Ja, die Achtziger waren generell schräg aus musikalischer Sicht. Ja, die Neue Deutsche Welle (NDW) war generell schräg. Aber extrem schräg war der Goldene Reiter. Dieser Song Joachim Witts hätte nur in den frühen Achtzigern Erfolg haben können. Ein Lied, das als lyrisches Ich einen Geiteskranken hat, der eigentlich den Kapitalismus kritisieren möchte. 

Irgendwie funktioniert dieses seltsame Konstrukt, denn genauso ridikül wie das lyrische Ich und der Text ist auch die Musik. Spätestens wenn der Wahnsinn überhand nimmt, scheint klar warum dieser Hit einmalig ist. 

Joachim Witt sollte knapp 17 Jahre später zusammen mit Peter Heppner noch einen großen Erfolg mit „Die Flut“ haben. Ähnlich düster, aber mehr melancholisch.

Ein Kommentar zu „Schräg, aber gut (3) – Joachim Witt „Goldener Reiter“

  1. Hey ecce, da sind wir ja diese Woche Brüder im Geiste (deutsche Musik).
    Für Witt Avantgardeansprüche war die FRÜHE (!) NDW ein optimales Keimbecken. Er war ja immer etwas anders. „Der Goldene Reiter“ hat für mich so eine ganz typische für 80er-Jahre Atmosphäre. Kühl und anders.

    Danke dafür! 🙂

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