Media Monday #513

Normalerweise schreibe ich den Media Monday immer Sonntag Abends, durch absurd anmutende unvorhersehbare Ereignisse muss ich das nun vor meiner ersten Vorlesung der Woche um 08:30 nachholen. Von daher heute kein längeres Intro, sondern der Verweis, dass für diese Woche einiges an Beiträgen geplant ist.

1. Die Oscars in diesem Jahr sind mir so gleichgültig wie seit mindestens zehn Jahren nicht mehr. Der fehlende Glaube daran eine Show zu liefern, die Kino feiert wiegt da schwerer als die nominierten Filme. Von dem, was ich bisher sehen konnte hat mir wie immer einiges gefallen und von Filmen wie „The Father“ und „Minari“, aber auch den großen Gewinner „Nomadland“ erwarte ich schon, dass sie mir gefallen werden und Top Ten Kandidaten für meine Jahresendliste werden. „Promising Young Woman“ ist für diese schon gesetzt .

2. Man merkt schon deutlich, dass kulturelle Dinge fehlen und es eine Gruppe an Menschen gibt, die mit der Corona-Situation zu verängstigt umgehen. Die #allesdichtmachen-Bewegung schießt jedoch derart über das Ziel hinaus, dass dieser Satireversuch, wie eine Querdenkerrevolte wirkt und selbst wenn man gute Absichten im Sinn hatte, sollte man verstehen, dass diese in der Kampagne kaum zu erkennen sind .

3. Die Nominierung Armin Laschets als Unions-Kanzlerkandidat gibt mir das Gefühl, dass es doch knapp wieder für die Union reichen könnte. Mithilfe von Diffamierungen hat es Laschet ja schon in NRW geschafft und auch beim Kampf um den Parteivorsitz wurde er mancherorts vorschnell abgeschrieben. Meine persönliche Meinung zu Laschet äußere ich Mal nicht, denn sie wäre nicht jugendfrei .

4. Der Start/die Veröffentlichung von irgendeinem Kinofilm in Deutschland würde mich ja in kosmische Freude beamen, hoffentlich ist es nicht mehr allzu lang bis das wieder möglich sein wird .

5. Wenn es auch mal spielerische Unterhaltung sein darf, dann empfehle ich doch die Kindsköpfe von Rocket Beans TV.

6. Sich mit Filmen zu beschäftigen ist sicher nicht die schlechteste Rückzugsmöglichkeit, denn dies ist trotz geschlossener Kinos auch in Pandemiezeiten dem Heimkino sei Dank möglich. Eigentlich wollte ich ja letzte Woche sieben Filme von meiner Pile of Shame streichen analog zu Lufios Schwanengesang. Ausnahmsweise hat der Herr jedoch mehr Filme als ich geschafft, ich muss für die letzten anderthalb Filme (gestern wurde ich zu müde um „Dracula“ in der Fassung von Francis Ford Coppola zu Ende zu gucken) jedoch in die Verlängerung gehen. Freuen dürft ihr euch schon einmal auf lobende Worte zu Hitchcocks „Der Mann, der zu viel wusste“ und Frank Capras „Mr. Smith geht nach Washington“ .

7. Zuletzt habe ich geschlafen und das war notwendig, weil mein Tag heute vollgepackt sein wird und ich von daher eh nicht die Oscars gucken konnte .

11 Kommentare zu „Media Monday #49

  1. Da geht es mir wie dir. Diese #allesdichtmachen-Bewegung klang teilweise doch sehr nach Querdenker – und Corona – Leugner – Werbung.
    Da Laschet nominiert wurde, rückt ein Sieg der Grünen in greifbare Nähe 😆
    Doe Oscars haben mich noch nie interessiert.

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    1. Ja, wenn da ein paar Menschen hinterstehen, die dem nahe stehen und Schauspieler das nicht hinterfragen geschieht das.
      Auch wenn die Umfragen was anderes sagen, gegen Söder wäre der Wahlkampf einfacher geworden, so sehr wie der ein machtgieriges Fähnchen im Wind hätte man den gut angreifen können. Bis September ist noch lang

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  2. An diese #allesdichtmachen-Typen musste ich auch denken, auch wenn ich da noch gar nicht so reingeguckt habe. Vermutlich zurecht.
    Bei Laschet kann ich es mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass er es schafft. Nicht nur, dass er offensichtlich unfähig ist, nach dem Machtkampf mit der CSU wird das auch nicht leichter..

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    1. Einige sind ja schon zurückgerudert, nachdem sie erkannt haben, welche Reaktionen das hervorruft.
      Laschet passt in das CDU Kanzlerbild. Bei Kohl hieß es, der wird nie Kanzler, Merkel hat einen sicheren Wahlsieg beinahe vergeigt, da wirkt Laschet mit seinem überraschenden NRW-Wahlsieg vergleichsweise souverän. Also von daher stelle ich mich drauf ein, dass die Union knapp den Kanzler stellen darf.

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  3. Habe vorhin ein Interview mit einem Regisseur gesehen, der einige der Videos gedreht hat. (Eigentlich dachte ich, die SchauspielerInnen hätten das in Eigenregie zuhause zusammengeklöppelt.) Er meinte, die Videos wären doch ganz klar Parodien auf angeblich privilegierte Promis, die in Videos behaupten würden, es wäre doch ganz easy zuhause zu bleiben und die Maßnahmen schönreden würden. Als Beispiele nannte er Uschi Glas und Günther Jauch. Meiner Meinung nach haben die lediglich Videos zur Impfkampagne gemacht und wenn man Parodien erklären muss, ist auch irgendwas falsch gelaufen.

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