Nach einer gefühlten Ewigkeit gibt es heute Mal wieder Kurzkritiken zu aktuellen Starts bei Streaminganbietern:

Love & Monsters

gesehen auf Netflix

Sieben Jahre nach der Monsterapokalypse lebt der verbliebene Rest Menschheit in Bunkeranlagen. In einer lebt auch Joel (Dylan O´Brien), der herausfindet, dass seine Freundin Aimee (Jessica Chadwick) in einer knapp 200 Kilometer entfernten Bunkeranlage lebt. Obwohl Joel kaum vorbereitet ist, macht er sich auf den Weg zu Aimee und gabelt einen Hund auf, der ihm sein Leben gerettet hat.

„Love & Monsters“ ist ein ganz spezieller Fall Film, drollig bis zum geht nicht mehr verzeiht man ihm beim sehen, dass er sowohl absolut vorhersehbar ist als auch nur oberes Mittelmaß darstellt. Gefühlt atmet „Love & Monsters“ jenen Geist eines 80er-Abenteuerfilms von Steven Spielberg oder Robert Zemeckis ohne deren Klasse zu erreichen, aber gut genug um jenes wohliges Gefühl auszulösen, das einen zum dranbleiben bewegt. Dabei hilft eine wunderbare Prologsequenz zu beginn ebenso wie der beste Filmhund in jüngster Zeit. Der aus der Maze Runner Reihe bekannt gewordene Dylan O´Brien schafft es auch locker-schluffig den Sympathieträger zu mimen, der sich mehr tollpatschig denn geübt durch die Handlung durchkämpft. Allerdings lässt sich nicht leugnen, dass „Love & Monsters“ in der zweiten Hälfte ordentlich Pacingprobleme bekommt (nun es ist ja auch eher ein mittelmäßiger Film, denn ein guter Film). Ebenso fällt unangenehm auf, dass unter den gegebenen Umständen, dass das ganze schon sehr auf Comedy getrimmt ist, zu wenig Lacher generiert. Dennoch schafft man es dem Film das ganze zu verzeihen, er ist schlicht und einfach drollig und dann auch noch mit besserem CGI ausgestattet als höher budgetierte Blockbuster. 6/10

Baggio – Das göttliche Zöpfchen (Il divin Codino)

gesehen auf Netflix

Roberto Baggio, Italiens Fußballstar der 90er Jahre, bekommt hier ein Biopic, in der nicht nur auf seine sportliche Karriere eingegangen wird, sondern auch auf seine schwierige Beziehung zu seinem Vater.

Nun, dieser italienische Film wirkt wie das Aqüivalent zu einer RTL-Filmproduktion. Aus einer interessanten Geschichte wird ein 90-minütiges Biopic zusammengeklöppelt, welches mit der Brechstange den klassischen Fünf Akter präsentiert und dabei extrem auf den Höhepunkt (Fußball WM 1994) ausgerichtet ist. Wer die Geschichte rund um die Fußball WM aus italienischer Sicht kennt, bekommt genau einen neuen Inside, der aber im Rahmen der Vater-Sohn Geschichte arg narrativ konstruiert wirkt. Ansonsten präsentiert der Film uns einen schwierigen Charakter als einzigen Sympathieträger und präsentiert den italienischen Meistertrainer Arrigo Sacchi in einem bedenklichen Licht, welches ihm nicht gerecht wird. Ästhetisch spricht alles für einen typischen Fernsehfilm, den man bedenkenlos weggucken kann, aber auch als Fußball Fan sein lassen kann. 5/10

Der Boandlkramer und die große Liebe

gesehen auf Prime Video

Fortsetzung des 2008er Films „Die Geschichte des Brandner Kasper“ vom inzwischen verstorbenen Jospeh Vilsmaier, die sich um den Boandlkramer (Michael Bully Herbig) dreht, der aus Gefühlen für eine junge Mutter (Hannah Herzsprung) ihren Sohn am Leben lässt, was ihn in Teufelsküche bringt. Der Teufel (Hape Kerkeling) spielt dann auch eine Rolle.

Nun, was soll ich zu diesem Streifen sagen? Dafür, dass er eine Komödie sein soll musste ich erschreckend wenig lachen, obwohl ich gerade bei Hape Kerkeling eigentlich immer lachen muss, egal was er macht. Hier nicht und so lief dieser Film bei mir als Grundrauschen durch. Irgendwo zwischen Langeweile und Erstaunen habe ich dann versucht zu ergründen, warum um alles in der Welt ich mit dem Film nichts anfangen kann. Alleine die dargestellte Hölle und der dazu passende Teufel Kerkelings müsste mich zum Lachen bringen, hat es aber nicht getan. So bleiben positiv vor allem die Darsteller und Darstellerinnen (Hannah Herzsprung hat bei mir seit „Weißensee“ einen Platz im Herzen) und der kinotaugliche Look. 4/10

2 Kommentare zu „Neulich im Stream: Love & Monsters, Baggio – Das göttliche Zöpfchen, Der Boandlkramer und die ewige Liebe

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