im Fazit sind die Ergebnisse ein wenig überraschend. So haben oft typische Diasporaländer Platzschwankungen sowohl in die eine als auch in die andere Richtung gehabt. Im Kampf um den Sieg wäre es oft enger geworden (vor allem 2007, 2008 und 2010), jedoch seltenst zu einem Siegerwechsel (2004 und 2019). Große Auswirkungen hat das Voting der Nicht-Finalteilnehmer für einige platzierten in nahezu jedem Jahrgang. Im Gesamteindruck sind die veränderten Ergebnisse jedoch oft zu vernachlässigen. Fairer wäre das Voting allein durch Finalteilnehmer im Endeffekt ein wenig, jedoch würden Länder mit starker Diaspora manchmal deutlich stärker profitieren.

4 Kommentare zu „Was wäre wenn beim ESC nur die Finalisten abstimmen dürften?

    1. Alles klar!

      Italien hast du ja schon entdeckt, Finnland könnte dir gefallen, ist aber in meinen Augen auch nix besonderes. Sonst empfehle ich den ESC Podcast, den ich mit Sebastian mache. Vielleicht hookt dich ja auch eine der Balladen oder der Groovy Nummern.

      Gefällt 1 Person

  1. Bis einschließlich 2018 war ja noch alles in Ordnung, aber der Knall kam am Schluss. Naja, du weißt ja, ich und „Soldi“… 🙈
    Unter dem Gesichtspunkt der Einschaltquoten und auch der gesamteuropäische Verbundenheit wegen finde ich es schon ganz gut so, wie es ist ^^

    Gefällt 1 Person

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