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Bea (Rose Byrne) und Thomas McGregor (Domhnall Gleason) heiraten. Ein Verleger möchte Beas Geschichten über Peter Hase groß vermarkten, doch Peter ist eingeschnappt als er als der Bösewicht dargestellt werden soll und läuft weg und trifft in der Stadt einen alten Freund seines Vaters mit dem er einen Bruch begeht…

Meine Meinung zum Film

„Peter Hase“ war 2018 ein leicht frecher Feel-Good Familienfilm, der jedoch einige Schwächen aufwies. Punkten konnte vor allem der Metahumor, der vorwiegend auf die Eltern zielt neben bekanntem Slapstick sowie Referenzen an andere Filmgenres (der Beginn, der wie ein Kriegsfilm im Garten inszeniert ist). Will Gluck hat mit der Verfilmung der Beatrix Potter Romane jedoch eine Basis geschaffen, um eine Filmreihe aufzubauen, wie sich mit dem zweiten Teil der Reihe zeigt.

Sicherlich narrativ ist der Film ein wenig zu holprig, vor allem wenn sich mehrere Handlungsstränge und Charakterentwicklungen häufen und der Film im Grunde drei Filmideen in einem packt und das rasant in die 90 Minuten Spielzeit präsentiert. Aus Sicht der Kinder sicherlich am spaßigsten ist der Entwicklungszirkel des Protagonisten, der Anfangs als geläutert präsentiert wird, was in einer Gedankensequenz jedoch schon angezweifelt wird, dann jedoch beim Meeting mit dem schmierigen Verleger zu Nichte gemacht wird und dann erneuter Schabernack des Hasens mit den flotten Sprüchen (in der Synchro sehr gut vertont von Christoph Maria Herbst) geschieht. Vorher wird der erste Song eingesetzt, der wenn es sich hierbei nicht um einen Familienfilm handeln würde zu plump wirken würde, was aber auch mit einem Augenzwinkern erwähnt wird. Dadurch machen auch die Songs (ua von Green Day und Supergrass) mehr Spaß als im ersten Teil, was symptomatisch für den ganzen Film gilt.

Denn, obwohl der Film manchmal unrund wirkt, steckt in jeder Sequenz Humor und Liebe zum Detail, so gibt es auch Humor, der auf zeitgenössische Phänomene zielt – So wird ein Hipster dadurch gekennzeichnet, dass er aussieht wie ein Bauer auf einem Markt, um sich cool zu finden – und dabei auch die aus dem ersten Teil bekannten Tiere, wie den Fuchs, der zum Ausdauersportler mutiert, nachdem er andere Tiere nicht mehr jagt, miteinbezieht. Auch der heimliche Star des ersten Films, der Hahn hat wieder einige brüllend komische Szenen, ebenso wie der Hirsch, der ein wenig an das Faultier aus „Zoomania“ erinnert. Diese Humorfarbe so stark auszuspielen sorgt dafür, dass aus einem Kinderbuch zumindest in dieser Verfilmung ein Familienfilm wird, den Erwachsene ähnlich amüsant und lustig finden, wie die jugendliche bzw. kindliche Begleitung. Passend dazu entspinnt sich der Handlungspfad für Bea und Thomas in einer Metaebene, deren Feld schon im ersten Teil bereitet worden ist. So ist die von Rose Byrne verkörperte Bea als moderne Variation von Beatrix Potter zu sehen, die nun von einem windigen Verleger (mit dem genau richtigen Maß Overacting für einen Familienfilm und gehörig Spaß an der Rolle: David Oyelowo) zu verrückten Fortsetzungen ihrer kleinen Hasengeschichte (das Bilderbuch bildet die Handlung des ersten Teils ab) getrieben werden soll. Dies versetzt Thomas in Sorge, dass sich Bea verliert, die sich beispielsweise zu sehr im Aston Martin, den sie als Vorleistung bekommt gefällt, weswegen er (zu) heftig interveniert. Höhepunkt der Metagagparade ist dann die Auflösung der Verlagsstory, in der Bea ergründet, dass die Welt der Hasen klein bleibt und kein Platz für Agentengeschichten und Verfolgungsjagden sei, während parallel ein Fehler Peters genau das für den letzten Akt des Films bedingt, wodurch Peters Entwicklungszirkel wieder in der Einsicht angekommen ist. Diese Moral, genau wie die Tatsache, dass Peter auf seinen weisen Cousin Benjamin hören sollte, wird ein wenig zu plump ausgedrückt, was in einem Familienfilm aber noch in Ordnung ist.

Fazit

Der erste starke Familienfilm in den Kinos 2021 ist tatsächlich „Peter Hase 2“, der geschickt die Basis des ersten Teils nimmt und verbessert weiterentwickelt, wodurch der Streifen zu einem großen Spaß wird. 7/10

Daten & Fakten

Regie: Will Gluck

Drehbuch: Will Gluck & Patrick Burleigh

Darsteller: Rose Byrne, Domhnall Gleason, David Oyeluwo uw

Genre: Familienfilm

Länge: 93 Minuten

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