Inhalt

Nels Coxman (Liam Neeson) führt als Schneepflugfahrer ein beschauliches Leben bis sein Sohn am Rande eines Drogenproblems, welches einen Schatten über den Skiort Kehoe legt, zu Tode kommt. Folgend stolpert Nels in die Rache hinein und beginnt eine tödliche Spirale…

Kritik

Man soll ja immer mit etwas positivem beginnen, bevor ich dies jedoch mache, muss ich mich über den schwachsinnigen deutschen Verleihtitel aufregen. Unter dem Originaltitel „Cold Pursuit“ kann ich mir was vorstellen, „Hard Powder“ sagt mir nichts und wird im Film auch nicht irgendwie erwähnt. Nichts, was den Film an sich verschlechtert, aber dennoch ärgerlich ist. Vielleicht dachte man sich auch einfach, der Name für einen Liam Neeson Actionthriller ist eh sekundär, da die Leute eh ins Kino wandern oder es bewusst sein lassen. Nachdem der Nordire in „The Ballad of Buster Scruggs“ und „Widows“ wieder sein Talent als Charakterdarsteller zeigen konnte, ist „Hard Powder“ die Rückkehr zu den typischen Actionfilm, die er zu hauf seit „96 Hours“ gemacht hat.

„Hard Powder“ unterscheidet sich jedoch dezent, er beinhaltet eine Menge an schwarzen Humor, der jedoch nicht immer perfekt getimt ist. In manchen Momenten habe ich mich an die Coenbrüder und vor allem deren Film „Fargo“ erinnert gefühlt, so wie Regisseur Hans-Petter Morland (der ein 1 zu 1 Remake seines Films „Kraftidioten“ hier verwirklicht hat) die Toten ehrt und eine neue clevere Polizistin als Nebenfigur etabliert, so hat mich Emily Rossums Kim Dash immer an Frances McDormands Marge Gundersen erinnert. Passend zum skurillen Humor sind einige Nebenfiguren weniger fein gezeichnet, sie Grenzen zur Karikatur, egal ob Bösewicht oder thailändisch stammende Schwägerin oder Anführer des Rivalen des Bösewichts, der hier Native ist und indirekt in den Kampf von Nels Coxman hineingezogen wird. Einige der Gags sind wirklich gut, so fand ich auch die Morde amüsant, gerade die ersten sind eher zufällig. Auch die Idee, allen Gangstern abstruse Spitznamen zu verpassen oder zwei Handlanger zu einem heimlichen Liebespaar zu machen sorgen für Erheiterung, jedoch krankelt der Film an Logikfehlern, so sind einige Schritte von Nels und einige Wissensstände nicht nachvollziehbar. Technisch ist das ganze grundsolide und glücklicherweise nicht hektisch gefilmt, allerdings auch nicht besonders.

Fazit

„Hard Powder“ ist ganz nett anzusehen und wer Liam Neeson Actionfilmen nicht überdrüssig geworden ist, bekommt hier einen grundsoliden Actioner mit einem Schuss schwarzen Humor serviert. Das ist keine hohe Filmkunst, aber auch keine verlorene Zeit. 6/10

7 Kommentare zu „Hard Powder

  1. Der „deutsche“ Titel hängt vermutlich auch damit zusammen , dass sich hier viele mit der Aussprache des Wortes „Pursuit“ rech schwer tun. Ich erinnere mich da gerne an viele lustige Momente im Zusammenhang mit einem Brettspiel, welches eben dieses Wort im Titel trägt 😏

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  2. Na toll, Actionfilme mit Liam Neeson 🙄😂😂
    Ähm, ich habe soeben Runde 1 des Filmquiz gesehen. Soll ich da jetzt einfach meine Lösung mitsamt Hinweisen kommentieren, ist die Kommentarfunktion schon nicht-öffentlich? 😛 (Nicht dass es nicht sowieso alle wissen werden, sind ja Filmkenner, aber fürs Protokoll halt 😂)

    Gefällt 1 Person

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