Eigentlich wollte ich heute eine Filmkritik zu „Greta“ verfassen, da ich diesen gestern Abend im Kino sehen wollte, aber dazu kam es nicht, sodass ich nicht weiß, ob es morgen eine Filmreview geben wird, heute gibt es keine glorreichen Sieben, obwohl ich ein Thema habe (FilmBlogCast-Hörer können sich dieses sicher erarbeiten) sondern eine Art Wochenendbericht und am Ende gibt es die Auflösung, warum ich es nicht ins Kino geschafft habe.

Alles fing an, als ich merkte, dass ich mich dieses Wochenende für einige Sachen gemeldet hatte. Freitag Abend und Samstag Vormittag Volunteering bei der Deutschen Hochschultischtennismeisterschaft, womit ich einen Punkt meiner imaginären Bucket-List abgehackt habe, Samstag Nachmittag Studifest, bei dem Kinder Maskeln an unserem Stand basteln durften und am Abend hat mein bester Freund zum geselligen Abend eingeladen. Es kam wie fast immer, ich war bis zum nächsten Morgen da. Sonntag war dann noch die Europawahl.

Da ich ab Freitag kränkelte, weswegen ich sogar früher vom Volunteering mit drängenden Kopfschmerz gegangen bin, war das ganze eine größere Herausforderung. Glücklicherweise waren die Kopfschmerzen am nächsten Tag passe, dafür war meine Stimme schon am Nachmittag ziemlich angeschlagen. Spätestens am Abend war sie dann eigentlich im Eimer, da ich aber nicht so einfach den Mund halten kann, hab ich dennoch weiter gelabert und auch etwas getrunken. Ende vom Lied, je später der Abend, desto mehr klang meine Stimme nach Rainer Calmund. Dennoch und vielleicht auch unter anderem deswegen war es ein sehr gelungener Abend, wir haben es nur versäumt Telefonscherze mit meiner Stimme zu machen. Dafür haben sich Running-Gags etabliert („Sei mal bitte 1 Coulomb leiser“) und irgendwie ist vieles vom Abend in der Retrospektive nicht logisch zu erklären. Irgendwann war ich sogar weggenickt und am nächsten Morgen saß ich wieder mal am Frühstückstisch meines besten Freundes.

Deswegen war ich etwas im Stress, um meine Stimme für die Europawahl abzugeben, kleiner Tipp ich hab wieder mal für die Partei mit dem historischen Tief gestimmt, und dann mit immer noch angeknackster Stimme im Briefwahlbezirk Wahlhelfer zu sein. Ich war nicht nur aus Pflichtbewusstsein dort, sondern auch weil ich das Erfrischungsgeld gebrauchen konnte. Der wohl größte Briefwahlbezirk Aachens war meiner, zusammen mit acht anderen Personen. Das Ergebnis des Bezirks kann man sogar nachlesen, von daher muss ich das hier nicht verheimlichen, aber es war für mich ein Schlag in die Magengrube. Meine Theorie, dass Briefwähler Spießerparteien wählen, hat sich hier bestätigt, da knapp zwei Drittel der Stimmen an CDU und Grüne gingen.

Nach der Auszählung und Auswertung gegen halb Neun fehlte eine Stimme, weswegen ein Drama begann, da die Schnellmeldung nicht akzeptiert wurde. Wenn ich das ganze überspitzt verarbeiten würde, könnte ich daraus ein Kammerspiel namens „Die neun Wahlhelfer“ schreiben. Am Ende fand sich in den Abfallsäcken ein Stimmzettel, der dort versehentlich gelandet ist und damit war ich um kurz nach zehn endlich raus, um dann zum Restaurant „Zur Goldenen Möwe“(mal gut nachdenken, was das heißt) noch etwas zu essen.

Wegen all diesen Tatsachen, hab ich auch noch kein Rätsel beim Filmrätsel gelöst, werde das aber noch ändern…

