Semesterferien sind eine schwierige Angelegenheit. Zum einen suggerieren sie eine Freiheit, da das Studium jedoch auf freiwilliger Basis ist, ist das ein Irrtum, vor allem, weil in den meisten Studiengängen, so auch in meinem, die Prüfungen in der vorlesungsfreien Zeit sind. Gut, jetzt habe ich mich nicht zu beschweren mit insgesamt drei Klausuren, einer Hausarbeit und einem Praktikum, aber das führt zu einem anderen Problem. Man fühlt, dass man ewig Zeit hat und sie kaum einordnen kann. So habe ich endlich mal eine Klausur in Geschichte bestanden, die mich zur Hausarbeit berechtigt. Erste Hürde geschafft, ob ich es schaffe in vier Wochen eine Hausarbeit zu schreiben, wage ich zu bezweifeln, ich werde es aber versuchen. Auch weil ich sonst in den nächsten Wochen nur eine weitere Klausur schreiben muss, was die Motivation jedoch deutlich schwinden lässt. Vielleicht spielt auch eine Rolle, dass ich durch Schusseligkeit schon drei Credit Points in Deutsch verschenkt habe, ergo dieses Semester wird es auch nichts mit der Maximalpunktzahl. Jetzt kann ich natürlich mich mit den Worten der ersten Vorlesung in der Einführungsvorlesung „Werden sie bloß nicht zu reinen Jägern von Leistungspunkten!“ rausreden, aber wegen Dummheit eine simple Leistung in einem Seminar nicht einzureichen ist ärgerlicher als eine Klausur zu schieben oder nicht zu bestehen. So oder so habe ich in diesem Semester bisher nicht wirklich abgeliefert und auch in den letzten Tagen hab ich noch nicht so viel geleistet. Vielleicht hadere ich auch zu sehr mit dem Weg zum Ziel Lehrberuf, denn das Studium ist teilweise schon dröge und rückblickend wäre eine Ausbildung doch nicht so schlecht gewesen, aber das Ziel motiviert mich weiter, auch wenn davor weiter einige Jahre des Studiums liegen.

Bevor man denkt, ich sei in einer existenziellen Krise, so schlimm ist es bei weitem nicht, allerdings hadere ich manchmal schon mit meinen bisherigen Studienleistungen. Da ist natürlich ein Motivationsproblem wenig hilfreich, aber so muss ich mich halt anders motivieren. Dazu kommt, dass mein bester Freund mich letzte Woche fragte, ob wir den Podcast starten sollen. So kommt es, dass wir Mittwoch eine neue Folge, die erste reguläre Folge, aufzeichnen. So hatte ich am Wochenende einen Podcast vorzubereiten, sonst war ich aber nicht wirklich effektiv, wie es mein Textbeginn schon erahnen ließ. Freitag habe ich knapp sechs Monate zu spät meinen Geburtstag gefeiert. Bis auf die zu großzügige Getränkekalkulation, wobei auch ein paar Personen sehr kurzfristig abgesagt haben, lief es erstaunlich gut. Die gemietete Wohnheimsbar erwies sich als Glücksgriff, da sie genug Sitzgelegenheiten, eine nette Theke, Kicker und Dart und eine kleine Tanzfläche hatte. Das Soundsystem ist clever, so ist die Musik an der Tanzfläche besonders laut und am Tresen leise genug, um sich anständig zu unterhalten. Es gab sogar Lob für meine Playlist, auch wenn der ein oder andere da mal wieder was reingeschmuggelt hat – eine der wenigen Dinge, die man mit mir nicht machen sollte. Gegen Ende hab ich dann die Leute mal musikalisch machen lassen. Einer meiner Lieblingssätze, wobei einiges zitierfähig wäre, drehte sich jedoch ums Essen. „Ich liebe Deutschland, für alles gibt es eine DIN-Norm und auf Partys gibt es Frikadellen mit Kartoffelsalat.“ Dabei war das aus der Not geboren, was kann man kalt essen und macht satt? Richtig, Frikadellen mit Kartoffelsalat und so kam es, dass zumindest die Frikadellen alle gegessen worden sind. Dafür haben die Gäste mir zu wenig getanzt, aber das war in Ordnung. Ich hatte Spaß und meine Gäste scheinbar auch, weswegen ich wohl doch auch nächstes Jahr feiern werde, dann aber pünktlicher, vielleicht auch ausnahmsweise genau an meinem Geburtstag, der nächstes Jahr auf einen Freitag fällt. Abgesehen davon waren die Geschenke dieses Jahr besonders geglückt.

