Mein Vater hat eine seltsame Angewohnheit, Weihnachtsgeschenke werden nie zu Weihnachten gekauft, sondern kurz davor oder danach. So hätte es mich auch nicht verwundern sollen, dass er letztes Wochenende vorschlug, dass ich die Stereoanlage am Freitag holen soll. Meinen Freunden teilte ich mit, dass er die Entscheidung mir das Teil zu finanzieren, noch bereuen wird. Nicht, weil ich gerne laut Musik höre, Nein diese Angewohnheit habe ich wie meine Vorliebe für Pils Schuss und das fehlende Gesangstalent von ihm, sondern weil ihm die Musik teilweise nicht gefallen wird. Während er also bei Haddaways „What is Love“ in mein Zimmer vor Begeisterung stürmt, wird er bei Nirvanas „Smells like teen Spirit“ einen Wutanfall kriegen. 

Ursprünglich wollte ich ihn mit diesen Lied ärgern, aber im Rahmen der neuen Begeisterung für den ehemaligen Schlagersender WDR4, welcher jetzt Oldies spielt, fiel mir seine Abneigung gegen den Klassiker „Under the Moon of Love“ von Showaddywaddy auf. Diese kann ich nun wirklich nicht verstehen, da dies einer der wenigen Songs ist, die mir immer gute Laune bereiten. Sonst wird mein Vater nicht müde zu betonen, wie sehr ihm die Musikauswahl gefällt und man merkt ihm leichte Verwunderung an, wenn ich weiß, wie sehr er Sydney Youngbloods „If only I could“ mag. Das er trotz fehlendem Gesangstalent bei Equals „Baby come back“ mitsingt, hat mich peinlich berührt, denn so schräg wie er sing nicht mal ich, aber auch das hatte was gutes, den Song kannte ich nämlich nicht.

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