Am 1999er Film „Eiskalte Engel“, eine Adaption von „Gefährliche Liebschaften“ im High School Setting scheiden sich die Geister. Der Film, der Reese Witherspoon den Durchbruch brachte und Ryan Philippe als, später dann gescheiterter, Next-Superstar positionierte und beiden auch temporär privat Liebesglück brachte (Witherspoon und Philippe heirateten 1999 und ließen sich 2007 scheiden) wurde gemischt aufgenommen. Einer der Glanzstücke des Films war ganz sicher der Soundtrack mit Songs unter anderem von Faithless, Blur, Fatboy Slim den Cardigans und auch einer bis dato in Kontinentaleuropa wenig bekannten Band namens Placebo. Deren Song „Every You, Every Me“ wurde für den Anfang des Films ausgewählt und gekürzt verwendet. Das Trio, welches nach dem ersten Album einen Schlagzeugerwechsel von Robert Schultzberg zu Steve Hewitt (der urspünglich wegen einer Verpflichtung bei einer anderen Band nicht teil von Placebo sein konnte) verkraften musste, legte auf „Without You I´m nothing“ ein etwas langsameres, ruhiges Klangwerk hin, welches näher am Britpop der Neunziger dran war als das energetische, rockige Debüt.

„Every You, Every Me“ bildet da fast schon eine Ausnahme alleine schon wegen der spätestens durch Grunge zum Mainstream gewordenen „Laut Leise Dynamik“, die das Lied kennzeichnet und besonders im zweiten Teil den Song verdichtet. Textlich bildet „Every You, Every Me“ eine kaputte Beziehung ab, womit er gut zum Film passt, in dem er eingesetzt wird. Daneben zeigt sich die ungewöhnliche, erkennungswürdige Stimme von Sänger Brian Molko besonders gut. Die Londoner Band konnte mit diesem Song ihren internationalen Durchbruch feiern, auch wenn der kommerzielle Erfolg gar nicht so groß war, wie man annehmen könnte, so landete der Song nur auf Platz 99. Seitdem konnte allerdings jedes Placebo-Album in Deutschland eine Top Fünf Platzierung erzielen und eine beliebte Festivalband sind Placebo, inzwischen nur noch als Duo unterwegs immer noch auch wenn das letzte Album mit dem kommerziell erfolgreichen „Too Many Friends“ auch schon sieben Jahre her ist.

2 Kommentare zu „Filmsongperlen (18) – Placebo „Every You, Every Me“

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