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Tusker (Stanley Tucci) und Sam (Colin Firth) begeben sich auf einem Roadtrip an dessen Ende Sam ein Klavierkonzert geben soll. Tuskers Demenz schreitet langsam voran und legt einen Schatten auf die Beziehung der beiden.

Meine Meinung zum Film

Manchmal weiß ich gar nicht so Recht, was ich zu einem Film schreiben soll. „Supernova“ ist teilweise ein solcher Film. Technisch ist der Film nicht besonders außergewöhnlich, die Musik drängt sich ein wenig zu sehr auf in diesen ruhigen, melancholisch gehaltenen Film. Das erste Drittel, in dem man praktisch nur Sam und Tusker miteinander sieht, ist „Supernova“ ein glaubhaftes Abbild einer langanhaltenden glücklichen Beziehung, die langsam von der Demenz getrübt wird. Dabei hilft natürlich die Tatsache, dass Regisseur und Drehbuchautor Harry Macqueen mit Stanley Tucci und Colin Firth zwei Könner zur Verfügung hat, die beide Leistungen zeigen, die zu den besseren Schauspielleistungen der beiden gehören. Tucci und Firth haben eine glaubhafte Chemie miteinander und spielen subtil von innen nach außen heraus.

Sobald die beiden jedoch bei Sams Schwester ankommen und immer mehr Personen in den Film kommen, wird der Film zunehmend schwächer, zwischendurch gar belanglos und vor sich hin mädernd. Es gibt eine längere Feiersequenz, die ziemlich genau meinen schlimmsten Albtraum von einer Ü50-Party abbildet und wo es genau einen berührenden, interessanten Moment gibt. Ansonsten beginnt der Film hier vor sich hin zu meandern. Die knackige Länge von 95 Minuten fühlt sich eher wie zwei Stunden oder gar zweieinhalb Stunden an. Auch wenn die beiden Hauptdarsteller alles geben und den Zuschauer dennoch berühren, gibt es ein großes Problem im Film, das gegen Ende hin immer offensichtlicher wird. So wie der Film Demenz in den Mittelpunkt des Streifens rückt, muss er das Thema besser behandeln. Als Demenzfilm ist „Supernova“ ein absoluter Totalausfall. Irgendwo zwischen Romantisierung und völliger Überdramatisierung von Klenigkeiten changierend, bietet das Drehbuch Tucci keine Chance eine glaubhafte Darstellung eines hadernden Demenzkranken abzugeben.

Fazit

Starke Chemie zwischen den Hauptdarstellern auf der einen Seite, ein zähes Tempo und das Vollversagen in der Demenzdarstellung auf der anderen Seite. „Supernova“ ist bestenfalls ein durchschnittlicher Film. 5/10

Daten & Fakten

Regie & Drehbuch: Harry Macqueen

Darsteller: Colin Firth, Stanley Tucci um

Länge: 95 Minuten

Genre: Drama

Gesehen am 15.11.2021 im Apollo Kino Aachen

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