12 Kommentare zu „Von Tischtennis, Wahlen und Rainer Calmund

  1. Ach ja, Aachen, da war ich auch vor kurzem, allerdings nicht als Wahlhelfer sondern beruflich. Schöne Stadt, auch wenn man -wie ich- keine Printen mag. Ich werde in diesem Jahr sicher häufiger dort sein und wenn es sich ergibt, auch mal ins Kino gehen. Bisher konnte ich nur das „Cineplex“ (?) entdecken, weil ich es von meinem (temporären) Büro aus sehen kann. Laut Recherche gibt es aber wohl noch mindestens 2 kleinere Kinos, die es dann zu entdecken gilt. Bereits gefunden habe ich einen tollen Comic-Laden, in dem ich mich gleich ordentlich eingedeckt habe.
    Wahlhelfer war ich Sonntag auch, allerdings in einem „richtigen“ Wahllokal, soll heissen, eines, in dem echte Menschen ihr Stimmzettel ausgefüllt und abgegeben haben.
    Da gleichzeitig in Hamburg auch noch Bezirkswahl anstatt, gab es einen Menge Stimme auszuzählen, was einigermassen zeitaufwendig und nervenaufreibend war, da es ständig irgendwelche Differenzen gab. Auch heute Vormittag (Montag) waren dir noch dabei, bis dann alles aufging. Da es zwei Tage waren, war auch das Erfrischungsgeld (ich glaube das regeln die Bundesländer auch unterschiedlich) auch erheblich höher, als wenn es nur der Sonntag gewesen wären. Hat viel Spaß gemacht. Ich habe mich mal ganz unverbindlich für den Wahlvorstand in einem Wahllokal in unserem Bezirk beworben. Im Februar 2o2o ist bei ins die nächste Bürgerschaftswahl.
    Mit dem Filmrätsel tue ich mich in diesem Monat wirklich schwer. Stand heute habe ich noch keines gelöst. Wer also auf mich gewettet haben sollte, dürfte sein Geld wohl nicht Wiedersehen 😊

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    1. Ich mag Printen auch nicht sonderlich, aber dafür gibt’s ja den Lindt Werksverkauf am Bendplatz. Lustig, dass du das Cineplex ansprichst, war gerade noch da. Es ist halt das Multiplexkino in Aachen. Ich glaub, ich weiß welchen Comicladen du meinst. Kaum von Cineplex entfernt ist das Eden, das dem selben Betreiber gehört, aber etwas gehobenere Filme zeigt, der Eden Eins ist der schönste Kinosaal in der Region. Dann gibt es noch das teure Capitol, da war ich aber noch nie, weil eine Karte mindestens zwölf Euro kostet und in der Pontstraße das Apollo, das in der Nacht zur Disco wird und am Nachmittag und Abend Independentfilme und Filme mit höheren Anspruch zeigt. In Alsdorf gibt es noch ein schönes Kino, in das ich es viel zu selten schaffe.
      Das Erfrischungsgeld ist sogar von Gemeinde zu Gemeinde anders.

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      1. Danke dir für die Infos. Das klingt alles recht interessant und für eine rundes Kinoerlebnis bin ich auch gern bereit gern mal etwas mehr zu bezahlen.
        Ach ja, ich habe nichts gegen Multikplexkinos. Bitte nicht falsch verstehen, falls es so angekommen sein sollte. Aber von den großen Kinos haben wir hier selbst (mehr als) genug, weswegen mich die kleinen regionalen Kinos grundsätzlich mehr interessierten.
        Große Blockbuster schaue ich auch meist in einen Multiplex, weil sie hierfür letztlich auch gemacht sind technisch auch alles auf dem neusten Stand ist. Das ist in den kleinen Kinos nicht immer der Fall, aber auch nicht unbedingt notwendig.

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        1. Ich sehe das meiste im Multiplex, bevorzuge aber auch die beiden kleinen Kinos. Außerhalb von Aachen gehe ich viel zu selten ins Kino, auch wenn es bis in den Alsdorfer Cinetower nicht weit ist.
          Das Eden steht dem Multiplex technisch in nichts nach, das Apollo ist einen Tick schwächer.

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          1. Einmischung ausdrücklich erwünscht😊 Von dem Kino habe ich doch grad erst vor kurzem hier etwas gelesen…. ein umgebautes Irgendwas, oder so. Klang auch wirklich interessant. Ist für mich durchaus erreichbar. Mal schauen. Was hast du dort denn sehen dürfen?
            Ja, tut mir leid, dass ich die Liebe zu Printen nicht teilen kann. Schlägt dein Herz denn für unsere Spezialität, das Labskaus? Ist -selbst hier bei uns- auch nicht jedermanns Geschmack😋

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  2. nach meinem Motto: lieber spät, als nie…. „gib mir nochmaaaaal e Frikkadelschen jung!“ ja der Abend war gelungen und ich weiß ehrlich nicht wie du es geschafft hast es dir in meinem Bett so bequem zu machen. Es sah herzallerliebst aus. Wie die Prinzessin auf der Erbse, zwischen Decken und Kissen Türmen. Auch dein, “ joaa dann leg ich mich halt da hin!“ (gesprochen von Rainer), als ich dich aus meinem Bett geschmissen habe, war einfach der Hammer. War wie immer eine große Freude, dass du da warst.

    PS

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