Sonst habe ich auch an meinem Rezensionsbeitrag gearbeitet und beschlossen ihn zu dritteln, so wird Teil Eins sich mit der Rezension der Masse befassen und warum Prequels, Sequels und Reboots deswegen Oberwasser haben, während Teil Zwei sich mit (professionellen) Filmkritikern und Teil Drei Selbstreflexiv mit meinem Schaffen befassen wird. Teil Eins ist übrigens fertig, wird jedoch erst fertig, wenn ich auch Teil Zwei geschrieben habe, um große Lücken zu vermeiden. Daneben bin ich dabei die Filme des Marvel Cinematic Universe zu gucken, so fehlen mir noch sechs Filme und vier würde ich gerne nochmal zur Einordnung gucken, weswegen ich gestern (der Text erscheint Dienstag, wurde jedoch Montag geschrieben) tatsächlich „Ant-Man“ im Free-TV gesehen habe und ohne zu viel zu verraten, begeistert hat der mich nicht. Da hätte ich besser Robert Zemeckis Casablanca-Hommage „Allied“ geguckt. Sonst ist meine Filmauswahl in nächster Zeit durch Primeleihfilme vorgegeben, neben aktuellen Filmen auch „Alien“, den ich tatsächlich noch nie gesehen habe. Insgesamt bringt mich der Blog dazu mehr Filme zu gucken und auch mehr verschiedenes zu gucken, so hätte ich wohl sonst nie den großartigen Meta-Low-Budget-Zombie Film „One Cut of the Dead“ gesehen. Aber keine Angst ich werde mich nicht in mein Zimmerloch verkriechen um abwechselnd Filme zu gucken und zu lernen dafür ist das Leben zu kostbar. Aber heute muss ich wirklich für die Hausarbeit arbeiten…

6 Kommentare zu „Von Studienproblemen, einer verspäteten Feier und geplanten Projekten

  1. Sechs Monate zu spät? Na dann mal noch nachträglich alles Gute auch von mir 😉

    Das mit der Studiererei ist natürlich so eine Sache. Auf der einen Seite muss man sich manchmal einfach durchquälen. Auf der anderen Seite wird es für viele danach im Job eher schlimmer als besser.
    Insofern mach dich nicht verrückt und versuche deine Zeit so gut es geht zu genießen. 😊👍🏻

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  2. Ich hab letztes Jahr in 6 Wochen Semesterferien ganze 3 Hausarbeiten von insgesamt 55 Seiten geschrieben, eine für Antike, eine für Neuzeit und eine für PoWi… Komm du mir nochmal mit einer HA in Geschichte, die du in 4 Wochen nicht schaffst… Das sind 28 Tage für ein bisschen Literatur aus der Bib holen, lesen und verschriftlichen, ich schätze mal im Basismodul ca. 15 Seiten lang…
    Und wenn du arbeitest, komm ich auch wie versprochen vorbei 😜
    War das jetzt genug Motivation? 😉

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    1. Das Verschriftlichen ist ja der angenehmste Teil der Hausarbeit, das könnte ich auch in drei Tagen. Alle Quellen vorher zu lesen und einzuordnen, das ist die Arbeit. Aber es sieht gut aus, wahrscheinlich kann ich noch nächste Woche mit dem Hauptteil anfangen.
      Dieses Wochenende wird mehr in die Klausurvorbereitung für Deutsch gehen.

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